Die Zukunft des Schreibens III – Neue Horizonte

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Reales und Virtuelles

Alles wird sich verändern: Die Art, wie Bücher geschrieben werden, die äußere Form, die sie dabei annehmen, wie man sie entdeckt und über sie verhandelt, wie man sie vermarktet und verkauft und wie sie gelesen werden. Ja, schon, sagt man sich da als Autor, aber was heißt das nun für mich und meine Arbeit?

Am zweiten  Tag meines Besuchs bei der London Book Fair verirrte ich mich auf der Suche nach einem der Seminarräume in die oberen Gefilde des Earls Court Exhibition Centre. So kam es, dass ich ganz unbeabsichtigt in das weitläufige Labyrinth aus Tischen und Rollschränken vordrang,  welches sich dort ausbreitet: Das International Rights Centre, geprägt von einer Atmosphäre geheimnisumwitterter, gedämpfter Geschäftigkeit, erfüllt von einem Geruchsgemisch aus Kaffee, edlem Aftershave und einer leichten Chemienote, die wohl dem frisch verlegten, hellgrauen Teppichboden entströmte. Hier ist es also, sagte ich mir, wo die großen Autorennamen und die Bestseller von heute und morgen gehandelt werden.
P1040238 P1040240Eine gewisse Ehrfurcht vor dieser Institution, die ich bisher nur vom Hörensagen kannte, kroch mir, wie ich zugeben muss, das Rückrat hinauf – wie gerne hätte ich da gelauscht am einen oder anderen Tisch, vielleicht unerwartet mitgemischt, dabei einem wichtigen Agenten oder internationalen Großverlag ein, zwei allgemein unterschätzte Lieblingsautoren ans Herz gelegt… Weiterlesen „Die Zukunft des Schreibens III – Neue Horizonte“

„Die Irritation“ in Brüssel

foto © Börsenverein, Landesverband Baden-Württemberg


8. Mai bis 9. Juni 2013
Die Vertretung des Landes Baden-Württemberg in Brüssel wird einmal jährlich zur Anlaufstelle für Literaturfreunde. In der Galerie der Landesvertretung werden Bücher aus Deutschland präsentiert, darunter die Ausstellung „Autoren aus Baden-Württemberg und ihre Bücher“.

Mit dabei ist in diesem Jahr „Die Irritation“

foto: Elodie Cruz, Mai 2012

Bücher aus Baden-Württemberg sind in der Vergangenheit schon mehrfach durch die Welt gereist – u.a. nach Helsinki, Johannesburg, Seoul oder Bangkok – mit diesen Ausstellungen an besonderen Orten der Welt leiste man internationale Kulturarbeit, so der Verband.

Die Zukunft des Schreibens II – Die Unzufriedenheit der Autoren

Zum Teil I dieser Artikelserie geht es hier

Wie es eben nunmal ist mit brandneuen Eindrücken: Sie drohen zu verflachen, zu verblassen, sich gar in Rauch aufzulösen, wenn man sich zeitlich und räumlich von ihnen entfernt. Diesmal nicht: Seit meiner Rückkehr von der London Book Fair bin ich sehr ins Grübeln geraten über das Buchgeschäft – über das, was ist, aber vor allem über  das, was uns als Autoren bevorsteht. P1040323

Auch wenn  sich das, was in der Welt der Bücher im englischsprachigen Raum geschieht nicht 1:1 auf unsere Verhältnisse übertragen lässt, so zeichnen sich doch einige Trends ab, an denen wir wohl kaum vorbeikommen werden. Weiterlesen „Die Zukunft des Schreibens II – Die Unzufriedenheit der Autoren“

„…a faint cold fear…“

Karl-Heinz Heidtmann, einer der amazon Top-500 Rezensenten, hat  sich „Die Irritation“ zu Gemüte geführt und schreibt unter dem Titel: „…a faint cold fear…“  unter anderem:

„Die Sprache der Autorin ist klar, klarer als manch eine ihrer Geschichten, die den Leser ratlos zurücklassen – und dann in der Tat „irritierend“ – oft im Sinne von gruselig – sind.  Vielleicht muss man besonders diese ein zweites Mal, aufmerksamer als beim ersten Mal, lesen? Bereits Rousseau setzte da schon strenge Maßstäbe:
`Ich mache den Leser darauf aufmerksam, daß dieses Kapitel bedächtig zu lesen ist. Ich besitze nicht die Kunst, für jemand klar zu sein, der nicht aufmerksam sein will.´ Doch wie nur konnte die Autorin sich solche Geschichten erdenken? Ist das wirklich alles Fabuliererei? Welch albtraumhafte Phantasie! Bei Martin Walser konnte man einmal lesen:
`In meinen Büchern kann ich schreiben, was ich niemals sagen würde. Das Schreiben ist ein Entblößungs-Verbergungs-Vorgang: Nur weil ich mich verberge in irgendeiner Figur, kann ich weit gehen.´ Doch die Autorin behauptet: Alles Fiktion! Der Leser ist erleichtert.“

Die gesamte Rezension ist nachzulesen unter: http://www.meinebuecher.net/2013/04/anke-laufer-die-irritation/   sowie auf amazon  unter:

http://www.amazon.de/product-reviews/3935259301/ref=cm_cr_dp_synop?ie=UTF8&showViewpoints=0&sortBy=bySubmissionDateDescending#R18WU2R2127KD9

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Die Zukunft des Schreibens: Die London Book Fair aus Autorensicht

Teil 1: Nur eins ist sicher: Alles wird sich ändern!

In diesem Jahr habe ich mir als Autorin etwas ganz Besonderes geleistet – einen Besuch bei der London Book Fair. Natürlich sind es normalerweise die Frankfurter Buchmesse und Leipzig, die im Terminplan der deutschsprachigen Schriftsteller stehen. Obwohl: Zumindest was Frankfurt angeht kann ich mich seit Jahren des Eindrucks nicht erwehren, dass die Präsenz von Autoren, die nicht ganz oben auf den Bestsellerlisten stehen, von der Fachwelt ungefähr als so überflüssig betrachtet wird wie das farbenfroh ausstaffierte Publikum in der Comic- und Mangaabteilung. Vorab nur so viel: Das ist in London etwas anders. Meine Eindrücke von der Messe ergänzen jedenfalls einige Überlegungen, die sich aus meinen Erfahrungen „mit dem Betrieb“ der letzten Jahre ergeben haben. Daher möchte ich den Lesern meines Blogs in den nächsten Wochen in lockerer Abfolge einige kleine Artikel präsentieren, die sich aus der Perspektive der Schreibenden mit der Zukunft befassen. P1040194 Weiterlesen „Die Zukunft des Schreibens: Die London Book Fair aus Autorensicht“

Das Text- und Illustrationslabor III

Vom 25.3. – 28.3.2013 – in der Woche vor Ostern – startete das dritte Text- und Illustrationslabor unter der Leitung von Livia-Scholz-Breznay und mir  – diesmal im Rahmen des Vorstudiums der DEKART, der Design- und Kommunikationsakademie Reutlingen. Teilnehmer waren diesmal Tim Armbruster, Michael Fetzer, Charis Mania, Franziska Müller, Eleni Pashalidou,  Sander Prautzsch, Anja Wagner und Louisa Hartwig. P1030572

Der Schwerpunkt des Seminars verlagerte sich entsprechend der Interessen der Teilnehmer. Diese befinden sich (mit einer Ausnahme) mitten in der Mappenvorbereitung für eine Bewerbung um einen künstlerisch-gestalterischen Studiengang. Es wurden Mappenbeiträge erstellt, die Sprache als zusätzliches Element integrieren, sowie Bewerbungstexte, die den Mappen beiliegen (Anschreiben, Lebenslauf, Motivationsschreiben). Der Kurs zielte darauf ab, das Bewusstsein der Bewerber für die eigenen Stärken und die eigene „Bild-Sprache“ zu schärfen. Weiterlesen „Das Text- und Illustrationslabor III“