Unschärfe (aus einem aktuellen Manuskript)

Nur manchmal hatte er es nötig, den Leuten Angst zu machen. Angst ist das letzte Mittel. Eine schlechte Wahl. Sie treibt die Leute in die Ecken und macht sie unberechenbar. Also jagte er ihnen Angst ein, ohne ihnen zu drohen. Mit mir tat er das nur ein einziges Mal. Ich wusste es zu schätzen, ja, wirklich, ich schätzte seinen glasklaren Verstand.

„Du weißt, dass du nicht zu den Guten gehörst. Du hast dich dafür entschieden, vor langer Zeit. Aber du könntest eins tun: Die Versuchungen meiden. Du könntest die Auswirkungen mildern.“ Er sah mich nachdenklich an. „Oder dich wegsperren lassen, für immer.“

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„Die Irritation“ zu Gast in der Bücherstube

Am 3.Juli war ich im Rahmen von Dr. Lucy Lachenmaiers  (links) beliebter Reihe „Sommerzeit-Lesezeit“ in der Bücherstube in Schwenningen zu Gast, wo ich unter anderem von Herrn Liebermann (rechts)  herzlich empfangen wurde.

Lucy Lachenmaier hatte, wie es schon Tradition ist, 20 Buchtitel ausgewählt, darunter Bücher für Erwachsene, Jugendliche und Kinder. Nach ihrer eigenen Aussage sucht sie dabei nach dem Anspruchsvollen und Außergewöhnlichen und meidet den „Mainstream“.

Umso größer die Ehre, dass es „Die Irritation“ in ihre diesjährige Leseliste geschafft hat  und ich so die Gelegenheit bekam,  in den gemütlichen Räumen der Schwenninger Bücherstube – der ältesten Buchhandlung in Villingen-Schwenningen – zu lesen und dem Publikum das Buch selbst vorzustellen.

http://www.buecherstube-vs.de/index.htm

Ein Interview im SÜDKURIER

Fatima Majsoub hat mich für den Südkurier  zum Erscheinen meines Buches interviewt. Daraus:

„Haben Sie neue Wege eingeschlagen oder Ihren bisherigen weiter verfolgt?“

„Literarisch löse ich mich immer mehr von der Vorstellung, man könne Erwartungen der Leser oder die Anforderungen des Marktes voraussehen und etwas schreiben, was dem gerecht wird. Ich bin experimentierfreudiger geworden und vertraue darauf, dass der Leser das versteht und dass es ihm dann ebenso viel Spaß macht wie mir. Auch der Druck, unbedingt einen Roman schreiben zu müssen, hat sich für mich relativiert. Ich glaube inzwischen, Kurzgeschichten und Erzählungen werden ein Revival erleben. Sie sind weniger geschwätzig und verdichten Atmosphäre und Handlung auf das Wesentliche – wie ein guter Film das tut. Das ist sehr zeitgemäß.“
Das gesamte Interview finden Sie unter:

Die Irritation – ein Lieblingsbuch des Wiener Büchermagazins Eselsohren

Das Online-Büchermagazin Eselsohren hat „Die Irritation“ unter seine Lieblingsbücher vom Juni 2012 gewählt: http://www.eselsohren.at/2012/07/01/unsere-lieblingsbucher-vom-juni-2/

Aus der Besprechung von Chefredakteur Werner Schuster:

„Lesen ist Abenteuer im Kopf“ lautete einmal ein Slogan, der die Lesekultur ankurbeln sollte. Wenn dieser Slogan auf ein Buch zutrifft, dann auf „Die Irritation“ von Anke Laufer. Bei deren Erzählungen kann man sich nämlich nie sicher sein, wohin die Reise geht. Meistens findet man sich unweigerlich im Ungewissen, Unheimlichen wieder. (…) Bei anderen Erzählungen ist die Sachlage klarer, dennoch wird man vom Fortgang der Handlung überrascht. Warum hat in „Die Irritation“ die nette alte Dame das verliebte Mädchen vom Schiff ins Meer gestoßen? Wie hätte die Frau in „Der Papiervater“ verhindern können, dass ihr die Tochter die Schuld daran gibt, dass der Vater die Familie verlassen hat? (…)  Die Menschen bewegen sich bei Laufer auf sehr dünnem Eis.

Eine Rezensentin auf amazon:

„Solche Geschichten erzählt uns die Autorin und führt uns in Welten, die uns so lange fremd erscheinen, bis wir merken, wie irritierend nah sie neben der gewöhnlichen Alltagswelt liegen.Der brustwarzengepiercte Alleinunterhalter und die nicht nur vom Schlachthausgeruch traumatisierte Adoptivtochter; der Hundertjährige in der Zukunft, der dafür lebt, sich immer neue Ersatzteile implantieren zu lassen und der Klomann, der sich ein Kind leistet, „trotzdem“; die Forscherin aus einer zukünftigen Kinder-Diktatur, die in einem prächtigen Hotel aus vergangener Epoche mit Alter und Vergänglichkeit konfrontiert wird; die Kosmetikerin, die tote Männer, Frauen, Kinder in einem Saal unter dem Fluß schminkt … Sie treten auf unsere innere Bühne, wir sehen sie „am Klippenrand“ oder in einer Zwischenwelt und erkennen sie als Stellvertreter für unser eigenes inneres Theater. Nicht immer läßt die Vergangenheit, die nicht vergangen ist, ein versöhnliches Ende zu, in dem der Himmel „zu leuchten, dann zu brennen beginnt, in tiefem Rosarot“.Fazit: Anke Laufer erfüllt, was in einer ihrer Geschichten über einen verbotenen Autor gesagt wird: „Es ist diese Stimme. Es ist die Art, wie (seine) Worte sich auf der Buchseite in Bewegung setzen und die Sätze beim neuerlichen Lesen in etwas ganz anderes verwandeln.“ (Bonifacia) Die gesamte Rezension finden Sie unter: http://www.amazon.de/product-reviews/3935259301/ref=cm_cr_dp_see_all_btm?ie=UTF8&showViewpoints=1&sortBy=bySubmissionDateDescending

Der Wiedergänger

Als ich ausstieg, erhob sich ein Taubenschwarm von den Dächern der beiden alten Lagerhäuser und schrieb ein luftiges Y in den honigfarbenen Morgenhimmel. Graffiti bedeckten alle erreichbaren Mauerflächen der Backsteinblöcke. In den Fensterhöhlen steckten die Reste eingeschlagener Scheiben wie schiefe Zähne.

Ich zögerte, zwängte mich aber dann doch durch das spaltbreit offenstehende Eingangstor und ging die Auffahrt hinauf. Den Wohnwagen sah ich erst, als es zum Umkehren zu spät war. Der Alleinunterhalter hatte mich gesehen. Er saß rauchend in der offenen Tür, die Füße auf einem Trittschemel.

„Morgen. Kaffee?“

Ich nickte.

„Brötchen dazu?“

Ich schüttelte den Kopf.

Während er drinnen war, sah ich mich um. Das Gelände neben dem Wohnwagen war von rostigen Bahngleisen durchfächert. Zwischen den Schwellen blühte Johanniskraut. Dahinter zitterte die Luft über der leeren, geteerten Fläche, die sich bis zum Rand der Auen erstreckte.

Tauben trippelten hoch über mir die Dachkanten entlang, ruckten mit den Köpfen und gurrten.

„Die warten.“ Er reichte mir eine dampfende Tasse.

„Worauf?“

Er zuckte mit den Schultern.

„Ich weiß nicht, wer das Kommando gibt. Sie fliegen plötzlich los. Wenn du morgens die Tür aufmachst und sie fliegen quer über das Asphaltfeld… Das ist klasse.“

Später nahm er mich in die Lagerhäuser mit und zeigte mir ihre Nester, armselige Haufen von Kot und Unrat auf Simsen, hinter alten Brettern und verschimmelten Kartonagen. Die Tauben flogen ein und aus ohne sich von uns stören zu lassen, haarscharf an den Bruchkanten des Fensterglases vorbei.

Die Küken waren mehr schlecht als recht von gelbem Flaum bedeckt, hatten zu große Schnäbel und schuppige Federstoppeln, die nach und nach durch die Haut brachen. Wenn sie in Erwartung des Futters die Schnäbel aufrissen, konnte man sehen, wie wild entschlossen sie waren, sich nichts entgehen zu lassen.

„Die scheißen alles zu. Außerdem sind sie voller Ungeziefer. Zecken. Federlinge. Milben.“

Ich mochte sie trotzdem.

Aus: Der Wiedergänger. Erzählung. In: Anke Laufer –  Die Irritation. Erscheint demnächst im worthandel : verlag, Dresden

Skorpione, indigoblau

a.l.,2011

Die Augen der Frau haben sich geweitet. Eine Haarsträhne fällt ihr ins Gesicht und sie schiebt sie mit einer brüsken Bewegung hinter ihr rechtes Ohr. Ihre Hand zittert dabei. Man kann eine eingerissene Stelle an ihrem Daumennagel erkennen.

„Also verlegte er unseren Wohnsitz hangaufwärts, in eines der wohlhabenden Außenviertel. Hohe Mauern, Wachpersonal, Hundegebell. Beste Wohnlage, siehst du, sagte er, eine Stange Geld jeden Monat, aber wenn du so zufriedener bist. Er lächelte und sagte: Sogar mit Garten, sieh mal, jetzt hast du einen Garten. Du könntest Blumen pflanzen, es dir richtig nett machen, Nachbarinnen einladen. Ja, sagte ich zu ihm, tatsächlich? Der Garten also. Weißt du eigentlich, dass es dort Skorpione gibt? Aber er, er schüttelte nur den Kopf. Nein, er hielt mich nicht für verrückt, er wollte nur, dass ich aufhörte, Schwierigkeiten zu machen. Tags darauf kam er nach Hause, in aufgeräumter Stimmung. Er hatte sich erkundigt. Liebling, es gibt keine Skorpione in diesem Teil des Landes, sagte er, nachweislich. Und schon gar keine blauen. Und ich sagte: Das ist typisch. Du lügst dir die Welt zurecht. Sie sind da, verstehst du, sie laufen auf der Terrasse herum. Tag für Tag. Wo sind sie, fragte er. Ich sagte: Sie kommen heraus, wenn ich allein bin, es muss ein Nest geben, da draußen, wahrscheinlich verstecken sie sich unter den Bodenplatten. Er glaubte mir nicht, natürlich nicht, warum auch. Also versuchte ich, sie auszusperren. Ich stopfte Tücher in die Belüftungsschlitze, schloss mich im Schlafzimmer ein und ließ die Jalousien herunter, lag auf dem Bett und schrieb. Ich schrieb irgendetwas. Nichts, auf das man hätte stolz sein können. Erst hörte er auf mit mir zu streiten, dann redete er gar nicht mehr mit mir. Er hat sich nicht einmal mehr aufgeregt, als meine Regel ausblieb. Er nahm es hin. Nein, bevor Sie fragen: Ich habe mich auch nicht gefreut.“

Aus: Skorpione, indigoblau. Erzählung.

Erscheint demnächst in: Die Irritation. worthandel : verlag, Dresden.

Bereits vorbestellbar – beim Verlag oder in jeder Buchhandlung, z.B.

http://www.amazon.de/Die-Irritation-Anke-Laufer/dp/3935259301/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1333088496&sr=8-1

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Wie arbeitet die Jury eines renommierten Literaturwettbewerbs? Welche Auswirkungen hat die Themenstellung auf die Qualität der eingereichten Texte? Welche kreativen Prozesse werden angesichts von festen Vorgaben (wie Thema, Umfang des Textes und Umfeld/Charakter eines Literaturpreises) eigentlich bei den Autoren in Gang gesetzt? Und was passiert, wenn es tatsächlich geklappt hat und der ersehnte Preis gewonnen wurde?

Diesen und anderen Fragen werden Hans-Ulrich Grunder und ich während eines Gesprächs nachgehen. Professor Grunder ist Erziehungswissenschaftler und langjähriges Mitglied der Jury  des Würth-Literaturpreises, ich selbst war Preisträgerin 2011.

Der Würth Literaturpreis, 1996 ins Leben gerufen, wird seither am Ende jeder Tübinger Poetik-Dozentur ausgeschrieben. Das Thema stellt der/die jeweilige Poetikdozent/in in der letzten der Tübinger Vorlesungen.

In den letzten Jahren waren unter den Poetik-Dozenten Daniel Kehlmann, Ilija Trojanow, Jonathan Franzen, Susan Sontag und die Nobelpreisträger Herta Müller und Günter Grass.

Zur Teilnahme aufgerufen sind alle Autorinnen und Autoren, die sich literarisch-produktiv mit dem gestellten…

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Stelldichein der Schemen

a.l.,2010

“Wer ist Gruber?” fragt Nelly, als sie am nächsten Tag den Rollstuhl mit der alten Frau  vor sich her in den Wintergarten schiebt. Keine Antwort. Sie stellt den Rollstuhl an Ednas Lieblingsplatz und zieht für sich selbst einen der Korbstühle heran.

“Wer also ist Gruber?” fragt sie noch einmal.

Edna starrt durch sie hindurch. Nelly fragt sich einmal mehr, ob sie ihre Frage nicht verstanden hat oder nicht hören will.

“Da ist ein Dachreiter auf dem Haus”, sagt Edna plötzlich, “Ein Indianer. Er zielt mit Pfeil und Bogen auf das Meer hinaus.”

“Auf dem Dach des Hauses mit dem Namen Laterna Magica?”

Edna nickt. “Mein Bruder nennt ihn Winnetou.”

“Das Haus lag also am Meer?”

“Oh – ja, natürlich!” Edna hat etwas Wesentliches wiedergefunden. “Immer habe ich Sand zwischen den Zehen. Es sind unsere Ferien. Neunzehnhunderteinundzwanzig.”

“Und Gruber?”

Edna schlägt mit der flachen Hand auf die Armlehne des Rollstuhls. “Er lässt mich nicht in Ruhe”, sagt sie. “Er kann einfach keine Ruhe geben. So wie die Zwillinge. Genau wie die Zwillinge.”

“Waren die Zwillinge auch dort, in diesem Haus?”

Edna kneift die Augen zusammen.

“Die Zwillinge sitzen im Speisesaal am Nebentisch. Sie schmatzen. Sie furzen sogar. Ich habe mich beschwert.”

Edna isst jetzt allein zu Mittag, weil sie das so will. Ein Plastiktablett liegt vor ihr auf dem Tisch, darauf unterschiedlich geformte Schälchen. Das Plastikförmchen mit dem Fischfilet ist groß und rechteckig, das mit dem Brokkoli-Möhren-Gemüse klein und rund, das mit dem Reis quadratisch.

“Alles hübsch angerichtet”, bemerkt Nelly, aber Edna wirft dem Tablett einen abschätzigen Blick zu, greift dann nach dem nierenförmigen Puddingschälchen und dem Dessertlöffel. Der Pudding ist rosa und gelb, Erdbeere und Vanille. Edna isst langsam. Ihre Hand zittert. Vanillepudding bleibt ihr im Mundwinkel hängen. Nelly wendet den Blick ab, steht auf und sagt, sie werde sich einen Kaffee holen. Edna antwortet nicht.

Draußen, auf dem Flur, riecht es schwach nach Urin, Pfefferminzpastillen und Allesreiniger. Nelly lässt sich den Weg zum Kaffeeautomaten erklären, verläuft sich aber anschließend doch, weil jeder der Flure wie der andere aussieht. Schließlich findet sie den Automaten in einem dämmrigen Nebenraum, wo auch eine Voliere untergebracht ist. Kanarienvögel fliegen umher, picken Körner auf, wetzen die Schnäbel an den Sitzstangen. Zwei alte  Frauen, einander verblüffend ähnlich, sitzen dicht vor dem Gitter. Ein einzelner Vogel beginnt zu singen.

“Das ist Caruso. Dort oben, auf dem Ast, beim Pickstein.”

“Nein, du irrst dich. Das ist Pavarotti.”

“Unsinn! Ich werde doch unseren Caruso erkennen.”

“Ich sage dir, das ist nicht Caruso. Carusos Gesang ist viel eleganter.”

Die gleichen, dunkelblauen Strickkleider, derselbe Lippenstift, zwei karmesinrote Münder in den schlaffen, weißen Gesichtern. Das also sind sie, die Zwillinge, denkt Nelly.

“Guten Tag, meine Liebe”, sagt eine der beiden.

“Sie sind es also”, sagt die andere. “Die Schriftstellerin.”

Nelly nickt.

“Hat sie es Ihnen schon gesagt?”

“Was denn?”

“Wann Sie an der Reihe sind.”

“An der Reihe?”

“Man sagt, sie weiß, wer von uns als nächstes an der Reihe ist”, sagt eine der beiden.

“Oh, ja, das weiß sie, ganz gewiss”, fügt die andere eifrig hinzu, “Sie kennt sich aus mit den Toten.”a.l., 2009

Aus: Stelldichein der Schemen. Erzählung. Erscheint Ende April 2012 in: Anke Laufer: „Die Irritation“ worthandel : verlag, Dresden. Bereits vorbestellbar!

„Schreiben, einreichen, gewinnen?“ Ein Gespräch zum Würth-Literaturpreis


Wie arbeitet die Jury eines renommierten Literaturwettbewerbs? Welche Auswirkungen hat die Themenstellung auf die Qualität der eingereichten Texte? Welche kreativen Prozesse werden angesichts von festen Vorgaben (wie Thema, Umfang des Textes und Umfeld/Charakter eines Literaturpreises) eigentlich bei den Autoren in Gang gesetzt? Und was passiert, wenn es tatsächlich geklappt hat und der ersehnte Preis gewonnen wurde?

Diesen und anderen Fragen werden Hans-Ulrich Grunder und ich während eines Gesprächs nachgehen. Professor Grunder ist Erziehungswissenschaftler und langjähriges Mitglied der Jury  des Würth-Literaturpreises, ich selbst war Preisträgerin 2011.

Rosa ist das Grau der Optimisten
rosa ist das grau der optimisten

Der Würth Literaturpreis, 1996 ins Leben gerufen, wird seither am Ende jeder Tübinger Poetik-Dozentur ausgeschrieben. Das Thema stellt der/die jeweilige Poetikdozent/in in der letzten der Tübinger Vorlesungen.

In den letzten Jahren waren unter den Poetik-Dozenten Daniel Kehlmann, Ilija Trojanow, Jonathan Franzen, Susan Sontag und die Nobelpreisträger Herta Müller und Günter Grass.

Zur Teilnahme aufgerufen sind alle Autorinnen und Autoren, die sich literarisch-produktiv mit dem gestellten Thema auseinandersetzen wollen. Für die Ausschreibung 2010/2011 wählte die Poetikdozentin Juli Zeh das Thema ‚Rosa ist das Grau der Optimisten.‘ Mein Text „Am Klippenrand“ gewann den ersten Preis,  nachdem ich es mit drei anderen Texten in den letzten Jahren bis in die Anthologie geschafft hatte. War das Glück, Hartnäckigkeit, Fleiß, Gespür?  Auch dazu kann sich das Publikum wohl am Ende des Abends eine Meinung bilden.

An diesem Abend werde ich auch meinen Erzählungsband „Die Irritation“ präsentieren, der unter anderem alle meine vier Würth-Texte enthält.

Austausch-Apero im Anschluss

Termin: Donnerstag, 10.Mai 2012

Eintritt frei

Anmeldung erwünscht

Forum Würth Arlesheim
Würth AG
Corporate Communications
Dornwydenweg 11
CH-4144 Arlesheim
T +41617059118
F +41617059122

forum@wuerth-ag.ch

www.wuerth-ag.ch


			

Das Reisetagebuch – Erinnerungen kreativ bewahren

Der besondere Samstagskurs an der Volkhochschule Reutlingen mitten in der schönsten Reisezeit – zwischen den Oster- und den Pfingstferien!

Wie duftete es auf diesem Markt? Wie war es, das Gefühl, da oben auf dem Berggipfel? Was habe ich geträumt, damals, während dieses Schläfchens am Strand?

Ferientage sind nur scheinbar unvergesslich – zwischen Schnappschüssen geht vieles verloren. Aber  Fundstücke, Texte und Fotos lassen sich zu wunderbaren Erinnerungsbüchern verarbeiten. Welche Gestaltung und Form wir für diese Bücher wählen, bleibt ganz uns überlassen. In diesem Kurs gilt es, die eigene Form dafür zu finden und eine erste Planung in Angriff zu nehmen.

Dabei geht es nicht um das Spektakuläre, sondern darum, die ganz eigene, sehr persönliche Sicht auf das „Besichtigte“, auf Land und Leute zu entwickeln und zu sehen, welche Art des Schreibens sich dafür eignet – ob der witzige Fotokommentar, die rasch dahingeworfenen Zeilen am Caféhaustisch, die schlaglichtartige „2-Minuten-Impression“, oder der an ruhigen Abenden bei einem Glas Wein verfasste ausführliche Text, in dem man all das Erlebte, all die Sinneseindrücke und Begegnungen noch einmal Revue passieren lässt.

Häufig ergibt sich dann ganz von selbst ein Endprodukt: das später immer wieder durchblätterte Familienalbum, das intime und liebevoll gestaltete Buch, der Internet-Blog oder vielleicht sogar der veröffentlichungsreife Reisebericht.

Wir lesen Beispieltexte bekannter Autoren, kombinieren als Einstieg kleine Schreibübungen mit Fantasiereisen und planen Struktur und Gestaltung unserer Bücher.

Bitte mitbringen: Skizzen- /Notiz – /Tagebuch blanko unliniert, ab DIN A5 oder größer  – ganz nach eigenem Geschmack.

Anmeldung bei der Volkshochschule Reutlingen unter  Telefon 07121 336-0 oder per Online_Formular unter:

http://www.vhsrt.de/Fachbereiche/Kunst%2C+Kultur%2C+Kreativit%C3%A4t.html