anke laufer

wort – bild – storytelling

Das Text- und Illustrationslabor

Wechselspiele zwischen Text und Bild: Jugendliche und junge Erwachsene, die sich sowohl für das Schreiben, als auch für das Malen und Zeichnen interessieren sind in den Osterferien 2013 wieder dazu eingeladen, im Text- und Illustrationslabor mit uns zu experimentieren. Wir –  das sind Livia Scholz-Breznay, Künstlerin und Anke Laufer, Autorin. Ein breites Angebot konkreter Übungsaufgaben und eine intensive Unterstützung durch beide Kursleiterinnen sind uns besonders wichtig in diesem Kurs, zu dem die Beschäftigung mit Zeichen- und Maltechniken, das Fotografieren und Collagieren etc. ebenso gehören wie das Lektorat von Texten.

Neu ist in diesem Jahr die Einbindung des Kurses in das Vorstudium der DEKART (Design + Kommunikations-Akademie Reutlingen, siehe auch http://www.dekart.de/index.php?id=7 ) Das „Vorstudium Kunst / Gestaltung“ an der Jugendkunstschule Reutlingen und der DEKART dient der Vorbereitung auf ein Studium in künstlerischen und/oder gestalterischen Bereichen, insbesondere an Kunstakademien oder Fachhochschulen, also für die vielfältigen Design-Fächer wie Textil-, Mode-, Produkt-, Transportation-Interior- und Industrie-Design, für (Innen-)Architektur, Bühnenbild sowie für kunstpädagogische, kulturpädagogische und kunsttherapeutische Studiengänge.

Anmeldung jetzt online hier oder per Telefon VHS: 07121 336-0

In diesem Jahr bieten wir daher allen Teilnehmern, die sich mit der Mappenvorbereitung beschäftigen wollen, eine ganz neuartige Zusatzeinheit  an:

Wir widmen uns – angepasst an den Bedarf jedes Teilnehmers – dem Formulieren und der Gestaltung eurer Bewerbungs- und Motivationsschreiben, welche Eure Mappen begleiten. Vielleicht kennt Ihr das Gefühl, dass Ihr schon jede Menge gutes Material für Eure Mappe beisammen habt, Eure schriftliche Selbstdarstellung aber langweilig oder sogar holprig daherkommt? Stellt Ihr Euch die Frage, wie Ihr den Jurys, die über Eure Aufnahme entscheiden, Euren gesunden Ehrgeiz klar macht, Eure tollen Ideen und großen Ziele  –  und das auf möglichst originelle Art und Weise, die sofort ins Auge springt und auf euch aufmerksam macht? Wir finden nicht nur den richtigen Tonfall, sondern auch den richtigen typografischen Rahmen für diese wichtigen Schreiben, in denen Ihr Euch von Eurer besten Seite zeigen solltet. Unser Ziel ist es, Eure schriftliche Bewerbung ebenso einzigartig und kreativ zu machen wie den Inhalt Eurer Mappen. Damit wird Eure Bewerbung zu einer „runden Sache“. –  Bitte meldet Euch frühzeitig an!

Bereits 2011 und 2012 hat uns die Arbeit mit den hochmotivierten Teilnehmern des Text- und Illustrationslabors viel Spaß gemacht. Hier folgt ein Einblick in die vielfältigen  und außergewöhnlichen Ergebnisse des letzten Labors.

Teilnehmer des Kurses 2012 waren – auf dem Foto oben bei der Arbeit mit Livia Scholz-Breznay – von links nach rechts: Hannah Aidam, Mike Eisenlohr, Anna Kontogiorgas und Michael Fetzer. Ich danke den Teilnehmern für die Erlaubnis, das hier gezeigte Bildmaterial für die Dokumentation nutzen zu dürfen.

Wir begannen mit einer einfachen Schreibübung, bei der die Teilnehmer im Wechsel und ganz spontan – Wörter nennen sollten, die anschließend willkürlich zu drei kleinen Wortpaketen geschnürt wurden. Die erste Aufgabe bestand  darin, aus einem selbst gewählten Wortpaket eine kurze Geschichte oder Szene zu schreiben. Dieser in kürzester Zeit entstandene Text bildete anschließend die Grundlage für die zweite Aufgabe: Illustriert euren eigenen Text!

(Bitte zum Vergrößern den jeweiligen Textausschnitt oder das Bild anklicken!)

Anna schrieb folgende Zeilen:

Michael wählte dieselbe Wortgruppe als Grundlage für seine Kürzestgeschichte:

Daraus entwickelte sich aus Vorstudien…

…schließlich die eindrückliche und humorvolle Darstellung eines Alptraums…

Mike und Anna wählten jeweils die Wortgruppe Maus, Makkaroni, Katze, Wald.

Mike schrieb folgenden Text, den er anschließend mit einer Buntstiftzeichnung illustrierte:

Bei Hannah entstand der Text:

„Als eine Makkaroni auf den Boden fiel, schnellte die Maus aus ihrem Loch hervor und nahm sie in ihr Maul. Dann huschte sie in den Wald, der sich hinter dem Mauseloch befand, um die Makkaroni dort zu verspeisen. Da aber wurde sie von der Katze überrascht, die sich an Maus und Makkaroni erfreute.“

…und daraus eine mit Pastellkreide gezeichnete Bildergeschichte: 

Als nächstes gingen wir den umgekehrten Weg:  Aus einem Bild sollte ein Text entstehen.  Anna schrieb, angeregt von einer Fotomontage des Künstlers Scott Mutter, das folgende Gedicht:

Dagegen schlug Hannah von einer Fotoserie über Wüstenfüchse, die sie sich als Ausgangspunkt gewählt hatte, einen großen Bogen vom Anfang einer längeren Erzählung (die sie hoffentlich noch fertig schreiben wird) über eine „Wüsten-Studie“ mit Pastellkreide  zu einer Bleistiftzeichnung, welche ihre Erzählung  illustriert.

Es gab auch Teamarbeit im Kurs. Michael brachte Anna ein von ihm digital erarbeitetes Bild mit…(weitere Bilder von Michael finden Sie unter: http://schmodel.deviantart.com/gallery/

…zu dem Anna anschließend einen Text schrieb:

Weltliteratur, Jugendliteratur und Songtexte waren unser Arbeitsmaterial in der letzten Phase des Kurses.

Mike suchte sich einen Text der britischen Schriftstellerin Antonia S. Byatt aus – „Das Ding im Wald“…

…und traf mit seiner Darstellung des unheimlichen Wesens ins Schwarze:

Sowohl Hannah als auch Anna widmeten sich der Darstellung der Lady Usher aus E. A. Poes: Der Untergang des Hauses Usher.

Anna sah die unglückliche Lady Usher so:

Hannah dagegen so:

Michael beschäftigte sich mit einem Text aus  dem Kinderbuch „Schlimmes Ende“ von Philip Ardagh: 

Daraus entstanden mehrere Skizzen und Illustrationen:

Mike erarbeitete am letzten Tag – und wurde in allerletzter Sekunde damit fertig – eine Illustration zu „Stadtaffe“ von Peter Fox.  Im Refrain des Songs heißt es:

„Alles ist bunt, laut und blinkt, die Stadt voller Affen is laut und stinkt, Smog in den Lungen, bin drauf und grins´. Ich steige auf ein Haus und ihr hört mich singen. Alles ist bunt, laut und blinkt, Stadt voller Affen ist laut und stinkt. Wir feiern ohne Grund, komm rauch und trink. Die Party ist gelungen: Wir sind taub und blind.“

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