anke laufer

wort – bild – storytelling

Archiv für die Kategorie “Kurse”

Text- und Illustrationslabor 2/2014: Experimente und Ergebnisse

In diesen Herbstferien fand unter der Leitung von Livia Scholz-Breznay und mir wieder das Text- und Illustrationslabor im Rahmen der DEKART und der Jugendkunstschule Reutlingen statt. Ob Jugendliche, angehende Kunststudenten oder Erwachsene mit Lust zum Ausprobieren  – das Konzept der intensiven Betreuung durch zwei Dozentinnen mit unterschiedlichen Schwerpunkten in Sachen Schreiben und Gestalten findet breiten Anklang.  Aufwärmübungen in beiden Bereichen schaffen die Grundlage für den fliegenden Wechsel zwischen Wort und Skizze, Text und Bild. Anschließend hatte jeder Teilnehmer die Gelegenheit, wahlweise Experimente zu wagen oder ein eigenes Konzept oder Projekt voranzutreiben.

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Diesmal war wieder alles dabei: Das Entwerfen von Logos aufgrund einer Auswahl von Begriffen – das Schreiben zur ausgewählten Fotografien – die Verfremdung von Zahlen und Buchstaben zu überraschenden Bildern – die Bebilderung eines eigenen (mitgebrachten) Textes mit Zeichnungen und Collageelementen – die Mehrfachinterpretation eines Gedichts über verschiedene Gestaltungsvarianten – die Illustration eines Songs, die sowohl dem Klang als auch den Lyrics gerecht wird – die Konzeption einer Cocktailkarte, die Anekdoten rund um die einzelnen Drinks ebenso aufscheinen lässt wie deren Düfte, Geschmack und Farbe  – und schließlich die Überarbeitung eines eigenen Bilderbuchs für Kinder im Vorschulalter.

Das nächste Text- und Illustrationslabor findet in den Faschingsferien 2015 statt. Weitere Informationen findet Ihr rechtzeitig auf der Homepage der VHS/Jugendkunstschule Reutlingen. Weiterlesen…

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Kopfkino! Der Herbst wird bunt.

 

P1060065(1)Und was haben Sie demnächst vor? Lust auf Kopfkino?

Die neuen Schreiboasen an der VHS Reutlingen sind freigegeben. Vielleicht sehen wir uns ja.

Die Montagsschreiber
Zeit und Raum zum regelmäßigen Schreiben: Viele wünschen sich so einen kreativen Zufluchtsort. Mit diesem Kurs schaffen wir uns einen festen Ort und die Muße für unsere eigenen Gedanken und Geschichten. Wer sich wünscht, Schreibprojekte zu entwickeln und unter Anleitung voran zu treiben ist hier genau richtig. Die Besprechung der Texte erfolgt auf Wunsch zusätzlich per Mail.
Bitte mitbringen: Schreibmaterial

Zeiten 5 Abende, 22.09.2014 – 20.10.2014
Montag, wöchentlich, 19:30 – 21:00 Uhr
Anzahl 5 Termin(e)
Leitung Anke Laufer
Nummer Lt5003
Ort Haus der Volkshochschule, Spendhausstraße 6, 72764 Reutlingen, Raum: 207, 2. OG
Preis 81,00 €

 

Die Mittwochsschreiber

Zeit und Raum zum regelmäßigen Schreiben: Viele wünschen sich so einen kreativen Zufluchtsort und hier ist es der Mittwochabend, für alle, die zum ersten Kurs nicht konnten oder dran bleiben wollen an Ihrem begonnenen Projekt.

Zeiten 5 Abende, 05.11.2014 – 03.12.2014
Mittwoch, wöchentlich, 19:30 – 21:00 Uhr
Anzahl 5 Termin(e)
Leitung Anke Laufer
Nummer Lt5004
Ort Haus der Volkshochschule, Spendhausstraße 6, 72764 Reutlingen, Raum: 107, 1. OG
Preis 81,00 €

 

 Anmelden bei der Volkshochschule Reutlingen:

Spendhausstraße 6
72764 Reutlingen

Tel.: 07121 336-0
Fax: 07121 336-222

info@vhsrt.de
www.vhsrt.de

Reisetagebücher aus Inzigkofen

Das Reisetagebuch – Erinnerungen kreativ bewahren
ein Kurs zwischen Schreiben und Gestalten fand in diesem Jahr zum ersten Mal im VHS Heim Inzigkofen statt. Auf vielfachen Wunsch wird es den Kurs im nächsten Jahr noch einmal geben, und zwar zwischen dem 22. und dem 27. Juni 2015.

Ein Kurs zwischen Schreiben und Gestalten – für meine Kollegin Livia Scholz-Breznay und mich immer wieder eine Expedition ins Unbekannte. Die Besatzung heuert an, ohne dass wir sie kennen, nicht ihre Erfahrungen beim Reisen, Schreiben und Zeichnen, nicht ihre Vorlieben für das eine oder andere. Natürlich mussten wir im Kloster Inzigkofen, wo unser Seminar stattfand, ganz und gar nicht von schimmeligem Schiffszwieback leben und auch nicht von der Fastensuppe der einstigen Chorfrauen, allerdings galt es dennoch manches Abenteuer zu bestehen: Schreibblockaden und gestalterische Hemmungen (wie schreib ich das bloß auf? was ist, wenn ich die erste Seite von dem schönen Buch total versaue?)

Was beim Schreiben erst zögerlich und mit kleinen Fingerübungen, Wortspielen und Notaten begann, entwickelte sich über farbige und detailreiche Beschreibungen (Spaziergänge, kulinarische Genüsse  – das legendäre Inzigkofener Buffet!) zunächst hin zu Reisebriefen und Ansichtskarten an tatsächliche oder erfundene Freunde. Hier die „ganz eigene“ Ansichtskarte von Andreas Vogel: eine Fotografie von einem unserer Spaziergänge, handkoloriert.

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Eine Teilnehmerin schrieb eine beißende Satire zum Kursalltag – und schließlich durchbrach man, von allen Fesseln befreit, alle Genregrenzen. Die Teilnehmer schrieben vom Reiseort Inzigkofen inspiriert auch fiktionale Texte und illustrierten sie in vielfältigen Techniken: so zum Beispiel unheimliche Geschichten aus den Klostermauern,

 

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historische Einblicke ins Leben der Ordensfrauen, Weiterlesen…

Fortbildung: Fotografie

Das Erzählen mit Bildern ist eine hohe Kunst, für den Schriftsteller schon deshalb faszinierend, weil er in einer anderen Sprache zu sprechen gezwungen ist. Verdi ist es zu verdanken, dass einige der Mitglieder der Gewerkschaft sich an diesem Wochenende darin versuchen dürfen, auch ich, als einzige Autorin in der Runde des Seminars. Unser Führer in die Welt der Fotografie ist der Kameramann und Fotograf Willi Dillschneider.  Das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich die Ergebnisse der ersten Versuchsanordnung nicht für mich behalten will, nicht einmal bis zum Ende des Seminars.

P1040457ausgeruht…P1040458zurückgegebenP1040459Tragischer VerkehrsunfallP1040462verarztet

P1040464 in Ketten gelegtP1040471gestrandet

Weiterlesen…

Das Text und Illustrationslabor 1/2014

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Katerinas Skizzenbuch – Ausschnitt Deckblatt

In den Faschingsferien 2014 gab es eine neue Ausgabe des Text- und Illustrationslabors. Der Kurs beruht auf einer Zusammenarbeit zwischen der Künstlerin Livia Scholz-Breznay und mir und ist eingebunden in das Programm der Jugendkunstschule und dem gestalterischen Vorstudium an der DEKART.

Eine Story schreiben, dazu zeichnen, malen, fotografieren, collagieren – alles durchtesten und vielleicht sogar im Team?  Das geht sehr wohl! Im Text-Illustrationslabor geht es darum, zwischen Text und Bild zu arbeiten und sich intensiv mit den  Wechselwirkungen zwischen beiden Kunstformen auseinanderzusetzen. Das lässt so viel Spielraum zum Experimentieren, wie man sich nur wünschen kann. Jüngere Teilnehmer finden dabei ebenso ein Thema wie diejenigen, die sich auf ein Studium vorbereiten. In diesem Kurs wechseln wir frei zwischen Text und Bild, holen uns Ideen aus Graphic Novels, Mangas, Slam-Poetry und Songtexten, setzen typografisch um, was zunächst als Bild gedacht war, illustrieren Texte und schreiben selber welche. Jeder wird dabei intensiv und individuell von den beiden Kursleiterinnen unterstützt.

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Wohlverdiente Pause von Teilnehmerinnen und Dozentinnen an einem der ersten warmen Frühlingstage – v.l.n.r. : Laura Hirschkorn, Anke Laufer, Erika Schaschky, Corinna Ramos, Livia Scholz-Breznay, Katerina Kagioglidis und Lea Böhm.

Als Service zur Mappenvorbereitung bietet der Kurs eine Abstimmung von gestalterischen und schriftlichen Inhalten (Anschreiben/Motivationsschreiben).

Und hier kommen die Bilder vom letzten Kurs (3-2014): Weiterlesen…

Das Text- und Illustrationslabor in den Faschingsferien

Bald ist es wieder so weit: In der kommenden Woche tauchen Livia Scholz-Breznay und ich  – zusammen mit unseren jungen Teilnehmern – wieder ab ins Text- und Illustrationslabor.

Street Art in Bogotá, Kolumbien: Spiel zwischen Wort und Bild

Street Art in Bogotá, Kolumbien: Spiel zwischen Wort und Bild

Texte zum Bild werden heute überall gebraucht, wo Kunst gemacht wird. In diesem Kurs wechseln wir zwischen Wort und Bild, setzen typografisch um, was zunächst als Bild gedacht war, bebildern fremde sowie eigene Texte/Storys und schreiben ganz neue. Das ist – nicht nur für zukünftige Kommunikations-Designer – ein wichtiges Übungsfeld, in dem sich ganz frei experimentieren lässt! Egal ob beim ersten Ausprobieren oder als Studienvorbereitung: Ihr werdet bei Euren eigenen Vorhaben intensiv von beiden Kursleiterinnen unterstützt. Den Fortgeschrittenen bieten wir als neuen Service zur Mappenvorbereitung eine Abstimmung von gestalterischen und schriftlichen Inhalten an (Anschreiben/Motivationsschreiben), was Eure Bewerbung zu einer „runden Sache“ macht.

Mo, 03.03., bis Fr, 07.03.2014, 14:00-17:15

Zur Anmeldung geht es HIER

Wales Millenium Centre, Cardiff:  In These Stones Horizons Sing Foto: A.L., 2012

Wales Millenium Centre, Cardiff: In These Stones Horizons Sing Foto: A.L., 2012

Seminare zum Schreiben und Gestalten 2014/15

HIER die kommenden KURSE 2014 – Rückfragen beantworte ich gerne.

Endlich schreiben! – Der Mutmacher-Kurs (leider bereits ausgebucht – Tipp: auf den Aufbau-Kurs ausweichen! Bei Nachfragen wenden Sie sich an mich unter: ankelaufer@hotmail.com) 

Oft sind es Selbstzweifel, die uns daran hindern, kreativ zu werden. Im „geschützten Raum“ dieses Kurses wird unverkrampft ausprobiert, geschrieben und von ersten Erfahrungen berichtet. Schreibanregungen helfen bei der Ideenfindung, Übungen wirken gegen Schreibblockaden. Ziel ist, das regelmäßige Schreiben auch langfristig als kreativen Zufluchtsort im Alltag nutzen zu können.

VHS Reutlingen, Donnerstags, ab 20.3.2014, 19.30-21.00 Uhr, 3 mal

Endlich schreiben!  – Der Aufbau-Kurs (noch wenige Plätze frei)

Sie haben erste Schreiberfahrungen und möchten mehr daraus machen? Hier wird das kreative Schreiben auf solide Beine gestellt. Die gegenseitige Unterstützung ermutigt zum Durchhalten und Experimentieren mit neuen Themen und Genres. Der Kurs führt zudem an grundlegende handwerkliche Kenntnisse heran. Voraussetzung: Bereitschaft, sich mit eigenen und fremden Texten konstruktiv auseinanderzusetzen.

VHS Reutlingen, Donnerstags, ab 8.5.2014, 19.30-21.00 Uhr, 3 mal

Endlich schreiben! – Von der Schublade zur Veröffentlichung (leider bereits ausgebucht – bitte Warteliste nutzen)

Angesichts eines zunehmend unübersichtlichen Literaturbetriebs stellen sich viele Fragen: Wie „gut“ müssen Texte sein, mit denen ich an die Öffentlichkeit gehe, wer beurteilt das und wie? „Verlag sucht Autoren“ – was steckt dahinter? Books on Demand, Self-publishing & Co – unendliche Möglichkeiten? Welche seriösen Veröffentlichungsmöglichkeiten gibt es? Welches sind die aktuell interessantesten Autorenplattformen, Dienstleister und Projekte?

VHS Reutlingen, Donnerstags, ab 3.7.2014, 19.30-21.00 Uhr, 2 mal

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Das Text und Illustrationslabor,  ein Kurs zwischen Text und Bild, der sich besonders an Jugendliche und junge Erwachsene richtet (Mappenvorbereitung), findet in Zusammenarbeit mit der Jugendkunstschule und der DEKART wieder vom 3.-7-März sowie vom 27.-31.10.2014 statt.

Anmeldungen können ab Erscheinen des neuen Programms der VHS Reutlingen erfolgen. Rückblicke auf vergangene Kurse sowie Bilder finden sich hier  (2012) und hier (2013)

Wie das Text- und Illustrationslabor, so ist auch das Konzept des folgenden Kurses das Ergebnis meiner Zusammenarbeit mit der Künstlerin Livia Scholz-Breznay: Im Volkshochschulheim Inzighofen findet vom 16.6.-21.6.2014 unser innovatives Wochenseminar

Das Reisetagebuch – Erinnerungen kreativ bewahren. Ein Kurs zwischen Schreiben und Gestalten (Wochenseminar, leider bereits ausgebucht!)

statt. Weitere Informationen zum Kurs und zur Anmeldung finden Sie auf der Website des Volkshochschulheims Inzighofen  

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Vorankündigungen für die neuen Herbst/Winterkurse 2014/15:

Die Montagsschreiber/Die Mittwochsschreiber – Schreiboasen an der VHS Reutlingen

Zeit und Raum zum regelmäßigen Schreiben: Viele wünschen sich so einen kreativen Zufluchtsort. Mit diesen Kursen schaffen wir uns einen festen Ort und die Muße für unsere eigenen Gedanken und Geschichten. Wer sich wünscht, Schreibprojekte zu entwickeln und unter Anleitung voran zu treiben ist hier genau richtig. Die Besprechung der Texte erfolgt auf Wunsch zusätzlich per Mail.

Seminare mit jeweils fünf Terminen ab dem 22.9.2014 bzw. 5.11.2014

Spannend Schreiben – eine Werkstatt nicht nur für Krimibegeisterte

Endlich wieder da! Die Schreibwerkstatt für alle, die sich an einer mysteriös-spannenden Geschichte versuchen wollen. Leicht anwendbare Übungen schüren unsere Schreibenergie, praktische Tipps der Dozentin und die Komplizenschaft der Teilnehmer helfen dabei, die eigenen Ideen umzusetzen.

3 Termine ab dem 15.1.2015

 

 

Schreibworkshop international: Bösartige Schwäne, ein geheimnisvoller Koffer und eine abweisende Empfangsdame

Unter dem Titel „Sommerfrisch Schwerelos Schreiben“ leitete ich in diesem Jahr einen Schreibworkshop im Rahmen der internationalen Sommerakademie der Universität Tübingen. Dabei traf ich auf eine Gruppe fantasievoller Teilnehmer aus aller Welt.

Ihre Texte beinhalten unter anderem einer nachmittägliche Bootsfahrt auf dem Neckar, verbrecherische Schwäne, ein Angehöriger einer Sondereinheit auf vier Pfoten, eine junge Frau in Katzengestalt, ein geheimnisvoller Kofferinhalt, eine abweisende Empfangsdame und ein Pfarrer aus dem mittleren Osten – und das alles bei 32 Grad im Schatten.

Tübingen ist wirklich eine sehr seltsame Stadt.

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Die Räuber  – ein Märchen

von Tamara Brajovic, Montenegro

Es waren einmal drei Schwäne, die am Neckar wohnten. Sie bildeten eine Gang, vor der man sich in Acht nehmen musste und die vom ältesten Schwan angeführt wurde.

Alle anderen Schwäne und auch die Enten hatten Angst vor ihm. Sie hatten ihm sogar einen Spitznamen gegeben: Schwan-Schwein hieß er und liebte seine Macht.

Die Gang war eine Räuberbande, die alles, was sie fand aß und fraß. Sie glaubten daran, dass die Menschen böse und niedrige Lebewesen seien. Bei der Menschheit waren sie trotzdem als elegante, wunderschöne Märchenvögel bekannt. Darüber lachten die Räuber nachts sehr viel und schmiedeten Pläne, welche böse Tat sie am nächsten Tag verüben würden.

Eines Tages kam ein Hund nach Tübingen – ein Jäger, der natürliche Feind der Vögel. Er hatte die Schule für Jagdhunde regelmäßig besucht und hatte viele Belobigungen bekommen. Die Jagd war sein ganzes Leben und wo er zu Hause war, da wohnten auch Disziplin, Ruhe und Freiheit. Als Mitglied einer Sondereinheit konnte er auch die Vogelsprache.“

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Neckarfahrt von Beatriz del Pino, Spanien

„Endlich stiegen die vier Freunde in ein Boot und begannen ihre Fahrt. Zu beiden Seiten konnten sie die wunderschöne Aussicht genießen. Diese alten und wunderschönen Häuser, die hinter den Bäumen sichtbar wurden, waren alle unglaublich großartig. Es war heiß, aber daran hatten sie vorher gedacht, deswegen hatten sie eiskaltes Bier mitgebracht und auch noch etwas zu essen: Leckere kleine Brötchen mit Salami, Schinken und Käse und auch noch ein paar Brezeln. Es wurde ein wunderschöner Abend!“

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Katze und Koffer

von Dehbia Abouadaou, Algerien

Nach einem stressigen Tag wartete Helena wie gewöhnlich am Hauptbahnhof Tübingen auf ihren Bus und genoss die Musik eines Mannes, der neben ihr Ziehharmonika spielte. Nach einer Weile schlief sie vor Müdigkeit ein. Als sie erwachte hatte sie sich in eine Katze verwandelt. Sie war sehr schockiert, und sie wusste nicht, wie ihr geschah und was sie machen sollte.

Sie begann zu schreien um Hilfe zu bitten, aber niemand verstand sie, sie hörten nur ein Miauen. Auch der Mann, der direkt neben ihr stand, hatte nichts verstanden. Alle sagten „Oh, diese Katze ist sehr süß!“

Sie wollte weinen. „Bitte helfen sie mir, hören sie? Ich bin ein Mensch, ich bin keine Katze!“

Aber die Leute lachten und reagierten nicht. Nach einigen Minuten aber antwortete ein alter Mann: „Nicht so laut, ich werde ja taub!“  (…)

Dort wartete der alte Mann auf sie. “Was mache ich hier?“ fragte Helena.

„Geh jetzt zu deinem Zimmer und sieh nach, was in deinem Koffer ist“, sagte der alte Mann.

Helena ging die Treppe hinauf bis in ihr Zimmer. Der Koffer war offen, sie musste hinaufsteigen, um zu sehen, was sich da drinnen befand…

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Der Schwan 

von Angelika Trzybinska, Polen

„Ein Schwan war besonders schön. Er wirkte sehr stolz, schwamm hin- und her und suchte nach Futter. Ich beschloss, ihm einen Keks zu geben. Er fraß ihn sofort und wollte noch mehr. Aber ich hatte nichts mehr. Er näherte sich mir und verhielt sich dabei so, als ob er mich beißen wolle. Ich begann zu rennen. Im ersten Moment hatte ich wirklich große Angst vor ihm. Ich dachte: Dieser Schwan ist wirklich ein Räuber.

Ein Junge hatte die ganze Situation beobachtet und lief sofort zu mir. Er wollte nachsehen, ob mit mir alles in Ordnung war. Ich antwortete, dass alles OK sei. Er sagte mir, dass Schwäne sich sehr oft so benehmen. Zuerst wollen sie nur ein bisschen Futter, dann wissen sie nicht, wann sie aufhören sollen.

Später führten wir ein interessantes Gespräch. Er wohnte in Tübingen und erzählte mit viel über die Geschichte der Stadt und über Sitten und Bräuche, die hier bekannt sind. Obwohl ich meine Gruppe verpasst hatte, wurde das für mich ein echt toller Tag. “

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Tagebuch aus Tübingen

von  Ingrid Ippach, USA 

Ankunft in Tübingen

Mein erster Tag in Tübingen war sehr anstrengend. Nach einer 18 stündigen Reise kam ich endlich zu Hotel Hospiz an. Als ich mich bei der Rezeption meldete, sagte mir die Empfangsdame, dass die Check-In Zeit erst um 14 Uhr wäre, und dass ich noch vier weitere Stunden warten müsste bevor ich ein Hotel Zimmer bekommen würde. Noch vier Wartestunden!, dachte ich….und dazu in dieser Hitze! Es war bereits 32 Grad Celsius und nirgendwo – weder im Hotel noch im Eiscafe noch in einem Restaurant gab es eine Klimaanlage. Also ging ich sowohl in die Innenstadt als auch durch die kleinen Seitengassen spazieren. Nach einer Stunde setzte ich mich in ein Restaurant, bestellte mir eine Flasche Mineralwasser und fing an, das Mozart Libretto Cosi fan Tutti zu lesen.  (…)

Mein zweiter Tag in Tübingen

Als ich zur kleinen Neckarbrücke kam, knipste ich einige Fotos und sah sogar meine erste braune Schnecke, die dort herumkroch. Endlich kam ich zur römisch-katholischen Kirche. Da hörte ich schon beim Eingang den Gesang, öffnete ich die Tür, ging in die Kirche hinein und dachte: Egal, auch wenn ich Verspätung habe, kann ich noch die zweite Hälfte der Messe hören. So setzte ich mich ganz selbstsicher auf die Kirchenbank und fing an zu beten. Gerade in diesem Moment blickte der Pfarrer die Betenden eindringlich an und begann das letzte Gebet der Messe zu sprechen. Binnen zwei Minuten war die Acht-Uhr-Messe vorbei. (…) Zu meiner Überraschung hielt ein anderer Pfarrer die 11 Uhr Messe. Darüber hinaus wurde diese Messe von einem Herrn Dr. Abdul, einem Theologen aus dem mittleren Osten abgehalten…

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Die Teilnehmer des Workshops waren:

Ingrid Ippach (USA)

Beatriz del Pino (Spanien)

Denis Belyaev (Russland)

Menelaus Maria Fischer (USA)

Timea Töröcsik (Ungarn)

Laura Ebeling (USA)

Dehbia Abouadaou (Algerien)

Teresa Ayala (Spanien)

Tamara Brajovic (Montenegro)

Ibolya Janics (Ungarn)

Zafar Amirqulov (Usbekistan)

Marta Volpiana (Italien)

Angelika Trzybinska (Polen)

Internationale Sommerakademie 2013

P1040791Unter dem Titel „Sommerfrisch Schwerelos Schreiben“ leite ich in diesem Jahr einen Schreibworkshop im Rahmen der internationalen Sommerakademie der Universität Tübingen, die einen Teilbereich der internationalen Sommerkurse bildet. Neben der Literatur sind weitere Themenmodule der Akademie eine Einführung in das deutsche Rechtssystem, Wirtschaft und Gesellschaft, Interkulturelle Kommunikation, Theologie: Interreligiöser Dialog und zeitgenössische Philosophie.

Die Kurse für Studierende aus aller Welt sollen intensives Sprachtraining, das Erwerben von interkultureller Kompetenz und landeskundlichem Wissen und natürlich viel Spaß miteinander verbinden. Mein Workshop richtet sich an fortgeschrittene Deutsch-Lernende ab Niveau B2, die mehr Sicherheit im freien Schreiben bekommen möchten.

Textimpulse und eine Reihe meiner  Fotografien aus Tübingen liefern viele Anregungen für „spannende, romantische und völlig verrückte Geschichten“.  Anschließend werden erste Ideen auf einer gemeinsamen Text-/Bildplattform zusammengeworfen und aufgeschrieben. Wem nicht gleich etwas einfällt, dem helfen die anderen Teilnehmer beim Austausch auf die Sprünge.  Mal erfindet man die Biografie einer auf einem Foto entdeckten Person, mal schreibt man die Szene weiter, die ein anderer mit ein paar Sätzen skizziert hat.  Danach wird es Zeit geben, in Ruhe an der eigenen Story zu arbeiten.

Ich freue mich schon sehr auf die Teilnehmer und ihre Ideen  und Geschichten!

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Wirklichkeit und Fantasie – Trainingscamp kreatives Schreiben

Vorankündigung! Neuer Kurs an der VHS Reutlingen im Herbst 2013.

Beobachten, Notieren, Skizzieren und Weiterspinnen: Zwischen genauem Hinsehen und purer Erfindung gehen wir im Verlauf dieses Kurses auf die Suche nach unserer ganz eigenen Kreativität und den Bildern, Szenen und Geschichten, die es dabei zu entdecken gibt. Innovative, einfach anzuwendende Übungen einiger der besten internationalen Schreibschulen helfen uns dabei.

Kursnummer:

Lt 5003.

Termine:

Donnerstags, ab 7.11.2013, 19.30-21.00 Uhr, 3 Temine

Haus der Volkshochschule, Raum 206

Weitere Infos finden Sie nach Erscheinen des neuen Programms auf der Website der VHS Reutlingen und im gedruckten Programmheft.

a.l., 2009

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