anke laufer

wort – bild – storytelling

Die Irritation – ein Lieblingsbuch des Wiener Büchermagazins Eselsohren

Das Online-Büchermagazin Eselsohren hat „Die Irritation“ unter seine Lieblingsbücher vom Juni 2012 gewählt: http://www.eselsohren.at/2012/07/01/unsere-lieblingsbucher-vom-juni-2/

Aus der Besprechung von Chefredakteur Werner Schuster:

„Lesen ist Abenteuer im Kopf“ lautete einmal ein Slogan, der die Lesekultur ankurbeln sollte. Wenn dieser Slogan auf ein Buch zutrifft, dann auf „Die Irritation“ von Anke Laufer. Bei deren Erzählungen kann man sich nämlich nie sicher sein, wohin die Reise geht. Meistens findet man sich unweigerlich im Ungewissen, Unheimlichen wieder. (…) Bei anderen Erzählungen ist die Sachlage klarer, dennoch wird man vom Fortgang der Handlung überrascht. Warum hat in „Die Irritation“ die nette alte Dame das verliebte Mädchen vom Schiff ins Meer gestoßen? Wie hätte die Frau in „Der Papiervater“ verhindern können, dass ihr die Tochter die Schuld daran gibt, dass der Vater die Familie verlassen hat? (…)  Die Menschen bewegen sich bei Laufer auf sehr dünnem Eis.

Eine Rezensentin auf amazon:

„Solche Geschichten erzählt uns die Autorin und führt uns in Welten, die uns so lange fremd erscheinen, bis wir merken, wie irritierend nah sie neben der gewöhnlichen Alltagswelt liegen.Der brustwarzengepiercte Alleinunterhalter und die nicht nur vom Schlachthausgeruch traumatisierte Adoptivtochter; der Hundertjährige in der Zukunft, der dafür lebt, sich immer neue Ersatzteile implantieren zu lassen und der Klomann, der sich ein Kind leistet, „trotzdem“; die Forscherin aus einer zukünftigen Kinder-Diktatur, die in einem prächtigen Hotel aus vergangener Epoche mit Alter und Vergänglichkeit konfrontiert wird; die Kosmetikerin, die tote Männer, Frauen, Kinder in einem Saal unter dem Fluß schminkt … Sie treten auf unsere innere Bühne, wir sehen sie „am Klippenrand“ oder in einer Zwischenwelt und erkennen sie als Stellvertreter für unser eigenes inneres Theater. Nicht immer läßt die Vergangenheit, die nicht vergangen ist, ein versöhnliches Ende zu, in dem der Himmel „zu leuchten, dann zu brennen beginnt, in tiefem Rosarot“.Fazit: Anke Laufer erfüllt, was in einer ihrer Geschichten über einen verbotenen Autor gesagt wird: „Es ist diese Stimme. Es ist die Art, wie (seine) Worte sich auf der Buchseite in Bewegung setzen und die Sätze beim neuerlichen Lesen in etwas ganz anderes verwandeln.“ (Bonifacia) Die gesamte Rezension finden Sie unter: http://www.amazon.de/product-reviews/3935259301/ref=cm_cr_dp_see_all_btm?ie=UTF8&showViewpoints=1&sortBy=bySubmissionDateDescending

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