anke laufer

wort – bild – storytelling

Singende Horizonte: Ein Schreibzimmer in Wales

Wales Millenium Centre, Cardiff: In These Stones Horizons Sing Foto: A.L., 2012

Wales Millenium Centre, Cardiff: In These Stones Horizons Sing Foto: A.L., 2012

 

Zusage! Rwyf mor – Ich freue mich so  – (man muss dem Online-Übersetzer auch mal vertrauen können😉

Nun geht es im Juni für mich zum Schreiben ins landschaftlich atemberaubende Nordwales, mitten in den Snowdonia National Park, genauer gesagt nach Corris in der Nähe von Machynlleth.

Das Stiwdio Maelor  ist eine vom Arts Council von Wales finanzierte Künstlerkolonie. Bildende Künstler und Autoren aus aller Welt können sich dort für einen Arbeitsaufenthalt von einer bis hin zu acht Wochen bewerben. Es geht dem Projekt darum, den Künstlern Ateliers und Zeit zur Verfügung zu stellen, um ihre Arbeit ungestört voranzutreiben.  Ablenkungen gibt es offiziell keine – kein Internet, kein Fernseher jedenfalls – obwohl die Gesellschaft netter Kollegen, die Neugier auf deren Arbeit und die wunderschöne Umgebung wohl auch als solche gelten können.

Ich bedanke mich bei Veronica Calarco, der Koordinatorin von Stiwdio Maelor, der Auswahljury und dem Arts Council von Wales für die Unterstützung meiner Arbeit.

https://stiwdiomaelor.wordpress.com/

Hafan / Home

Hörgang in München – Lesung am 30/4/16

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In diesem Jahr bin ich eine der lesenden AutorInnen beim Münchener Hörgang:

„… ist eine Entdeckungsreise: über 25 Orte, über 25 Autoren, jeweils um die fünfzehn Minuten. Von der Orgelempore ins Ledigenheim über das Hotelzimmer zum Balkanrestaurant, vom Dönergrill zum Friseur über den Kulturkeller ins Syndikatshaus — alles ist im Textfluss.

Dabei geht es um Geschichten genauso wie um Gastgeber und es geht diesmal ums Westend/Schwanthalerhöh.

Das Westend gilt ja als Fiat 500 unter den Stadtvierteln Münchens. Mit Abstand das kleinste und mit Sicherheit das charmanteste Quartier in unserer Lieblingsstadt. Wer hier durch die versteckten Ecken flaniert, ist der ‘Musenstadt mit Hinterhöfen’ ganz dicht auf den Fersen. Altes Handwerk – mal neu bespielt von Architekten oder Künstlern oder Designern oder Secondhandläden – oder eben alteingesessen in zauberhaften Hinterhöfen, Genossenschaftsensembles, in kleinen netten Straßen. “

„Konkret wird zu jeder vollen Stunde am 30. April ab 20:00 Uhr eine Viertelstunde lang gelesen – an 25 Plätzen gleichzeitig. Dann wechseln alle – Publikum und Leser. Um 23:00 Uhr gibts die letzte Lesung, insgesamt sind es gut 100 Lesungen, danach wird gefeiert, in der Kongresshalle hinter dem Verkehrsmuseum.“ (zitiert von der Hörgang-Homepage – zu der geht es HIER. Dort kann man auch Tickets vorbestellen und sich weiter informieren – über teilnehmende Autoren und die besonderen Veranstaltungsorte.)

Einmal Hawthornden Castle und zurück

K1024_P1100433 (2)Hawthornden Castle liegt ein paar Kilometer südlich von Edinburgh in einem von der Öffentlichkeit abgeschirmten Tal des Flusses Esk. Als „International Retreat for Writers“ beherbergt es in monatlichem Wechsel um die fünf für ein Stipendium ausgewählte Dichter und Schriftsteller, bekannt als die sogenannten „Hawthornden Fellows“.  All das – und viele andere Projekte weltweit – sind der großen Kunstmäzenin Drue Heinz zu verdanken.

Ich habe Schwierigkeiten mit diesem Beitrag. Obwohl ich jeden Arglosen, der den Fehler macht, mich nach meinem Schreibmonat auf Hawthornden Castle zu fragen, mit grenzenloser Begeisterung übersprudle. Schnell habe ich nämlich gemerkt, dass mein atemloses Hin- und Herspringen zwischen Bildern, Gesprächsfetzen und Geschichten nichts vermitteln kann von dem, was dort passiert ist, was wohl jedem Hawthornden Fellow widerfährt.

Meine in diesen Wochen liebgewonnenen Kollegen werden das sicher besser machen als ich: Die beiden Lyriker, Annemarie Ni Churreáin (Irland) und Matt Bryden (Großbritannien) und die Dramatikerin Carolyn Kras (USA). Sie werden ihre Eindrücke und Erfahrungen zu leuchtenden, vielschichtigen Zeilen, Metaphern, Szenen verdichten.

Mir, einer Geschichtenerzählerin, bleibt bloß die eigene Methode. Die Collage, das Sammelsurium. Also dann mal los. Weiterlesen…

Spannend, fantastisch, abenteuerlich, sinnlich: Schreiben Sie jetzt!

Was wünschen Sie sich? Schreiben im Alltag? Schreiben in Abgeschiedenheit? Da gibt es etwas für Sie!

Die zunächst aufgelisteten Kurse bilden mein Angebot an der VHS Reutlingen im Frühjahr und Sommer 2016 – ihnen folgen die Angebote zu Wochenkursen im Kloster Inzigkofen im Herbst 2016

Die Kurse an der VHS Reutlingen sind sofort buchbar, z.B. ONLINE HIER oder unter der Telefonnummer: 07121 336-0

Auch die Kurse in Inzigkofen sind jederzeit buchbar, dazu nutzen Sie gerne die beim jeweiligen Kurs aufgeführten Links zu ONline-Formularen oder Sie buchen telefonisch oder per Mail: 07571/73980     –    info@vhs-i.de

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Ju1900:

Das Text- und Illustrationslabor

in den Faschingsferien

Eine Story schreiben und dazu zeichnen, malen, fotografieren? Oder umgekehrt? Alles durchtesten und vielleicht sogar im Team? Na klar! In diesem Kurs wechseln wir immer wieder zwischen Wort und Bild, setzen typografisch um, was zunächst als Bild gedacht war, bebildern fremde sowie eigene Texte/ Storys und schreiben ganz neue. Egal, ob beim ersten Ausprobieren oder als Studienvorbereitung: Ihr werdet bei Euren eigenen Vorhaben intensiv von beiden Kursleiterinnen unterstützt. Den Fortgeschrittenen bieten wir zur Mappenvorbereitung eine Abstimmung von gestalterischen und schriftlichen Inhalten an (Anschreiben/ Motivationsschreiben), was Eure Bewerbung zu einer „runden Sachen“ macht. Die Ergebnisse werden online dokumentiert.

Eine Material-Liste erhalten Sie nach der Anmeldung.

Kursnummer: Ju1900

5 Vormittage, 08.02.2016, – 12.02.2016,
Montag, 08.02.2016, 09:00 – 12:15 Uhr
Dienstag, 09.02.2016, 09:00 – 12:15 Uhr
Mittwoch, 10.02.2016, 09:00 – 12:15 Uhr
Donnerstag, 11.02.2016, 09:00 – 12:15 Uhr
Freitag, 12.02.2016, 09:00 – 12:15 Uhr

Kursleitung: Dr. Anke Laufer
Livia Scholz-Breznay

Spitalhof, Fachwerkgebäude, Metzgerstraße 40, 72764 Reutlingen, Raum: 101, Malen, 1. OG

Kursgebühr: 135 Euro

Achtung! Den Kurs wird es wegen der großen Nachfrage  im FJ/SS 2016 noch einmal geben und zwar zwischen dem 17. und 20.5.2016 (Pfingstferien B-W)

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a.l., 2013

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Leinen, Leder, Lesebändchen – Impulsorientiertes Schreiben mit dem persönlichen Notizbuch

Sie lieben schöne Notizbücher? Doch Einfälle und interessante Einträge lassen auf sich warten? In diesem Kurs lernen wir anhand von Beispielen aus der Literaturgeschichte und gezielten Schreibimpulsen das Schreiben mit Notizbüchern im Alltag zu verankern, der so intensiver erlebt und gestaltbar wird. Wir entwickeln dabei Schritt für Schritt die für uns geeigneten Textformen und Ausrichtungen und füllen unsere Bücher mit kleinen Kostbarkeiten: Gedankenblitze, Fundstücke, Geschichten – als Kreativjournal oder Kickstart für weitergehende Projekte.

Bitte mitbringen: Notibuch eigener Wahl DIN A5

3 Abende, 04.04.2016 – 18.04.2016

Montag, wöchentlich, 19:00 – 20:30 Uhr

Haus der Volkshochschule, Spendhausstraße 6, 72764 Reutlingen, Raum: 206, 2.OG

58,00 €, max. 10 Teiln., 6 U’Std.

 

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Lt5010

Wunderwelten  – Die wahrhaft fantastische Schreibwerkstatt

Anhand von unterschiedlichen Beispielen aus der literarischen Fantastik begeben wird uns auf die Spur des Absurden, Geheimnisvollen und Märchenhaften. Ausgehend von leicht anwendbaren Übungen schreiben wir Schauergeschichten, Märchen oder fantastische Geschichten und experimentieren zugleich mit neuen Themen und unverbrauchten Figuren. Wie entsteht eine fesselnde Atmosphäre?

Welche Charaktere, Bilder und Symbole haben auch heute noch nichts von ihrer Faszination verloren? Und: Wie stärkt die Reise in selbst erschaffenen Wunderwelten unsere Vorstellungskraft?

Bitte mitbringen: Schreibmaterial, evtl. bereits vorhandene Ideen und Projekte

3 Abende, 07.06.2016 – 21.06.2016

Dienstag, wöchentlich, 19:30 – 21:00 Uhr

Ackerbürgerhaus, Spendhausstraße 5, 72764 Reutlingen, Raum: 102, 1. OG 58,00 €, max. 10 Teiln., 6 U’Std.

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Lt5011 „Glück riecht nach frisch gemähtem Gras“ – Schreiben mit allen Sinnen

Nicht geeignet für Menschen mit Kontakt-/Duftallergien!

In diesem Kurs schreiben wir Szenen und Geschichten, die man nicht nur sehen, sonder auch hören, riechen, schmecken und fühlen kann. Materialien, Klänge und Düfte dienen als Experimentierfelder und Schreibanregungen. Dabei beschäftigen wir uns auch mit der sogenannten Synästhesie, also der Fähigkeit, die Wahrnehmungen der Sinne literarisch zu koppeln – so lassen wir beispielsweise Töne schmecken und Farben duften. Ziel ist es, schwer Beschreibbares für den Leser sinnlich erfahrbar zu machen und ihre Texte lebendig und „hautnah“ wirken zu lassen.

Bitte mitbringen: Schreibmaterial

3 Abende, 07.07.2016 – 21.07.2016

Donnerstag, wöchentlich, 19:30 – 21:00 Uhr

Haus der Volkshochschule, Spendhausstraße 6, 72764 Reutlingen, Raum: 106, 1.OG

58,00 €, max. 10 Teiln., 6 U’Std.

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Ju3300:

No limits! – Freies Schreiben für Jugendliche und junge Erwachsene

In diesem Kurs gehören Laptop und Stift Euch ganz allein. Keine Erörterungen, keine Interpretationen fremder Texte, kein Fehleranstreichen, keine Vorschriften. Hier geht es um Eure Ideen und Eure Vorstellungskraft. Wir schreiben Neues und holen alte Sachen aus der Schublade, um sie aufzupolieren. Dabei bekommt Ihr nicht nur Tipps von einer Autorin, sondern auch noch den Austausch mit anderen Leuten, die das Schreiben genauso interessiert. Dr. Anke Laufer ist Trägerin mehrerer Literaturpreise – mehr findet Ihr unter: ankelaufer.com

Bitte mitbringen: Schreibmaterial, evtl. Laptop, Ideen oder angefangene Texte

3 Termine, 28.07.2016 – 30.07.2016

Donnerstag, 28.07.2016, 15:00 – 18:00 Uhr

Freitag, 29.07.2016, 15:00 – 18:00 Uhr

Samstag, 30.07.2016, 15:00 – 18:00 Uhr

Haus der Volkshochschule, Spendhausstraße 6, 72764 Reutlingen, Raum: 106, 1. OG

95,00 €, max. 10 Teiln., 12 U’Std.

foto: anke laufer, 2009

Schreiben und Gestalten in grandioser landschaftlicher Umgebung:

Wochenkurse im Kloster Inzigkofen

Buchbar mit dem neuen Programm 2016, das im Herbst erscheint.

Abenteuer Schreiben: Von der Wirklichkeit zur Fantasie    Kursnummer: 05120 | Kursbeginn: Mo 19.09.2016 | Kursende: 24.09.2016 | Anmeldung HIER

Wie entstehen gute Geschichten? Wie kommt man (zugleich hellwach und träumend) auf erste Ideen? Wie hält man anschließend das Kopfkino in Gang? Und wie bringt man eine Geschichte am Ende so zu Papier, dass sie den Leser unterhält und fesselt?

Zum Schreiben braucht es die genaue Beobachtung der Wirklichkeit. Zum Schreiben gehört aber auch, sich vom Boden der Tatsachen zu lösen und der Vorstellungskraft freien Lauf zu lassen. Schreiben bedeutet, in die Haut einer erfundenen Figur zu schlüpfen und so zu fühlen, zu denken und zu sprechen wie sie. Schreibend versetzen wir uns nicht nur an jeden beliebigen Sehnsuchtsort, sondern können es uns auch erlauben, fremde Identitäten anzunehmen und die Welt aus vielen verschiedenen Perspektiven zu betrachten.

Diese Schreibwoche will Mut machen zum Experimentieren und Erfinden: Interessante Anekdoten, Bilder, Fundstücke sowie Übungen aus den besten  Schreibschulen der Welt dienen uns als Zündstoff für Geschichten. Ergänzt wird das Programm durch Einführungen in Figurenbildung, den Bau eines Handlungsgerüsts oder das systematische Überarbeiten. Die Texte werden sowohl individuell betreut als auch in der Gruppe besprochen – ganz nach Wunsch der einzelnen Teilnehmer. Jeder soll am Ende des Seminars mit dem fertigen Manuskript einer Kurzgeschichte oder Erzählung nach Hause gehen. Je nach Neigung kann aber auch ein Konzept für einen längeren Text entwickelt werden.

Voraussetzungen: Schreiberfahrung ist von Vorteil, jedoch keine Bedingung. Die Teilnehmer sollten bereit sein, an ihrem Text über eine Woche hinweg kontinuierlich zu arbeiten und sich mit eigenen und fremden Texten kritisch, aber auch fair und freundlich auseinanderzusetzen.

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Eine fantastische Auszeit  – Ein Kurs zwischen Schreiben und Gestalten    

Kursnummer: 08162 | Kursbeginn: Mo 21.11.2016 | Kursende: 26.11.2016  –  Anmeldung HIER

Wunderliches und Fantastisches aus Inzigkofen

Ein Kurs zwischen Schreiben und Gestalten

Hier kommt die Erlaubnis zum Tagträumen! Auf Streifzügen durch die sagenumwobene Landschaft rund um das alte Kloster folgen wir den Spuren des Fantastischen. Die von uns gesichteten Fabelwesen fangen wir ein und tragen sie in die Werkstatt: In Form von Skizzen, Notizen und Fotos. Anschließend – weiterentwickelt und verwandelt unter individueller Anleitung durch beide Dozentinnen – entstehen daraus Bilder, Collagen, Geschichten und Szenen: Unterwegs gezeichnete Rindenstücke werden so zur Panzerung eines Untiers. Im trockenen Herbstlaub flüstern Geisterstimmen des nahen Nonnenfriedhofs. Selbst in der Bruchkante eines Steins – im Foto festgehalten – erscheint plötzlich das Gesicht einer Figur, deren Geschichte sich erzählen lässt.

Es entstehen wahlweise eine oder mehrere fantasievoll bebilderte Geschichten: spannend, unheimlich, versponnen und inspiriert vom Geist des Ortes Inzigkofen.

Ein lebhaftes Wechselspiel zwischen Realität und Fantasie, zwischen Bild und Text, zwischen experimentellen und klassischen Gestaltungs- und Schreibformen – und ein außergewöhnliches Kurserlebnis.

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„Die Irritation“ – Der Film

Nach der Titelstory meines Erzählungsbandes entsteht zur Zeit ein Film. Ich bedanke mich herzlich bei dem jungen Team um Johannes Pfau vom Bayerischen Rundfunk, das mich meine Geschichte mit ganz neuen Augen sehen lässt.

Darsteller sind: Beate Kellmann, Hannah Baus, Fabian Bäcker, Dieter Rupp, Sebastian Dorn, Maske: Tamara Buschendorf, Ton: Fabian Stoffers, Aufnahmeleitung, Transport: Ramona Kisiela, Licht, Bühne, Fotografie: Konstantin Höhne und Lena Eser. Drehbuch, Regie, Kamera, Produktion & Schnitt: Johannes Pfau

Meine Geschichte wurde ans Ufer der Isar verlegt, wo ich an einem kühlen Junitag bei den Dreharbeiten zu Gast sein durfte.

Fotos: © Konstantin Höhne, Elodie Cruz, Anke Laufer

http://www.konstantinhoehne.dehttp://www.konstantinhoehne.de

„An einem Morgen im späten Juni 2010 fiel eine junge Frau von der Fähre Pride of Canterbury in den Ärmelkanal.“

http://www.konstantinhoehne.de

„Die Passagierlisten sind überprüft worden, die Polizei befragt seit zwei Tagen Personal und Mitreisende, die sich im Warteraum drängen. Trotzdem konnten die Personalien der jungen Frau nicht festgestellt werden.“

„Sie stand lange reglos am Geländer und sah zu, wie sich die Konturen der englischen Küste allmählich auflösten, um schließlich ihren Blick auf das Wasser zu senken.“K1024_P1070719„Sie war schön, wirkte jedoch ausgezehrt, als läge eine große Anstrengung hinter ihr. Gleichzeitig flackerte ihr langes, hellblondes Haar im Wind wie ein Leuchtfeuer und zog die Aufmerksamkeit der umstehenden Männer auf sich.“ Weiterlesen…

Der Brief aus Schottland

Vor ein paar Tagen ist der Brief endlich ins Haus geflattert. Nein, keine Mail, ein echter Brief aus dickem, beigen Briefpapier mit Wasserzeichen und dem Konterfei der Queen auf der taubenblauen Briefmarke:  Der Bescheid des Hawthornden International Retreat for Writers. Den Brief endlich aufzumachen war gar nicht so leicht, zu sehr hatte ich mir gewünscht, für eines der Aufenthaltsstipendien 2015 ausgewählt zu werden – und zu sehr fürchtete ich mich davor, enttäuscht zu werden. Doch manchmal werden Stoßgebete erhört. Was ich nicht zu hoffen gewagt hatte, ist eingetroffen. Ich darf mich doch tatsächlich im nächsten Jahr auf einen Monat ungestörter Schreibzeit auf dem malerischen Hawthornden Castle in Midlothian freuen! Bis dahin heißt es nun sich vor-freuen, abwarten und Tee trinken.

Es gibt Zeiten, da ist der Himmel eines Schreiberlings leuchtendblau wie die schottische Flagge…

 

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Vom Blättern in den Nachtseiten der Welt

Mein in Arbeit befindlicher Erzählungsband „Nachtseiten“ erhält das erste Arbeitsstipendium der „Mörderischen Schwestern“

“Where there is no imagination there is no horror.”  (wo es keine Vorstellungskraft gibt, gibt es keinen Horror) sagte einst Arthur Conan Doyle. Erzählungen und Short Stories leben nicht nur vom Erzählten, sondern besonders von dem, was im Dunkeln und Ungewissen bleibt: Durch vom Autor bewusst gesetzte Andeutungen und Auslassungen, die der Leser mit ganz eigenen Bildern und zuweilen seinen schlimmsten Ängsten füllt.

Dass die „Mörderischen Schwestern“ den besonderen Wert der kurzen Form für ihr Genre honorieren zeigt, dass nicht nur ich so denke – und natürlich macht es mich besonders stolz und glücklich, dass mein in Arbeit befindlicher Erzählungsband „Nachtseiten“ die besondere Anerkennung des alle deutschsprachigen Länder umfassenden Netzwerks aus Krimiautorinnen, Bücherfrauen und Leserinnen in Form des erstmalig vergebenen Arbeitsstipendiums der „Mörderischen Schwestern“(*) erhält.

Ich bedanke mich bei der Jury, deren Begründung ich hier zitieren möchte und die ich wohl immer wieder lesen werde, wenn ich einmal mehr in einem Text feststecke und eine kräftige Aufmunterung brauche:

„Das Projekt Nachtseiten vereinigt in einem Band zwölf Kriminalerzählungen, die sich um unheimliche Todesfälle und in vielerlei Hinsicht dunkle Schauplätze drehen. Schlaglichtartig eröffnen sich dem Leser Einblicke in die Nachtseiten unserer Welt. Das klare Konzept des Exposés wird durch die Erzählungen eingelöst. Jede von ihnen ist einem gewichtigen Thema gewidmet und in einem überzeugenden und stimmigen Plot umgesetzt. Die Autorin schildert die Verbrechen eher beiläufig, doch gerade die unaufgeregte Erzählweise erzeugt ihre ganz eigene Spannung und Unheimlichkeit. Jede Story endet in einer Andeutung oder Enthüllung, die die Lesenden die Luft anhalten lässt.

Die ausgereifte Sprache und Symbolik der Texte orientiert sich an Edgar Allan Poe und Oscar Wilde und baut eine ähnlich dunkle Romantik der Atmosphäre auf. Kein Wort ist zu viel, und die sprachliche Leichtigkeit bildet einen Gegensatz zum Inhalt, der die Schwere der erzählten Verbrechen verstärkt. Mit jedem Satz lustwandelt der Text näher an die Extreme menschlicher Existenz heran, bis der letzte Absatz oder Satz schlagartig Gänsehaut hervorruft.

Auch die Figurenpsychologie orientiert sich an der klassischen Schauerromantik, doch gleichzeitig bleibt das Weibliche im Erzählen spürbar.

Auf das Erzähltempo muss man sich einlassen, genau und genüsslich lesen. Die eingereichte Leseprobe ist eine Vorschau des Vergnügens, alle von der Autorin im Exposé skizzierten Geschichten entdecken zu können.

Deshalb erachtet die Jury „Nachtseiten“ als unbedingt förderungswürdig.“

P1040313c(*) Die Vereinigungt entstand als deutscher Zweig des in den USA gegründeten Verbands Sisters in Crime 1996. Der internationale Verband wurde 1986 von Sara Paretsky, Charlotte MacLeod und anderen Autorinnen gegründet, um der Diskriminierung von Frauen im Krimigenre entgegenzuwirken und Verlage und Öffentlichkeit auf den Beitrag von Frauen aufmerksam zu machen. Seit Anfang 2007 ist die formale Trennung vom Verband Sisters in Crime, Inc., vollzogen. Die Mörderischen Schwestern konzentrieren sich inzwischen auf die Vernetzung in den deutschsprachigen Ländern und in einem vielfältigen und vielsprachigen Europa. Zur Seite der Mörderischen Schwestern geht es HIER.

Zur Pressemitteilung geht es HIER

Savoir vivre – Kapriziöse Texte und französische Köstlichkeiten

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Am 22.4. wird es bei Alexandra Pieper im K´ffeehaus in Kirchentellinsfurt eine besondere Lesung mit meiner Kollegin Heidemarie Köhler und mir geben: Ein Hors d’œuvre für Geist und Sinne, ein kleiner Frankreichurlaub noch vor der Hauptsaison. 

„Tierbedarf “ wird im Rahmen der „Bonner Buchmesse Migration“ ausgezeichnet

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Meine Erzählung „Tierbedarf“ gehört in diesem Jahr in der Kategorie Erzählungen und Kurzgeschichten zu den drei Erstplatzierten im Rahmen des  Literaturwettbewerbs der Bonner Buchmesse Migration. Welcher Platz es auch am Ende sein wird (das erfahren die drei Preisträger erst am 21.11.) – dies ist in jedem Fall ein glückliches Ende für meine bereits zwei Jahre alte Geschichte rund um ein Flüchtlingsmädchen, einen alten Papagei und einen Helfer mit zweifelhaftem Charakter.

Manchmal hängt das Herz der Autorin an einer Figur (hier hing es an allen dreien), dennoch war die Geschichte nicht so leicht unterzubringen – vielleicht weil die darin beschworene Grundstimmung vor nicht allzu langer Zeit noch beinahe surreal gewirkt haben mag.  Inzwischen haben die Ereignisse mich, die Story und ganz offenbar auch die Jury des Literaturwettbewerbs eingeholt. Gratulieren möchte ich auch meiner Freundin und Mitstreiterin bei der Autorengruppe LiteRatten, Jutta Schönberg, deren Text ebenfalls nominiert war und in der Auswahlanthologie zu lesen sein wird.

Die Preisverleihung findet am Samstag,  21.11.2015, 15.30 Uhr im Haus der Geschichte in Bonn (Großer Saal) statt.

Der Wettbewerb stand in diesem Jahr unter dem Motto: »GrenzenLos – Vielfalt leben« AutorInnen aus aller Welt waren dazu aufgerufen ihre Texte einzureichen. Erwünscht waren „Auseinandersetzungen mit dem Phänomen der Grenze in all seinen Erscheinungsformen. Denn nicht nur territoriale Grenzen markieren Wirkungsräume, es sind auch die kulturellen und persönlichen Grenzen, auf die wir treffen – Grenzen, die so unterschiedlich wie die Menschen selbst sind.“ (Website der Bonner Buchmesse Migration)

„Self-made-Superman“ in der Endauswahl beim 20. Münchner Kurzgeschichtenwettbewerb

Meine Geschichte „Self-made-Superman“ ist unter den 23 für die Endauswahl vorgesehenen Texten beim Münchner Kurzgeschichtenwettbewerb 2015. Nach Angaben der Veranstalter wurden in diesem Jahr über 1000 Beiträge eingereicht.

Die Jury besteht aus Micha Schachner (Lektorin Droemer-Knaur), Annette Walter (Lektorin Deutsche Verlags-Anstalt), Prof. Kathrin Bleuler (Universität Salzburg), Dr. Uwe Kullnick (Freier Deutscher Autorenverband) und Heike Hauf (freie Lektorin). Die Jury wird bis Anfang November vier der Geschichten für eine Lesung aus, die am 21. November in München stattfindet. Unter: http://www.zuendeln.de/?page_id=1937) kann man sich einen Platz an einem der Tische sichern. Jeder Text wird erst musikalisch (live) eingeführt, dann von Schauspielern gelesen, schließlich von einem Koch in einem Menügang interpretiert. Es wird also vier solcher Gänge geben. Das Publikum wählt zum Schluss den Sieger, der das Preisgeld (1000 Euro) und ein verlängertes Wochenendstipendium in einem von den Veranstaltern noch nicht bekannt gegebenen  Elfenbeinturm gewinnt, sowie (Zitat) „auflagenstark veröffentlicht“ wird. Zusätzlich vergibt der Freie Deutsche Autorenverband Bayern (FDA, www.fda-lv-bayern.de) den Jurypreis (250 Euro). Die Autoren der Siegerrunde werden zur Autorenlesung und zum Lesungsabend nach München eingeladen.

Natürlich gehe ich nicht davon aus, dass ich unter den Preisträgern bin – die Auswahl von 23 aus über tausend Texten verspricht eine überaus harte Konkurrenz und mein Superman ist (das muss ich zugeben) ein durchaus zwiespältiger Charakter, mit dem man sich nicht so recht identifizieren mag. Zudem werden im Verlauf der Geschichte durchaus unappetitliche Dinge erzählt, die mit einem gestrandeten Pottwal und dessen Penis zu tun haben. Hier nur so viel:

„Ist nur so eine Macke von mir. Ich habe noch nie jemanden gerettet. Vor dem Tod oder so. Würde ich gerne, es hat sich nur noch nichts ergeben.“

„Hört sich an, als hätten Sie jede Menge Zeit.“

„Ich hab eine Spendenhotline und eine Mitgliedschaft.“ Er schob eine blaurote Visitenkarte über den Tisch. Fünf Pfund für Superman, las ich, dahinter eine Telefon- und eine Kontonummer.

„Er lebt davon, dass er ein netter Kerl ist“, sagte Fred, während er sich die Hände wusch.

„Neuartiges Geschäftskonzept. Es reicht gerade so, damit ich über die Runden komme. Die Arbeit macht nicht reich, aber dafür zufrieden. Die meiste Zeit, wenigstens.“ Jetzt schwieg er. Endlich.

a.l., 2009

a.l., 2009

Tapas und Texte

Puerta del Sol, Madrid. Foto: Tomás Fano auf Flickr

TAPAS + TEXTE

Dinner-Lesung

(leider bereits ausverkauft!)

Für Tapas und Vino Tinto sorgt Alexandra Pieper in ihrem stimmungsvollen K’ffeehaus. Die Texte von Anke Laufer und Heidemarie Köhler entführen Sie in kleine Hotels und schummrige Tavernen, sie erzählen von Liebe, Tod und Sehnsucht, geheimnisvollen Flamencotänzerinnen und Goyas schwarzen Gemälden in einem Spanien, das Sie so garantiert noch nicht kennen.

K’ffeehaus in Kirchentellinsfurt, Am Plon 2

Freitag, 16. Oktober 2015, 20.00 Uhr

Eintritt € 15.00

Die Lesung wird unterstützt vom Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg

Buchpräsentation: Himmel. Hölle. Heimatkunde.

Buchpräsentation HHH Einladung MAIL_1Im Rahmen der Auswahl des Nordhessischen Autorenpreises erscheint mein Text „Rumors Bildserie“ – Die Buchpräsentation findet am 15.Oktober 2015, um 19.00 Uhr in Kassel statt.

Nachlese: Morde und Mysterien

Vom 13.-18.Juli fand im Kloster Inzigkofen ein besonderes Seminar statt: Eine Woche lang drehte sich zwischen mir und meinen Teilnehmern alles darum, den potentiellen Leser mit rätselhaften und spannenden Geschichten zu fesseln. Ich danke meinen Teilnehmern für eine ebenso amüsante wie nervenzerreißend spannende  Woche, in der wir frei nach Thomas de Quincey  (1785–1859) Morde und Mysterien „als eine schöne Kunst“ betrachteten. Die folgenden Geschichtenschnipsel sollen nun auch den Lesern meines Blogs Appetit machen: auf das eigene Schreiben, auf die Vorstellungswelten anderer und auf die Möglichkeit, sich im Kreis Gleichgesinnter wahrhaft unerhörte Dinge auszudenken!K1024_P1070943

„Labyrinth der Gänge, verschlossene Türen – wo hängen die Schlüssel? Wie kann ein Außenstehender an sie herankommen? Räume, die auf dem Plan fehlen oder auf dem Plan verzeichnet sind, aber in der Realität fehlen. Türen, die scheinbar in ein Zimmer führen, tatsächlich aber einen neuen Gang zu einem angebauten Haus eröffnen.“  Sigrid Kohler

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