Schreibworkshop international: Bösartige Schwäne, ein geheimnisvoller Koffer und eine abweisende Empfangsdame

Unter dem Titel „Sommerfrisch Schwerelos Schreiben“ leitete ich in diesem Jahr einen Schreibworkshop im Rahmen der internationalen Sommerakademie der Universität Tübingen. Dabei traf ich auf eine Gruppe fantasievoller Teilnehmer aus aller Welt.

Ihre Texte beinhalten unter anderem einer nachmittägliche Bootsfahrt auf dem Neckar, verbrecherische Schwäne, ein Angehöriger einer Sondereinheit auf vier Pfoten, eine junge Frau in Katzengestalt, ein geheimnisvoller Kofferinhalt, eine abweisende Empfangsdame und ein Pfarrer aus dem mittleren Osten – und das alles bei 32 Grad im Schatten.

Tübingen ist wirklich eine sehr seltsame Stadt.

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Die Räuber  – ein Märchen

von Tamara Brajovic, Montenegro

Es waren einmal drei Schwäne, die am Neckar wohnten. Sie bildeten eine Gang, vor der man sich in Acht nehmen musste und die vom ältesten Schwan angeführt wurde.

Alle anderen Schwäne und auch die Enten hatten Angst vor ihm. Sie hatten ihm sogar einen Spitznamen gegeben: Schwan-Schwein hieß er und liebte seine Macht.

Die Gang war eine Räuberbande, die alles, was sie fand aß und fraß. Sie glaubten daran, dass die Menschen böse und niedrige Lebewesen seien. Bei der Menschheit waren sie trotzdem als elegante, wunderschöne Märchenvögel bekannt. Darüber lachten die Räuber nachts sehr viel und schmiedeten Pläne, welche böse Tat sie am nächsten Tag verüben würden.

Eines Tages kam ein Hund nach Tübingen – ein Jäger, der natürliche Feind der Vögel. Er hatte die Schule für Jagdhunde regelmäßig besucht und hatte viele Belobigungen bekommen. Die Jagd war sein ganzes Leben und wo er zu Hause war, da wohnten auch Disziplin, Ruhe und Freiheit. Als Mitglied einer Sondereinheit konnte er auch die Vogelsprache.“

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Neckarfahrt von Beatriz del Pino, Spanien

„Endlich stiegen die vier Freunde in ein Boot und begannen ihre Fahrt. Zu beiden Seiten konnten sie die wunderschöne Aussicht genießen. Diese alten und wunderschönen Häuser, die hinter den Bäumen sichtbar wurden, waren alle unglaublich großartig. Es war heiß, aber daran hatten sie vorher gedacht, deswegen hatten sie eiskaltes Bier mitgebracht und auch noch etwas zu essen: Leckere kleine Brötchen mit Salami, Schinken und Käse und auch noch ein paar Brezeln. Es wurde ein wunderschöner Abend!“

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Katze und Koffer

von Dehbia Abouadaou, Algerien

Nach einem stressigen Tag wartete Helena wie gewöhnlich am Hauptbahnhof Tübingen auf ihren Bus und genoss die Musik eines Mannes, der neben ihr Ziehharmonika spielte. Nach einer Weile schlief sie vor Müdigkeit ein. Als sie erwachte hatte sie sich in eine Katze verwandelt. Sie war sehr schockiert, und sie wusste nicht, wie ihr geschah und was sie machen sollte.

Sie begann zu schreien um Hilfe zu bitten, aber niemand verstand sie, sie hörten nur ein Miauen. Auch der Mann, der direkt neben ihr stand, hatte nichts verstanden. Alle sagten „Oh, diese Katze ist sehr süß!“

Sie wollte weinen. „Bitte helfen sie mir, hören sie? Ich bin ein Mensch, ich bin keine Katze!“

Aber die Leute lachten und reagierten nicht. Nach einigen Minuten aber antwortete ein alter Mann: „Nicht so laut, ich werde ja taub!“  (…)

Dort wartete der alte Mann auf sie. “Was mache ich hier?“ fragte Helena.

„Geh jetzt zu deinem Zimmer und sieh nach, was in deinem Koffer ist“, sagte der alte Mann.

Helena ging die Treppe hinauf bis in ihr Zimmer. Der Koffer war offen, sie musste hinaufsteigen, um zu sehen, was sich da drinnen befand…

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Der Schwan 

von Angelika Trzybinska, Polen

„Ein Schwan war besonders schön. Er wirkte sehr stolz, schwamm hin- und her und suchte nach Futter. Ich beschloss, ihm einen Keks zu geben. Er fraß ihn sofort und wollte noch mehr. Aber ich hatte nichts mehr. Er näherte sich mir und verhielt sich dabei so, als ob er mich beißen wolle. Ich begann zu rennen. Im ersten Moment hatte ich wirklich große Angst vor ihm. Ich dachte: Dieser Schwan ist wirklich ein Räuber.

Ein Junge hatte die ganze Situation beobachtet und lief sofort zu mir. Er wollte nachsehen, ob mit mir alles in Ordnung war. Ich antwortete, dass alles OK sei. Er sagte mir, dass Schwäne sich sehr oft so benehmen. Zuerst wollen sie nur ein bisschen Futter, dann wissen sie nicht, wann sie aufhören sollen.

Später führten wir ein interessantes Gespräch. Er wohnte in Tübingen und erzählte mit viel über die Geschichte der Stadt und über Sitten und Bräuche, die hier bekannt sind. Obwohl ich meine Gruppe verpasst hatte, wurde das für mich ein echt toller Tag. “

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Tagebuch aus Tübingen

von  Ingrid Ippach, USA 

Ankunft in Tübingen

Mein erster Tag in Tübingen war sehr anstrengend. Nach einer 18 stündigen Reise kam ich endlich zu Hotel Hospiz an. Als ich mich bei der Rezeption meldete, sagte mir die Empfangsdame, dass die Check-In Zeit erst um 14 Uhr wäre, und dass ich noch vier weitere Stunden warten müsste bevor ich ein Hotel Zimmer bekommen würde. Noch vier Wartestunden!, dachte ich….und dazu in dieser Hitze! Es war bereits 32 Grad Celsius und nirgendwo – weder im Hotel noch im Eiscafe noch in einem Restaurant gab es eine Klimaanlage. Also ging ich sowohl in die Innenstadt als auch durch die kleinen Seitengassen spazieren. Nach einer Stunde setzte ich mich in ein Restaurant, bestellte mir eine Flasche Mineralwasser und fing an, das Mozart Libretto Cosi fan Tutti zu lesen.  (…)

Mein zweiter Tag in Tübingen

Als ich zur kleinen Neckarbrücke kam, knipste ich einige Fotos und sah sogar meine erste braune Schnecke, die dort herumkroch. Endlich kam ich zur römisch-katholischen Kirche. Da hörte ich schon beim Eingang den Gesang, öffnete ich die Tür, ging in die Kirche hinein und dachte: Egal, auch wenn ich Verspätung habe, kann ich noch die zweite Hälfte der Messe hören. So setzte ich mich ganz selbstsicher auf die Kirchenbank und fing an zu beten. Gerade in diesem Moment blickte der Pfarrer die Betenden eindringlich an und begann das letzte Gebet der Messe zu sprechen. Binnen zwei Minuten war die Acht-Uhr-Messe vorbei. (…) Zu meiner Überraschung hielt ein anderer Pfarrer die 11 Uhr Messe. Darüber hinaus wurde diese Messe von einem Herrn Dr. Abdul, einem Theologen aus dem mittleren Osten abgehalten…

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Die Teilnehmer des Workshops waren:

Ingrid Ippach (USA)

Beatriz del Pino (Spanien)

Denis Belyaev (Russland)

Menelaus Maria Fischer (USA)

Timea Töröcsik (Ungarn)

Laura Ebeling (USA)

Dehbia Abouadaou (Algerien)

Teresa Ayala (Spanien)

Tamara Brajovic (Montenegro)

Ibolya Janics (Ungarn)

Zafar Amirqulov (Usbekistan)

Marta Volpiana (Italien)

Angelika Trzybinska (Polen)

Internationale Sommerakademie 2013

P1040791Unter dem Titel „Sommerfrisch Schwerelos Schreiben“ leite ich in diesem Jahr einen Schreibworkshop im Rahmen der internationalen Sommerakademie der Universität Tübingen, die einen Teilbereich der internationalen Sommerkurse bildet. Neben der Literatur sind weitere Themenmodule der Akademie eine Einführung in das deutsche Rechtssystem, Wirtschaft und Gesellschaft, Interkulturelle Kommunikation, Theologie: Interreligiöser Dialog und zeitgenössische Philosophie.

Die Kurse für Studierende aus aller Welt sollen intensives Sprachtraining, das Erwerben von interkultureller Kompetenz und landeskundlichem Wissen und natürlich viel Spaß miteinander verbinden. Mein Workshop richtet sich an fortgeschrittene Deutsch-Lernende ab Niveau B2, die mehr Sicherheit im freien Schreiben bekommen möchten.

Textimpulse und eine Reihe meiner  Fotografien aus Tübingen liefern viele Anregungen für „spannende, romantische und völlig verrückte Geschichten“.  Anschließend werden erste Ideen auf einer gemeinsamen Text-/Bildplattform zusammengeworfen und aufgeschrieben. Wem nicht gleich etwas einfällt, dem helfen die anderen Teilnehmer beim Austausch auf die Sprünge.  Mal erfindet man die Biografie einer auf einem Foto entdeckten Person, mal schreibt man die Szene weiter, die ein anderer mit ein paar Sätzen skizziert hat.  Danach wird es Zeit geben, in Ruhe an der eigenen Story zu arbeiten.

Ich freue mich schon sehr auf die Teilnehmer und ihre Ideen  und Geschichten!

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Wirklichkeit und Fantasie – Trainingscamp kreatives Schreiben

Vorankündigung! Neuer Kurs an der VHS Reutlingen im Herbst 2013.

Beobachten, Notieren, Skizzieren und Weiterspinnen: Zwischen genauem Hinsehen und purer Erfindung gehen wir im Verlauf dieses Kurses auf die Suche nach unserer ganz eigenen Kreativität und den Bildern, Szenen und Geschichten, die es dabei zu entdecken gibt. Innovative, einfach anzuwendende Übungen einiger der besten internationalen Schreibschulen helfen uns dabei.

Kursnummer:

Lt 5003.

Termine:

Donnerstags, ab 7.11.2013, 19.30-21.00 Uhr, 3 Temine

Haus der Volkshochschule, Raum 206

Weitere Infos finden Sie nach Erscheinen des neuen Programms auf der Website der VHS Reutlingen und im gedruckten Programmheft.

a.l., 2009
a.l., 2009

„Kleine Morde unter Freunden…“

Im Herbst 2013 werde ich wieder zwei Krimiseminare anbieten, in denen sich die Teilnehmer an einer mörderisch spannenden Geschichte versuchen können. Die Teilnehmer sollen nach den Terminen mit einem gut ausgearbeiteten Konzept für eine eigene Geschichte nach Hause gehen. Wer zu den eingefleischten Lesern von Spannungsliteratur gehört, weiß natürlich, dass es  für eine gute Geschichte um Schuld und Tod/Gut und Böse nicht unbedingt notwendig ist, seine Figuren reihenweise (siehe Foto!) und möglichst blutrünstig zu beseitigen  (…natürlich darf man im Kurs auch das! wo sonst?) Im Grunde ist aber nicht ein einziger Mord notwendig, nicht einmal ein Verbrechen, für das der Täter aus rechtlicher Sicht zur Verantwortung gezogen werden könnte. Auf was es tatsächlich ankommt und wie subtil sich nervenzerreißende Spannung aufbauen lässt erfahren die Teilnehmer im Kurs – nicht zuletzt durch die schrittweise Ausarbeitung einer eigenen Geschichte und die tatkräftige, gegenseitige Unterstützung aller Seminarteilnehmer.

Die Termine sind:

Volkshochschule Reutlingen: Dienstag, 24.9., 8.10, 22.10 Online buchbar unter http://www.vhsrt.de/Kurse%20Details/fachbereich-CK5236d77725103/semester-13-H/autowert-13-H-Lt5001

Villingen: Samstag 5.10., 12.10  Jetzt bereits buchbar unter  http://www.villingen-schwenningen.de/index.php?id=2764&kathaupt=1&katid=19&katvaterid=4&katname=LiteraturTheater

Weitere Infos zu Terminen, Uhrzeit und Teilnahmegebühren finden Sie auf den Websites der jeweiligen Volkshochschulen.

Fragen zum Inhalt beantworte ich gerne – bitte nutzen Sie dafür das Kontaktformular!

Im "Museo della Tortura" in San Gimignano, foto: Elodie Cruz
Im „Museo della Tortura“ in San Gimignano, foto: Elodie Cruz

Das Text- und Illustrationslabor III

Vom 25.3. – 28.3.2013 – in der Woche vor Ostern – startete das dritte Text- und Illustrationslabor unter der Leitung von Livia-Scholz-Breznay und mir  – diesmal im Rahmen des Vorstudiums der DEKART, der Design- und Kommunikationsakademie Reutlingen. Teilnehmer waren diesmal Tim Armbruster, Michael Fetzer, Charis Mania, Franziska Müller, Eleni Pashalidou,  Sander Prautzsch, Anja Wagner und Louisa Hartwig. P1030572

Der Schwerpunkt des Seminars verlagerte sich entsprechend der Interessen der Teilnehmer. Diese befinden sich (mit einer Ausnahme) mitten in der Mappenvorbereitung für eine Bewerbung um einen künstlerisch-gestalterischen Studiengang. Es wurden Mappenbeiträge erstellt, die Sprache als zusätzliches Element integrieren, sowie Bewerbungstexte, die den Mappen beiliegen (Anschreiben, Lebenslauf, Motivationsschreiben). Der Kurs zielte darauf ab, das Bewusstsein der Bewerber für die eigenen Stärken und die eigene „Bild-Sprache“ zu schärfen. Weiterlesen „Das Text- und Illustrationslabor III“

Godzilla, Textkritik und falsche Freunde

Es ist so eine Sache mit Schreib- und Autorengruppen. Da sitzt ein Häufchen Schreibender zusammen, die sich über ihre Texte und Erfahrungen austauschen wollen. Hier eine deutliche Warnung für jeden, der sich einer solchen Gruppe anschließen will: Glaubt den Teilnehmern, aber vor allem euch selbst nicht, wenn ihr euch gegenseitig beteuert, dass es euch auf ehrliche Textkritik und schonungslose Offenheit ankommt. Nein, man kommt in die Gruppe, weil man in einem geschützten Raum Anerkennung und Lob ernten möchte. Das ist völlig verständlich. Saß man denn nicht wochen-, vielleicht monatelang über den Seiten, die man den anderen jetzt (mehr oder minder nervös) vorlegt?

Eine Freundin aus meiner Autorengruppe schrieb kürzlich über die leidvolle Erfahrung, einen gut durchgearbeiteten Text in die Gruppe zu tragen, die anschließend prompt „Konfetti daraus macht“. Wir haben sehr gelacht. Inzwischen können wir das. Inzwischen wissen wir, dass das eine zwar frustrierende, aber absolut notwendige Erfahrung ist. Wir vertrauen einander. Die Sache ist klar: Es gibt keinen Grund, etwas persönlich zu nehmen, obwohl unsere Texte das so ziemlich Persönlichste sind, was wir hervorbringen können. Selbst wenn sie sich thematisch um Dinge drehen, die mit unserem eigenen Leben wenig zu tun haben: Wir stecken eben bis zur Halskrause drin in dem, was wir schreiben. Auch eine Liebesgeschichte im alten Ägypten oder ein Actionthriller um Godzilla und intergalaktische Streitkräfte ist mit eigenem Herzblut geschrieben.

Sich der Kritik anderer auszusetzen erfordert viel mehr Mut, als wir glauben. Die (vielleicht unbewusste) Versuchung ist groß, Schreibseminare und -gruppen zu meiden, in denen die eigene Art zu schreiben nicht auf überschwängliche Zustimmung stößt. Aber ich bin davon überzeugt: Diesen Mut brauchen Autoren, die es ernst meinen mit dem Schreiben. So wie sie den Mut brauchen, sich Verlagsabsagen zu Dutzenden einzuhandeln und sich später anderen unbequemen Herausforderungen zu stellen, wie zum Beispiel öffentlichen Lesungen.

Denn was passiert wenn man beginnt, der unangenehmen Kritik eines Schreibwerkstättenleiters aus dem Weg zu gehen, in dem man einfach zu Hause bleibt? Was geschieht, wenn man die Anmerkungen der Kollegen aus der Autorengruppe als destruktiv abtut und ihren Ratschlägen keine Bedeutung zumisst? Ihr ahnt es schon: Man hört auf  zu lernen. Für einen Anfänger bedeutet dies, dass er scheitern muss. Für einen etablierten Autor heißt das: Stillstand. Aber was mindestens genauso traurig ist:  Man verliert die echten, weil ehrlichen Freunde. Schlimmer vielleicht noch: Wahrhaftigkeit hört auf, in der Auseinandersetzung mit sich selbst und den eigenen Texten eine Rolle zu spielen.

Möglicherweise schmerzt uns das gar nicht. Denn in diesem Moment stehen andere bereit und bieten uns einen mehr als angenehmen Ersatz:  Schreibwerkstättenleiter, die sich den Kreis ihrer Kundschaft erhalten oder ihn ausdehnen, indem sie jedem Teilnehmer genau die Dosis Kritik zumuten, die dessen Befindlichkeit entspricht und die angenommen werden kann, ohne dass sich derjenige einen Zentimeter weit von dem entfernen muss, was er bisher produziert hat. Autorenkreise, in denen keiner dem anderen je seine wahre Meinung mitteilen würde, und um die er auch übrigens gar nicht gebeten wird, weil man sich auf den Austausch gegenseitiger Gefälligkeiten konzentriert (verlinkst du deine Website, verlinke ich meine, bewirbst du mein Buch, bewerbe ich deins.)  Ihr braucht euch nicht groß anzustrengen. Sie werden euch ganz ungefragt mitteilen, dass alles genial ist, was ihr schreibt. Sie werden euch Auszeichnungen, Stipendien, einen renommierten Verlag und gute Verkaufszahlen versprechen. Ihr werdet glücklich sein.

Ein paar Tage lang.

Aber möglicherweise, ja höchstwahrscheinlich, ist da jenes kleine, hässliche Monster in einem der hintersten Winkel eurer Schriftstellerseele, das euch Zweifel einhaucht, die Wahrheit zuflüstert. Es sieht ein wenig aus wie Godzilla in eurer Geschichte, während es alles niedertrampelt. Ihr könnt das Biest nicht leiden, aber ihr kennt es gut und werdet es nicht los. Dieser Text ist schlecht, sagt Godzilla, und ganz und gar nicht das, was du schreiben wolltest. Im besten Fall gibt das Monster zu: Dieser Text ist ein roher Haufen aus vielversprechendem Material, aber du wirst noch viel daran arbeiten müssen.

Fang endlich an damit.

Das Text- und Illustrationslabor

Wechselspiele zwischen Text und Bild: Jugendliche und junge Erwachsene, die sich sowohl für das Schreiben, als auch für das Malen und Zeichnen interessieren sind in den Osterferien 2013 wieder dazu eingeladen, im Text- und Illustrationslabor mit uns zu experimentieren. Wir –  das sind Livia Scholz-Breznay, Künstlerin und Anke Laufer, Autorin. Ein breites Angebot konkreter Übungsaufgaben und eine intensive Unterstützung durch beide Kursleiterinnen sind uns besonders wichtig in diesem Kurs, zu dem die Beschäftigung mit Zeichen- und Maltechniken, das Fotografieren und Collagieren etc. ebenso gehören wie das Lektorat von Texten.

Neu ist in diesem Jahr die Einbindung des Kurses in das Vorstudium der DEKART (Design + Kommunikations-Akademie Reutlingen, siehe auch http://www.dekart.de/index.php?id=7 ) Das „Vorstudium Kunst / Gestaltung“ an der Jugendkunstschule Reutlingen und der DEKART dient der Vorbereitung auf ein Studium in künstlerischen und/oder gestalterischen Bereichen, insbesondere an Kunstakademien oder Fachhochschulen, also für die vielfältigen Design-Fächer wie Textil-, Mode-, Produkt-, Transportation-Interior- und Industrie-Design, für (Innen-)Architektur, Bühnenbild sowie für kunstpädagogische, kulturpädagogische und kunsttherapeutische Studiengänge.

Anmeldung jetzt online hier oder per Telefon VHS: 07121 336-0

In diesem Jahr bieten wir daher allen Teilnehmern, die sich mit der Mappenvorbereitung beschäftigen wollen, eine ganz neuartige Zusatzeinheit  an: Weiterlesen „Das Text- und Illustrationslabor“

Das Reisetagebuch – Erinnerungen kreativ bewahren

Der besondere Samstagskurs an der Volkhochschule Reutlingen mitten in der schönsten Reisezeit – zwischen den Oster- und den Pfingstferien!

Wie duftete es auf diesem Markt? Wie war es, das Gefühl, da oben auf dem Berggipfel? Was habe ich geträumt, damals, während dieses Schläfchens am Strand?

Ferientage sind nur scheinbar unvergesslich – zwischen Schnappschüssen geht vieles verloren. Aber  Fundstücke, Texte und Fotos lassen sich zu wunderbaren Erinnerungsbüchern verarbeiten. Welche Gestaltung und Form wir für diese Bücher wählen, bleibt ganz uns überlassen. In diesem Kurs gilt es, die eigene Form dafür zu finden und eine erste Planung in Angriff zu nehmen.

Dabei geht es nicht um das Spektakuläre, sondern darum, die ganz eigene, sehr persönliche Sicht auf das „Besichtigte“, auf Land und Leute zu entwickeln und zu sehen, welche Art des Schreibens sich dafür eignet – ob der witzige Fotokommentar, die rasch dahingeworfenen Zeilen am Caféhaustisch, die schlaglichtartige „2-Minuten-Impression“, oder der an ruhigen Abenden bei einem Glas Wein verfasste ausführliche Text, in dem man all das Erlebte, all die Sinneseindrücke und Begegnungen noch einmal Revue passieren lässt.

Häufig ergibt sich dann ganz von selbst ein Endprodukt: das später immer wieder durchblätterte Familienalbum, das intime und liebevoll gestaltete Buch, der Internet-Blog oder vielleicht sogar der veröffentlichungsreife Reisebericht.

Wir lesen Beispieltexte bekannter Autoren, kombinieren als Einstieg kleine Schreibübungen mit Fantasiereisen und planen Struktur und Gestaltung unserer Bücher.

Bitte mitbringen: Skizzen- /Notiz – /Tagebuch blanko unliniert, ab DIN A5 oder größer  – ganz nach eigenem Geschmack.

Anmeldung bei der Volkshochschule Reutlingen unter  Telefon 07121 336-0 oder per Online_Formular unter:

http://www.vhsrt.de/Fachbereiche/Kunst%2C+Kultur%2C+Kreativit%C3%A4t.html 

Text- und Illustrationslabor für Jugendliche

Vorankündigung:Jugendkunstschule in Reutlingen, Sommerferien 2012: Das Text- und Illustrationslabor in den Sommerferien     Eine Story schreiben und dazu zeichnen, malen, fotografieren, collagieren – alles durchtesten und vielleicht sogar im Team? Na klar! Ideen holen wir uns u.a. von Graphic Novels, Mangas, Graffiti, von HipHop und Song-Texten bis hin zur Slam Poetry. Ihr entwickelt Storyboards und setzt eure ganz eigenen Erzählideen um – ob realistisch, futuristisch oder fantastisch – Experimente sind erwünscht! Die Ergebnisse des Kurses werden dokumentiert und ausgestellt. Das Labor wird geleitet von Livia Scholz-Breznay, Künstlerin und Dr. Anke Laufer, Autorin. Der Kurs ist zur Mappenvorbereitung geeignet.
Jugendkunstschule Reutlingen/VHS Reutlingen
Spendhausstraße 6
72764 Reutlingen
Tel.: 07121/336-0
http://www.vhsrt.de
info@vhsrt.de

Text- und Illustrationslabor – die Ergebnisse unserer Experimente

In diesem Herbstsemester fand in der Jugendkunstschule in Reutlingen zum ersten Mal das Text-und Illustrationslabor statt. Die Künsterin Livia Scholz-Breznay und ich hatten uns vorgenommen, die Teilnehmer möglichst frei mit verschiedenen Textarten und gestalterischen Techniken experimentieren zu lassen. Die vielfältigen und überraschenden Ergebnisse sollen an dieser Stelle und zukünftig auch auf der Homepage der VHS Reutlingen dokumentiert werden.Unsere Teilnehmer waren:

Manuela Diez, Farina Kröger, Theresa Ludwig, Yannik Marszalek, Elodie Cruz Laufer, Jakob Stumm, Jane Maria Xavier, Özge Yüksel

Ihre spannenden Arbeiten sowie weitere Fotos zum Kurs finden Sie hier: Weiterlesen „Text- und Illustrationslabor – die Ergebnisse unserer Experimente“