anke laufer

wort – bild – storytelling

Tapas und Texte

Puerta del Sol, Madrid. Foto: Tomás Fano auf Flickr

TAPAS + TEXTE

Dinner-Lesung

(leider bereits ausverkauft!)

Für Tapas und Vino Tinto sorgt Alexandra Pieper in ihrem stimmungsvollen K’ffeehaus. Die Texte von Anke Laufer und Heidemarie Köhler entführen Sie in kleine Hotels und schummrige Tavernen, sie erzählen von Liebe, Tod und Sehnsucht, geheimnisvollen Flamencotänzerinnen und Goyas schwarzen Gemälden in einem Spanien, das Sie so garantiert noch nicht kennen.

K’ffeehaus in Kirchentellinsfurt, Am Plon 2

Freitag, 16. Oktober 2015, 20.00 Uhr

Eintritt € 15.00

Die Lesung wird unterstützt vom Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg

Buchpräsentation: Himmel. Hölle. Heimatkunde.

Buchpräsentation HHH Einladung MAIL_1Im Rahmen der Auswahl des Nordhessischen Autorenpreises erscheint mein Text „Rumors Bildserie“ – Die Buchpräsentation findet am 15.Oktober 2015, um 19.00 Uhr in Kassel statt.

Nachlese: Morde und Mysterien

Vom 13.-18.Juli fand im Kloster Inzigkofen ein besonderes Seminar statt: Eine Woche lang drehte sich zwischen mir und meinen Teilnehmern alles darum, den potentiellen Leser mit rätselhaften und spannenden Geschichten zu fesseln. Ich danke meinen Teilnehmern für eine ebenso amüsante wie nervenzerreißend spannende  Woche, in der wir frei nach Thomas de Quincey  (1785–1859) Morde und Mysterien „als eine schöne Kunst“ betrachteten. Die folgenden Geschichtenschnipsel sollen nun auch den Lesern meines Blogs Appetit machen: auf das eigene Schreiben, auf die Vorstellungswelten anderer und auf die Möglichkeit, sich im Kreis Gleichgesinnter wahrhaft unerhörte Dinge auszudenken!K1024_P1070943

„Labyrinth der Gänge, verschlossene Türen – wo hängen die Schlüssel? Wie kann ein Außenstehender an sie herankommen? Räume, die auf dem Plan fehlen oder auf dem Plan verzeichnet sind, aber in der Realität fehlen. Türen, die scheinbar in ein Zimmer führen, tatsächlich aber einen neuen Gang zu einem angebauten Haus eröffnen.“  Sigrid Kohler

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Reisen zwischen Wort und Bild

Vom 22.Juni bis zum 27.Juni fand unter der Leitung von Livia Scholz Breznay und mir im Kloster Inzigkofen wieder das Seminar unter dem Titel „Das Reisetagebuch -Erinnerungen kreativ bewahren“ statt. Die Teilnehmer standen vor der reizvollen Aufgabe, den Aufenthalt in Inzigkofen als ein Experimentierfeld für künftige Reisetagebücher zu nutzen. Wie überraschend dien Ergebnisse waren, sei hier nur angedeutet: Folgende Bilder zeigen einen Querschnitt der im Kurs entstandenen gestalterischen Arbeiten. Auf eine Veröffentlichung der vielfältigen Texte, die in den fünf Tagen entstanden sind – von der Beschreibung einer Pflanze, der Schilderung eines Spaziergangs, über Gedichte bis hin zum Krimi – aber eben auch biografisch-persönliche Eintragungen – wird ausdrücklich verzichtet. Der Leser ist dazu aufgerufen, diese Leerstellen mit der eigenen Vorstellungskraft zu füllen!

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K1024_P1080050K1024_P1080013 Weiterlesen…

„Die Irritation“ – Der Film

Nach der Titelstory meines Erzählungsbandes entsteht zur Zeit ein Film. Ich bedanke mich herzlich bei dem jungen Team um Johannes Pfau vom Bayerischen Rundfunk, das mich meine Geschichte mit ganz neuen Augen sehen lässt.

Darsteller sind: Beate Kellmann, Hannah Baus, Fabian Bäcker, Dieter Rupp, Sebastian Dorn, Maske: Tamara Buschendorf, Ton: Fabian Stoffers, Aufnahmeleitung, Transport: Ramona Kisiela, Licht, Bühne, Fotografie: Konstantin Höhne und Lena Eser. Drehbuch, Regie, Kamera, Produktion & Schnitt: Johannes Pfau

Meine Geschichte wurde ans Ufer der Isar verlegt, wo ich an einem kühlen Junitag bei den Dreharbeiten zu Gast sein durfte.

Fotos: © Konstantin Höhne, Elodie Cruz, Anke Laufer

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„An einem Morgen im späten Juni 2010 fiel eine junge Frau von der Fähre Pride of Canterbury in den Ärmelkanal.“

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„Die Passagierlisten sind überprüft worden, die Polizei befragt seit zwei Tagen Personal und Mitreisende, die sich im Warteraum drängen. Trotzdem konnten die Personalien der jungen Frau nicht festgestellt werden.“

„Sie stand lange reglos am Geländer und sah zu, wie sich die Konturen der englischen Küste allmählich auflösten, um schließlich ihren Blick auf das Wasser zu senken.“K1024_P1070719„Sie war schön, wirkte jedoch ausgezehrt, als läge eine große Anstrengung hinter ihr. Gleichzeitig flackerte ihr langes, hellblondes Haar im Wind wie ein Leuchtfeuer und zog die Aufmerksamkeit der umstehenden Männer auf sich.“ Weiterlesen…

Vom Unterwegssein, von unerträglicher Spannung und fantastischen Auszeiten – Ihr Kopfkino in Inzigkofen

Der Reutlinger Generalanzeiger berichtete unter dem Titel „Gestaltete Erinnerungen“ in seiner Ausgabe vom vergangenen Donnerstag über die Kooperation zwischen der Künstlerin Livia Scholz-Breznay und mir, die ins fünfte gemeinsame Jahr geht. Unser Rezept: Das lebhafte Wechselspiel zweier künstlerischer Schwerpunkte zwischen Schreiben und Gestalten, hier dokumentiert am Beispiel Reisetagebuch:

„Für die Autorin Anke Laufer (Mähringen) und die Künstlerin Livia Scholz-Breznay (Gomaringen) ist das Schreiben von Reisetagebüchern viel mehr als ein protokollarischer Akt. Es ist eine eigene Art der Auseinandersetzung mit dem Erlebten. (…) Was die beiden lehren, ist der Gegenentwurf zur üblichen großen Fotoserie aus dem Urlaub. Es ist der genaue Blick auf das, was am Urlaubstag wirklich wichtig war. Und das kann eine Stimmung ebenso sein wie ein besonderer Blick, ein kleines Detail (…)“

Zum Artikel „Gestaltete Erinnerungen“ von Irmgard Walderich geht es HIER

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Für die folgenden diesjährigen Kurse in Inzigkofen (siehe unten)  sind nur noch sehr wenige Plätze frei. Jetzt anmelden!

Das Reisetagebuch – Erinnerungen kreativ bewahren
ein Kurs zwischen Schreiben und Gestalten

Reisen und Ferientage sind nur scheinbar unvergesslich – zwischen Schnappschüssen geht vieles verloren. Fundstücke, Texte, Fotos und Zeichnungen lassen sich jedoch zu wunderbaren Erinnerungsbüchern verarbeiten. Im Kurs erstellen wir ein Inzigkofen-Tagebuch, das als Experimentierfeld für spätere Reisetagebücher dient – so können alle Textformen und gestalterischen Möglichkeiten ausprobiert werden.

Aus dem Kursprogramm: Große Reiseschriftsteller – wie haben die das gemacht? – offene / private Formen des Reisetagebuchs – Schreibübungen – Notieren und lebendiges Schildern von Beobachtungen, Sinneseindrücken, Stimmungen und Atmosphäre – wie ergänzen sich Text / Fundstücke und Bilder auf ideale Art und Weise?– Zeichnen / Malen für das Tagebuch in und um Inzigkofen – Mut zur Improvisation – Fundstücke zeichnen oder (z.B. als Collage) umgestalten – geeignete Materialien, Techniken – die richtige Vorbereitung für unterwegs – die eigene, sehr persönliche Sicht auf das Erlebte entwickeln – offener Erfahrungsaustausch unter Teilnehmern.

Während des Kurses wird es eine individuelle Betreuung der Teilnehmer durch die beiden Kursleiterinnen geben, bei der die ganz persönlichen Schwerpunkte und Vorlieben Berücksichtigung finden.

Kursnummer: 08087 | Kursbeginn: Mo 22.06.2015 | Kursende: 27.06.2015 | Kursort: Inzigkofen

Zur Anmeldung geht es HIER

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„Kleine Verbrechen unter Freunden“
Werkstatt zum spannenden Schreiben

Hier kommt die Schreibwerkstatt für alle, die sich inmitten alter Klostermauern an einer mysteriös-spannenden Geschichte versuchen wollen. Leicht anwendbare Übungen und vielfältige Anregungen schüren die kriminelle Schreibenergie, praktische Tipps der Dozentin und die Komplizenschaft der anderen Teilnehmer helfen dabei, entstehende  Ideen umzusetzen. Schwerpunkte zu Recherche, Figurenbildung, Erzählperspektive und Spannungsaufbau ergänzen das tägliche Programm. Die Teilnehmer sollen am Ende des Seminars mit dem fertigen Manuskript eines Kurzkrimis oder einer mysteriösen Geschichte nach Hause gehen. Je nach Neigung kann aber auch ein Konzept für einen längeren Text entwickelt werden.

Schreiberfahrung ist von Vorteil, jedoch keine Bedingung. Die Teilnehmer sollten jedoch bereit sein, an ihrem Text über eine Woche hinweg kontinuierlich zu arbeiten und sich mit eigenen und fremden Texten kritisch, aber auch fair und freundlich auseinanderzusetzen.

Ihre Dozentin Dr. Anke Laufer ist u.a. Trägerin des Deutschen Kurzkrimipreises 2009, war für den Glauser-Krimipreis und den Agatha-Christie-Preis nominiert und erhielt 2014 das erste Stipendium der „Mörderischen Schwestern“.

Kursnummer: 05100 | Kursbeginn: Mo 13.07.2015 | Kursende: 18.07.2015 | Kursort: Inzigkofen

Zur Anmeldung geht es HIER

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Sneak Preview:

Hier kommt die Erlaubnis zum Tagträumen! Die alten Klostermauern von Inzigkofen laden Sie im November 2016 dazu ein, sich für eine Weile von der Realität zu verabschieden. Wenn die  Herbstnebel aus dem nahen Felsental steigen und um das alte Kloster wabern, wird sich eine Gruppe von Verschwörern zu einer fantastischen Auszeit zusammenfinden:  Ein lebhaftes Wechselspiel zwischen Realität und Fantasie, zwischen Bild und Text – und ein außergewöhnliches Kurserlebnis.  

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Eine Autorin geht fremd: Als Fotoreporterin bei Gewerkschaftsfrauen

Immer häufiger kann und darf ich mit Bildern arbeiten. Bereits im vergangenen Jahr war ich als Fotografin bei einer Konferenz der verdi-Gewerkschaftsfrauen dabei, diesmal wurde ich ganz offiziell für die Tagung „Lebensphasenorientierte Arbeitszeitgestaltung“ engagiert. Zu den interessanten Vorträgen und einer Galerie mit weiteren Bildern geht es HIER

P1070170 Weiterlesen…

„Spinnweben“ erscheint

Die Anthologie zur Literaturausschreibung des Lionsclub Hamburg-Moorweide ist nach Mitteilung der Veranstalter fertig gestellt. Sie enthält meinen Text „Rumors Bildserie“, die Geschichte eines Abtrünnigen, der Zeuge des Verbrechens an einer Außenseiterin wird. Am Ende muss sich der Protagonist zwischen Geschwisterliebe und Gerechtigkeit entscheiden. Eine schwere Prüfung, wie sich herausstellt, wo er sich doch längst von seiner Familie losgesagt zu haben glaubte. Zur Präsentation der Anthologie, die im Verlag Peter Rathke erscheint, wird es am 27.5.2015 um 19.00 Uhr eine Lesung im Warburghaus, Heilwigstraße 116, 20249 Hamburg, geben. Spinnweben Cover

Frühling der Philosophen

P1070023 (3)Zwei Flieger

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P1070016 (3)Leerstand

P1070006 (2)Bitte auf den Wegen bleiben

P1070020 (3)Lichtturm

P1070026 (2)Abflug

Wechselwirkungen: Das Pendeln zwischen Wort und Bild.

Es ist kein Geheimis. Nichts, was ich für mich als Neuentdeckung beanspruche. Aber  – schon weil der Untertitel meines Blogs nicht zufällig auf den Zusammenhang zwischen Wort, Bild und Storytelling verweist – wird es Zeit, dass ich darüber ein paar Worte verliere und erzähle, wie dieses Pendeln zwischen den Medien bei meiner Arbeit aussieht. Auch im Rahmen meiner Seminare werde ich häufig mit Fragen nach der Entstehung von Ideen und dem kreativen Prozess konfrontiert. Die Frage „Wie macht man das?“ kann ich nicht beantworten – aber möglicherweise hilft das Folgende dem einen oder anderen Leser, durch den Vergleich der ganz eigenen Arbeitsweise auf die Spur zu kommen.

Manche Autoren schreiben nach ihrem eigenen Soundtrack. Für mich stellen fertige Geschichten eine Umsetzung von Bilderfolgen dar. Das heißt, beim Schreiben habe ich zu Beginn eine Art wilde Collage, dann eine Art Storyboard und am Ende einen Film vor Augen. Die Bilder in meinem Kopf habe ich vorher eichhörnchenartig gehortet. Bei Recherchen, vor allem aber unterwegs, hier oder irgendwo auf Reisen. Ich vergrabe sie in Schubladen und Dateien und vergesse sie für eine Weile.K1024_P1060909

Jahrelang habe ich auch reine Text-Notizbücher geführt, doch davon bin ich abgekommen. Meine ersten Notate zu einer Geschichte erscheinen mir rückblickend oft flach, blass und ausgesprochen mager im Vergleich zu einem Kameraschnappschuss oder einer (noch so unzulänglichen) Skizze. Der Ursprung meiner persönlichen Bilderflut ist ein oft bemühtes Klischee: Das Zeichnen und Malen stand in meiner Kindheit und Jugend lange weit über dem Schreiben. Das Fotografieren kam dazu, als mein Vater mir erlaubte, seine Kamera zu benutzen. Heute dagegen sollen Bilder in erster Linie eine Funktion erfüllen, die zunächst einmal nichts mit künstlerischem Anspruch zu tun hat. Sie sollen meine Gedächtsnisstütze sein (mein Erinnerungsvermögen ist nicht besonders), eine Spur, ein Fingerabdruck des Erlebten und Empfundenen. Hinzu kommen Fundstücke. Ein jüngeres Beispiel: Auf einer Wanderung im Dezember 2014 unterhalb der Klippen von Portland, Dorset, fanden meine Tochter Elodie und ich einen zu kleinen Schnipseln zerrissenen Einkaufszettel für ein bevorstehendes Weihnachtsessen. Diese Fetzen, die ich spontan aufsammelte und einsteckte, rufen heute noch zuverlässig eine Empfindung hervor, in welcher der Keim für eine meiner nächsten Storys stecken könnte.

Fundstück: Ein Einkaufszettel. Collage: Elodie Cruz

Fundstück: Ein Einkaufszettel. Collage: Elodie Cruz

Fotos schieße ich häufig aus der Hüfte und mit einer kleinen Kamera. Da ich so entstandene Bilder  – auch von Straßenszenen und Einzelpersonen – nie ohne entsprechende Verfremdung nach außen gebe  (beim Zeichnen geschieht das angesichts meiner begrenzten gestalterischen Fähigkeiten ganz zwangsläufig) halten sich meine Skrupel bei einem solchen Vorgehen in Grenzen.

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Reisetagebücher  stellen in meinem Fall ein Sammelsurium an Materialien dar, ganz im Sinne der sogenannten Scrapbooks. Es ist nützlich, sich dabei  klar zu machen, dass diese Tradition weiter zurückreicht als bis zu jener Bastelwelle, die seit ein paar Jahren aus Nordamerika zu uns herüberschwappt – nämlich bis hin zu den Reisetagebüchern der großen Weltreisenden, Schriftsteller und Künstler. Ich finde, man sollte allen Versuchungen widerstehen, solche Bücher zu rein dekorativen Vorzeigeprojekten mit bunt-beliebigen Bildchen verkommen zu lassen. Die Materialien auf einer Reise zu sammeln und vor Ort (oft unter Zeitdruck) zu verwerten hilft dabei, das Ganze in einem unmittelbaren und improvisierten Stadium zu belassen und Wichtiges von Belanglosem zu unterscheiden.P1060904

Die aus dem Design und Marketing stammenden Moodboards schließlich helfen mir, die Atmosphäre einer Geschichte herauszuarbeiten. Meistens haben Storys für mich schon in einem frühen Entwicklungsstadium eine gewisse „Anmutung“ (visuell, auditiv, olfaktorisch, haptisch), die aber zunächst recht fließend und vage ist. Moodboards helfen, solche Stimmungen aus dem noch unbestimmten Material herauszuschälen und in eine sinnliche und bildhafte Sprache umzusetzen. Auch diese Moodboards folgen nicht in erster Linie ästhetischen Ansprüchen, sondern sind persönliche Arbeitsgrundlagen für das Schreiben und speichern abschließend die lebhafte Erinnerung an den Entstehungsprozess einer Geschichte.

Ausschnitt aus dem Moodboard "Die Auslöschung" zu einer Geschichte, die im 19.Jh. auf den äußeren Hebriden spielt

Ausschnitt aus dem Moodboard „Die Auslöschung“ zu einer Geschichte, die im 19.Jh. auf den äußeren Hebriden spielt

 

 

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