anke laufer

wort – bild – storytelling

Archiv für die Kategorie “Aktuelles”

Vom Fußball und Hollywood

Heute ist es so weit: Es wird sich erweisen, ob es für unsere Nationalmannschaft ein Happy End oder doch eine dramatische Wendung geben wird, die sich der Autor bis ganz zuletzt aufgehoben hat. Wäre der Fußballgott ein Schriftsteller und ich eine Literaturkritikerin so müsste ich angesichts dieser Weltmeisterschaft in Lobeshymnen ausbrechen, denn sie hat uns alles geboten, was eine gut erzählte Geschichte ausmacht. Schon vor Beginn das Aufbegehren der durch das Spektaktel Benachteiligten, der Sturz einstiger Helden zum Auftakt, dann große Gesten und flatternde Banner, sowohl gerechte als auch ruchlose Szenen auf dem Schlachtfeld, ehrliche Tränen und falsche Töne, Verbannung und Verletzungen, Jubel und  Ekstase.

Und nun also der große Showdown.  Zur Hölle mit der Tatsache, dass eine letzte Wendung für die Geschichte besser wäre. Zur Hölle mit dem Anspruch. Ich will Hollywood. Ich will mein Happy End.

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Vom Blättern in den Nachtseiten der Welt

Mein in Arbeit befindlicher Erzählungsband „Nachtseiten“ erhält das erste Arbeitsstipendium der „Mörderischen Schwestern“

“Where there is no imagination there is no horror.”  (wo es keine Vorstellungskraft gibt, gibt es keinen Horror) sagte einst Arthur Conan Doyle. Erzählungen und Short Stories leben nicht nur vom Erzählten, sondern besonders von dem, was im Dunkeln und Ungewissen bleibt: Durch vom Autor bewusst gesetzte Andeutungen und Auslassungen, die der Leser mit ganz eigenen Bildern und zuweilen seinen schlimmsten Ängsten füllt.

Dass die „Mörderischen Schwestern“ den besonderen Wert der kurzen Form für ihr Genre honorieren zeigt, dass nicht nur ich so denke – und natürlich macht es mich besonders stolz und glücklich, dass mein in Arbeit befindlicher Erzählungsband „Nachtseiten“ die besondere Anerkennung des alle deutschsprachigen Länder umfassenden Netzwerks aus Krimiautorinnen, Bücherfrauen und Leserinnen in Form des erstmalig vergebenen Arbeitsstipendiums der „Mörderischen Schwestern“(*) erhält.

Ich bedanke mich bei der Jury, deren Begründung ich hier zitieren möchte und die ich wohl immer wieder lesen werde, wenn ich einmal mehr in einem Text feststecke und eine kräftige Aufmunterung brauche:

„Das Projekt Nachtseiten vereinigt in einem Band zwölf Kriminalerzählungen, die sich um unheimliche Todesfälle und in vielerlei Hinsicht dunkle Schauplätze drehen. Schlaglichtartig eröffnen sich dem Leser Einblicke in die Nachtseiten unserer Welt. Das klare Konzept des Exposés wird durch die Erzählungen eingelöst. Jede von ihnen ist einem gewichtigen Thema gewidmet und in einem überzeugenden und stimmigen Plot umgesetzt. Die Autorin schildert die Verbrechen eher beiläufig, doch gerade die unaufgeregte Erzählweise erzeugt ihre ganz eigene Spannung und Unheimlichkeit. Jede Story endet in einer Andeutung oder Enthüllung, die die Lesenden die Luft anhalten lässt.

Die ausgereifte Sprache und Symbolik der Texte orientiert sich an Edgar Allan Poe und Oscar Wilde und baut eine ähnlich dunkle Romantik der Atmosphäre auf. Kein Wort ist zu viel, und die sprachliche Leichtigkeit bildet einen Gegensatz zum Inhalt, der die Schwere der erzählten Verbrechen verstärkt. Mit jedem Satz lustwandelt der Text näher an die Extreme menschlicher Existenz heran, bis der letzte Absatz oder Satz schlagartig Gänsehaut hervorruft.

Auch die Figurenpsychologie orientiert sich an der klassischen Schauerromantik, doch gleichzeitig bleibt das Weibliche im Erzählen spürbar.

Auf das Erzähltempo muss man sich einlassen, genau und genüsslich lesen. Die eingereichte Leseprobe ist eine Vorschau des Vergnügens, alle von der Autorin im Exposé skizzierten Geschichten entdecken zu können.

Deshalb erachtet die Jury „Nachtseiten“ als unbedingt förderungswürdig.“

P1040313c(*) Die Vereinigungt entstand als deutscher Zweig des in den USA gegründeten Verbands Sisters in Crime 1996. Der internationale Verband wurde 1986 von Sara Paretsky, Charlotte MacLeod und anderen Autorinnen gegründet, um der Diskriminierung von Frauen im Krimigenre entgegenzuwirken und Verlage und Öffentlichkeit auf den Beitrag von Frauen aufmerksam zu machen. Seit Anfang 2007 ist die formale Trennung vom Verband Sisters in Crime, Inc., vollzogen. Die Mörderischen Schwestern konzentrieren sich inzwischen auf die Vernetzung in den deutschsprachigen Ländern und in einem vielfältigen und vielsprachigen Europa. Zur Seite der Mörderischen Schwestern geht es HIER.

Zur Pressemitteilung geht es HIER

Heute! LiteRatten und Barazi & Her Boys – Kulturnacht Tübingen

24.5.2014: Liebe Blogfreunde und Kulturnachtbegeisterte, P1040535-1

gestern war unser letzter Probeabend für unseren Kulturnachtauftritt. Jetzt geht es endlich los und wir freuen uns, alle Liebhaber guter Jazzmusik und brandneuer Texte zu uns einladen zu dürfen.

Zeit: Musikalische Lesung 1 beginnt um 20 Uhr

die zweite Runde schließt sich um 21.00 Uhr an

Zur Beachtung: Die Texte in Lesung 1 und 2 wiederholen sich, die Musik wird variiert.

Ort: Gemeindezentrum St. Johannes Tübingen
Bachgasse 5
72072 Tübingen

Der Veranstaltungsraum  ist barrierefrei.

Unser Proberaum war das eher nicht, wie man hier sehen kann (Foto  1 und 6: Raphaela Weber)

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Ratten bei Nacht

Die LiteRatten sind bei der diesjährigen Tübinger Kulturnacht mit einer Doppellesung vertreten. Begleitet werden sie musikalisch von Barazi & Her Boys. Ort: Gemeindezentrum St.Johannes, Tübingen, Bachgasse 5, 72072 Tübingen

Zeiten: Lesung 1: 20-21.00 Uhr,  Lesung 2: 21.00 Uhr bis 22.00 Uhr.

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In der Nacht sind alle Katzen grau, alle Seelen schwarz, alle Münder rot wie die Sünde

nachtaktiv

sind auch die LiteRatten. Verstiegen, ruchlos und begehrlich geht es
in den Texten der Tübinger Autorengruppe zu. Umspielt wird sie von
Bebop bis Bossa von Barazi & Her Boys

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Lesung in der Bücherscheune Aichtal

P1040622Lesung mit Anke Laufer und Jochen Weeber

Im Februar freue ich mich auf die gemeinsame Lesung mit Jochen Weeber in der Bücherscheune in Aichtal.
Die Bücherscheune gibt es seit Ende 2012 und hat sich seither unter der Leitung von Julia Klingel und ihrem Team zu einem kulturellen Highlight der Region entwickelt.  Ein frisches Konzept, das eine gemütliche Buchhandlung  mit ungewöhnlichem Sortiment mit einem großen Raum für kulturelle Veranstaltungen und einem Café verbindet, in dem noch Handgemachtes angeboten wird  (Tipp: selbst gebackene Brötchen und hervorragender Kuchen!)  – einen besseren Ort hätten Jochen Weeber und ich uns für eine Lesung nicht wünschen können. Wir danken dem Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg für die Unterstützung dieser Veranstaltung.
Termin:
Donnerstag, 20. Februar 201419:30 Uhr (Einlass 19:00 Uhr) im Tanzsaal über der Bücherscheune, Eintritt 5,00 Euro (Vorverkauf 4,50 Euro ab sofort).Spannende, bitterböse und humorvolle Kurzgeschichten, die Lust machen,  auf Lesen und Zuhören. Jede Geschichte eine eigene Welt. Lassen Sie sich entführen!

Zur Website der Bücherscheune geht es hier

Die Bücherscheune Aichtal
Inhaberin: Julia Klingel
Neckartailfinger Str. 1

72631 Aichtal

Tel.: 07127-9775677

Fax: 07127-9775678
E-Mail: info@buecherscheune-aichtal.de

„Unaussprechlich“ in der Vorauswahl für den Agatha-Christie-Preis

„Unaussprechlich“ – meine Erzählung über einen Mann, der ein geheimnisvolles Doppelleben führt,  wurde laut Mitteilung aus dem S.Fischer Verlag für den Agatha-Christie-Preis 2014 nominiert.  Ich freue mich sehr und bedanke mich bei der Jury und den Veranstaltern.

„Nur durch eine halboffene Tür, welche zu den rückwärtigen Zimmern führte, fiel Licht in einen großen Raum, dessen Wände bedeckt waren mit einer umfangreichen Gemäldesammlung. Die Bilder stellten allesamt menschliche Gesichter dar – Männer, Frauen, Kinder – deren Blicke das Zwielicht durchdrangen und sich allein auf mich, den Eindringling, zu heften schienen. Eine Frau hatte es sich dort auf einem Sofa bequem gemacht, die schlanken, sehr schönen Beine seitlich untergeschlagen. Ihr glattes, kurzgeschnittenes Haar schimmerte silberblond, sie hielt den Kopf zur Seite geneigt, als würde sie auf etwas lauschen, auf eine Melodie vielleicht, oder auf die Stimme von jemandem, der aus einem der hinteren  Zimmer nach ihr rief – ich hätte es nicht sagen können.“

In Greenway, Agatha Christies Haus bei Torquay, England. Foto: A.L., 2012

In Greenway, Agatha Christies Haus bei Torquay, England. Foto: A.L., 2012

Der Agatha-Christie-Preis wird 2014 wieder gemeinsam vom Krimifestival München, der Buchhandlung Hugendubel, dem FISCHER Taschenbuch Verlag und (erstmals) dem Magazin ›Für Sie‹ vergeben. Dieses Jahr gab es über 600 Einsendungen zum Motto »Heute hier, morgen Mord«. Die Jury – bestehend aus Jörg Maurer, Nina Hugendubel, Sabine Thomas, Susanne Walsleben und Cordelia Borchardt  – hat aus diesen Einsendungen die 25 besten ausgewählt, die sowohl in einer Anthologie des FISCHER Taschenbuch Verlages als auch in digitaler Form veröffentlicht werden. Natürlich sind die Chancen auf einen Preis immer noch recht überschaubar – schließlich stehen weitere 24 Geschichten begabter und renommierter Kollegen auf der Liste – aber hoffen darf man ja bis zuletzt 😉 :
Die drei Preisträger des Agatha-Christie-Krimipreises 2014 werden am 24. März während des Krimifestivals München auf der Preisverleihung in der Juristischen Bibliothek München bekanntgegeben.

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Agatha Christie – Familienbilder Foto: A.L.

NaNoWriMo und die Zukunft des Geschichtenerzählens

In diesem Monat habe ich mich wieder auf das Abenteuer NaNoWriMo eingelassen. Das heißt, dass ich diesen Beitrag überhaupt nicht schreiben dürfte, denn ein inzwischen zur Hälfte fertiggestelltes Rohmanuskript wartet auf tägliche 1667 Wörter. Man verzeihe mir deshalb, wenn auch der vorliegende Blogbeitrag einer Art Rohmanuskript entspricht, für Überarbeitungen war leider keine Zeit. Was ist Nanowrimo eigentlich?

Überall auf der Welt verpflichten sich Abertausende von Teilnehmern (diesmal rund 300 000)  beim National Novel Writing Month innerhalb eines Monats ein komplettes Romanmanuskript zu schreiben. Ziel sind 50 000 Wörter, was in etwa 200 Normseiten entspricht.Get off Facebook

Man müsste weit ausholen, um den Zauber dieses Schreibgroßereignisses zu beschreiben. Er liegt in der Hauptsache darin, beim Schreiben (wenn auch nur für einen Monat) kein Einzelkämpfer mehr zu sein, und ja: Im Ansporn der Zahlen und Statistiken. Das Schreiben auf „Teufel-komm-raus“ überlistet des inneren Zensor, der alles für unzulänglich befindet, was in einer ersten Version entsteht. Insofern ähnelt Nanowrimo einem großen Lagerfeuer, an dem viele sitzen und ihre  Geschichten erzählen. Es gibt kein Abbrechen und Zurückblicken, bevor nicht alles erzählt ist. Schon allein deshalb lohnt sich die Sache, für Schreibende, die einen ersten Versuch wagen, aber ebenso für erfahrene Autoren, die zum endlosen Überarbeiten und zum Perfektionismus neigen. Sicher eignet sich das Konzept nicht für jeden – aber es ist auch dann einen Versuch wert, wenn man es auf den ersten Blick für blödsinnig hält: Der eigentliche Sog des Nanowrimo entwickelt sich erst beim Mitmachen. Wieviel Spaß und Anregung das bringen kann, zeigen für mich auch die lokalen Zwischentreffen der Nano-Besessenen wie das am 10.11.2013 (siehe Bild)

Ach ja, und in diesem Jahr gibt es eine ideale Ergänzung für alle, die tiefer in die Welt des Geschichtenerzählens einsteigen wollen. Die Fachhochschule Potsdam bietet im Rahmen der Iversity einen Kurs, der unter dem Titel  „The future of Storytelling“ über neueste und zukünftige Entwicklungen des Geschichtenerzählens in verschiedenen Mediensparten informiert. Der Kurs läuft noch bis zum 20.Dezember 2013, setzt allerdings gute Englischkenntnisse voraus.

Aber jetzt muss ich euch leider verlassen. 1667 Wörter warten noch darauf, heute geschrieben zu werden.

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Nanowrimo – lokales Zwischentreffen am 10.11.2013

Nachtrag:

29.11.2013 -Es ist geschafft. Nach neunundzwanzig Tagen sind 50 000 Wörter geschrieben. Ein wenig erschöpft, doch zufrieden, arbeite ich derzeit noch an den letzten beiden Szenen, die mein NaNoWriMo – Projekt in diesem Jahr beschließen und die wie ein Fähnchen über das Soll hinausflattern. Tatsächlich ist es mir gelungen, den vollständigen Plot in einer Grobversion herunterzuschreiben mit der ich anschließend gut werde weiterarbeiten können – denn auf den ersten Blick enthält sie keine gravierenden logischen Widersprüche, überflüssige Wiederholungen und allzu peinlich schlechte Szenen. Das ist schon eine ganze Menge, sage ich mir, viel mehr als man eigentlich erwarten kann. Daher gibt es zur Belohnung nicht nur einen frisch aufgebrühten Kaffee, sondern auch noch einen Lebkuchen mit Schokoladenguss.

Das Manuskript wird nun erst einmal  zugunsten der Feinarbeit an einem  anderen zurückgestellt und darf gut durchziehen, bevor ich mich im Frühjahr an eine erste Überarbeitung wage.

Seminare zum Schreiben und Gestalten 2014/15

HIER die kommenden KURSE 2014 – Rückfragen beantworte ich gerne.

Endlich schreiben! – Der Mutmacher-Kurs (leider bereits ausgebucht – Tipp: auf den Aufbau-Kurs ausweichen! Bei Nachfragen wenden Sie sich an mich unter: ankelaufer@hotmail.com) 

Oft sind es Selbstzweifel, die uns daran hindern, kreativ zu werden. Im „geschützten Raum“ dieses Kurses wird unverkrampft ausprobiert, geschrieben und von ersten Erfahrungen berichtet. Schreibanregungen helfen bei der Ideenfindung, Übungen wirken gegen Schreibblockaden. Ziel ist, das regelmäßige Schreiben auch langfristig als kreativen Zufluchtsort im Alltag nutzen zu können.

VHS Reutlingen, Donnerstags, ab 20.3.2014, 19.30-21.00 Uhr, 3 mal

Endlich schreiben!  – Der Aufbau-Kurs (noch wenige Plätze frei)

Sie haben erste Schreiberfahrungen und möchten mehr daraus machen? Hier wird das kreative Schreiben auf solide Beine gestellt. Die gegenseitige Unterstützung ermutigt zum Durchhalten und Experimentieren mit neuen Themen und Genres. Der Kurs führt zudem an grundlegende handwerkliche Kenntnisse heran. Voraussetzung: Bereitschaft, sich mit eigenen und fremden Texten konstruktiv auseinanderzusetzen.

VHS Reutlingen, Donnerstags, ab 8.5.2014, 19.30-21.00 Uhr, 3 mal

Endlich schreiben! – Von der Schublade zur Veröffentlichung (leider bereits ausgebucht – bitte Warteliste nutzen)

Angesichts eines zunehmend unübersichtlichen Literaturbetriebs stellen sich viele Fragen: Wie „gut“ müssen Texte sein, mit denen ich an die Öffentlichkeit gehe, wer beurteilt das und wie? „Verlag sucht Autoren“ – was steckt dahinter? Books on Demand, Self-publishing & Co – unendliche Möglichkeiten? Welche seriösen Veröffentlichungsmöglichkeiten gibt es? Welches sind die aktuell interessantesten Autorenplattformen, Dienstleister und Projekte?

VHS Reutlingen, Donnerstags, ab 3.7.2014, 19.30-21.00 Uhr, 2 mal

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Das Text und Illustrationslabor,  ein Kurs zwischen Text und Bild, der sich besonders an Jugendliche und junge Erwachsene richtet (Mappenvorbereitung), findet in Zusammenarbeit mit der Jugendkunstschule und der DEKART wieder vom 3.-7-März sowie vom 27.-31.10.2014 statt.

Anmeldungen können ab Erscheinen des neuen Programms der VHS Reutlingen erfolgen. Rückblicke auf vergangene Kurse sowie Bilder finden sich hier  (2012) und hier (2013)

Wie das Text- und Illustrationslabor, so ist auch das Konzept des folgenden Kurses das Ergebnis meiner Zusammenarbeit mit der Künstlerin Livia Scholz-Breznay: Im Volkshochschulheim Inzighofen findet vom 16.6.-21.6.2014 unser innovatives Wochenseminar

Das Reisetagebuch – Erinnerungen kreativ bewahren. Ein Kurs zwischen Schreiben und Gestalten (Wochenseminar, leider bereits ausgebucht!)

statt. Weitere Informationen zum Kurs und zur Anmeldung finden Sie auf der Website des Volkshochschulheims Inzighofen  

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Vorankündigungen für die neuen Herbst/Winterkurse 2014/15:

Die Montagsschreiber/Die Mittwochsschreiber – Schreiboasen an der VHS Reutlingen

Zeit und Raum zum regelmäßigen Schreiben: Viele wünschen sich so einen kreativen Zufluchtsort. Mit diesen Kursen schaffen wir uns einen festen Ort und die Muße für unsere eigenen Gedanken und Geschichten. Wer sich wünscht, Schreibprojekte zu entwickeln und unter Anleitung voran zu treiben ist hier genau richtig. Die Besprechung der Texte erfolgt auf Wunsch zusätzlich per Mail.

Seminare mit jeweils fünf Terminen ab dem 22.9.2014 bzw. 5.11.2014

Spannend Schreiben – eine Werkstatt nicht nur für Krimibegeisterte

Endlich wieder da! Die Schreibwerkstatt für alle, die sich an einer mysteriös-spannenden Geschichte versuchen wollen. Leicht anwendbare Übungen schüren unsere Schreibenergie, praktische Tipps der Dozentin und die Komplizenschaft der Teilnehmer helfen dabei, die eigenen Ideen umzusetzen.

3 Termine ab dem 15.1.2015

 

 

Die „Strandköniginnen“ in: entwürfe – Zeitschrift für Literatur

Besonders über meine Post gefreut habe ich mich vor ein paar Tagen, als mein Belegexemplar der aktuellen Ausgabe von entwürfe, der renommierten Literaturzeitschrift mit Sitz in Zürich, bei mir eintraf.  Meine Story „Strandköniginnen“ wurde für das aktuelle Themenheft ausgewählt –  ich bedanke mich dafür noch einmal bei der Redaktion. Damit gibt es die Zwillingsschwestern mit dem finsteren Geheimnis nach kurzer Zeit bereits in einer zweiten Veröffentlichung. Die erste ist zu finden in „Die Letzte macht das Licht aus“ im ViaTerra Verlag (Mai 2013) P1010280(1)

Fluchtanreiz

Aus: Tierbedarf (unveröffentlicht)

Im Auffanglager machte Jojo Späße darüber, wie kurz geraten sie für ihr Alter war und Amrita zwinkerte ihr zu und sagte: „Dich kann man in die Hosentasche stecken und hat immer noch Platz für Lippenstift und Klappmesser.“ Aber die Futterkammer wäre selbst für einen Zwerg zu klein. Die Matratze ragt aus der Türöffnung und auch ihre Beine, wenn sie die ganz ausstreckt. Dennoch schläft sie lieber hier als in dem fensterlosen Raum, den der Mann sein Büro nennt. In der ersten Zeit nur deshalb, weil sie sich in der engen Kammer sicherer fühlte. Der Mann ist dick, also rechnete sie sich aus, dass es schwer für ihn wäre, drinnen an sie heran zu kommen, für den Fall, dass er einen Versuch machen würde. Jetzt ist sie einfach froh, den winzigen Raum für sich allein zu haben, wo sie in einer Holzkiste ein paar Sachen versteckt hält: Den Schlüssel, zu dem es kein Haus mehr gibt, Amritas blauen Kamm, dem fünf Zinken fehlen und den Turnschuh, der ihrem Bruder gehört hat und der ein paar Meter neben dem Boot angespült wurde. Nichts sonst, bloß der Schuh.

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