Das Erzählen mit Bildern ist eine hohe Kunst, für den Schriftsteller schon deshalb faszinierend, weil er in einer anderen Sprache zu sprechen gezwungen ist. Verdi ist es zu verdanken, dass einige der Mitglieder der Gewerkschaft sich an diesem Wochenende darin versuchen dürfen, auch ich, als einzige Autorin in der Runde des Seminars. Unser Führer in die Welt der Fotografie ist der Kameramann und Fotograf Willi Dillschneider. Das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich die Ergebnisse der ersten Versuchsanordnung nicht für mich behalten will, nicht einmal bis zum Ende des Seminars.
Autor: ankelaufer
Ratten bei Nacht
Die LiteRatten sind bei der diesjährigen Tübinger Kulturnacht mit einer Doppellesung vertreten. Begleitet werden sie musikalisch von Barazi & Her Boys. Ort: Gemeindezentrum St.Johannes, Tübingen, Bachgasse 5, 72072 Tübingen
Zeiten: Lesung 1: 20-21.00 Uhr, Lesung 2: 21.00 Uhr bis 22.00 Uhr.
In der Nacht sind alle Katzen grau, alle Seelen schwarz, alle Münder rot wie die Sünde
nachtaktiv
sind auch die LiteRatten. Verstiegen, ruchlos und begehrlich geht es
in den Texten der Tübinger Autorengruppe zu. Umspielt wird sie von
Bebop bis Bossa von Barazi & Her Boys
Das Text und Illustrationslabor 1/2014

In den Faschingsferien 2014 gab es eine neue Ausgabe des Text- und Illustrationslabors. Der Kurs beruht auf einer Zusammenarbeit zwischen der Künstlerin Livia Scholz-Breznay und mir und ist eingebunden in das Programm der Jugendkunstschule und dem gestalterischen Vorstudium an der DEKART.
Eine Story schreiben, dazu zeichnen, malen, fotografieren, collagieren – alles durchtesten und vielleicht sogar im Team? Das geht sehr wohl! Im Text-Illustrationslabor geht es darum, zwischen Text und Bild zu arbeiten und sich intensiv mit den Wechselwirkungen zwischen beiden Kunstformen auseinanderzusetzen. Das lässt so viel Spielraum zum Experimentieren, wie man sich nur wünschen kann. Jüngere Teilnehmer finden dabei ebenso ein Thema wie diejenigen, die sich auf ein Studium vorbereiten. In diesem Kurs wechseln wir frei zwischen Text und Bild, holen uns Ideen aus Graphic Novels, Mangas, Slam-Poetry und Songtexten, setzen typografisch um, was zunächst als Bild gedacht war, illustrieren Texte und schreiben selber welche. Jeder wird dabei intensiv und individuell von den beiden Kursleiterinnen unterstützt.

Als Service zur Mappenvorbereitung bietet der Kurs eine Abstimmung von gestalterischen und schriftlichen Inhalten (Anschreiben/Motivationsschreiben).
Und hier kommen die Bilder vom letzten Kurs (3-2014): Weiterlesen „Das Text und Illustrationslabor 1/2014“
Das Text- und Illustrationslabor in den Faschingsferien
Bald ist es wieder so weit: In der kommenden Woche tauchen Livia Scholz-Breznay und ich – zusammen mit unseren jungen Teilnehmern – wieder ab ins Text- und Illustrationslabor.

Texte zum Bild werden heute überall gebraucht, wo Kunst gemacht wird. In diesem Kurs wechseln wir zwischen Wort und Bild, setzen typografisch um, was zunächst als Bild gedacht war, bebildern fremde sowie eigene Texte/Storys und schreiben ganz neue. Das ist – nicht nur für zukünftige Kommunikations-Designer – ein wichtiges Übungsfeld, in dem sich ganz frei experimentieren lässt! Egal ob beim ersten Ausprobieren oder als Studienvorbereitung: Ihr werdet bei Euren eigenen Vorhaben intensiv von beiden Kursleiterinnen unterstützt. Den Fortgeschrittenen bieten wir als neuen Service zur Mappenvorbereitung eine Abstimmung von gestalterischen und schriftlichen Inhalten an (Anschreiben/Motivationsschreiben), was Eure Bewerbung zu einer „runden Sache“ macht.
Mo, 03.03., bis Fr, 07.03.2014, 14:00-17:15
Zur Anmeldung geht es HIER

Lesung in der Bücherscheune Aichtal
Lesung mit Anke Laufer und Jochen Weeber
Donnerstag, 20. Februar 201419:30 Uhr (Einlass 19:00 Uhr) im Tanzsaal über der Bücherscheune, Eintritt 5,00 Euro (Vorverkauf 4,50 Euro ab sofort).Spannende, bitterböse und humorvolle Kurzgeschichten, die Lust machen, auf Lesen und Zuhören. Jede Geschichte eine eigene Welt. Lassen Sie sich entführen!
Zur Website der Bücherscheune geht es hier
Die Bücherscheune Aichtal
Inhaberin: Julia Klingel
Neckartailfinger Str. 1
72631 Aichtal
Tel.: 07127-9775677
Fax: 07127-9775678
E-Mail: info@buecherscheune-aichtal.de
„Unaussprechlich“ in der Vorauswahl für den Agatha-Christie-Preis
„Unaussprechlich“ – meine Erzählung über einen Mann, der ein geheimnisvolles Doppelleben führt, wurde laut Mitteilung aus dem S.Fischer Verlag für den Agatha-Christie-Preis 2014 nominiert. Ich freue mich sehr und bedanke mich bei der Jury und den Veranstaltern.
„Nur durch eine halboffene Tür, welche zu den rückwärtigen Zimmern führte, fiel Licht in einen großen Raum, dessen Wände bedeckt waren mit einer umfangreichen Gemäldesammlung. Die Bilder stellten allesamt menschliche Gesichter dar – Männer, Frauen, Kinder – deren Blicke das Zwielicht durchdrangen und sich allein auf mich, den Eindringling, zu heften schienen. Eine Frau hatte es sich dort auf einem Sofa bequem gemacht, die schlanken, sehr schönen Beine seitlich untergeschlagen. Ihr glattes, kurzgeschnittenes Haar schimmerte silberblond, sie hielt den Kopf zur Seite geneigt, als würde sie auf etwas lauschen, auf eine Melodie vielleicht, oder auf die Stimme von jemandem, der aus einem der hinteren Zimmer nach ihr rief – ich hätte es nicht sagen können.“

Der Agatha-Christie-Preis wird 2014 wieder gemeinsam vom Krimifestival München, der Buchhandlung Hugendubel, dem FISCHER Taschenbuch Verlag und (erstmals) dem Magazin ›Für Sie‹ vergeben. Dieses Jahr gab es über 600 Einsendungen zum Motto »Heute hier, morgen Mord«. Die Jury – bestehend aus Jörg Maurer, Nina Hugendubel, Sabine Thomas, Susanne Walsleben und Cordelia Borchardt – hat aus diesen Einsendungen die 25 besten ausgewählt, die sowohl in einer Anthologie des FISCHER Taschenbuch Verlages als auch in digitaler Form veröffentlicht werden. Natürlich sind die Chancen auf einen Preis immer noch recht überschaubar – schließlich stehen weitere 24 Geschichten begabter und renommierter Kollegen auf der Liste – aber hoffen darf man ja bis zuletzt 😉 :
Die drei Preisträger des Agatha-Christie-Krimipreises 2014 werden am 24. März während des Krimifestivals München auf der Preisverleihung in der Juristischen Bibliothek München bekanntgegeben.

NaNoWriMo und die Zukunft des Geschichtenerzählens
In diesem Monat habe ich mich wieder auf das Abenteuer NaNoWriMo eingelassen. Das heißt, dass ich diesen Beitrag überhaupt nicht schreiben dürfte, denn ein inzwischen zur Hälfte fertiggestelltes Rohmanuskript wartet auf tägliche 1667 Wörter. Man verzeihe mir deshalb, wenn auch der vorliegende Blogbeitrag einer Art Rohmanuskript entspricht, für Überarbeitungen war leider keine Zeit. Was ist Nanowrimo eigentlich?
Überall auf der Welt verpflichten sich Abertausende von Teilnehmern (diesmal rund 300 000) beim National Novel Writing Month innerhalb eines Monats ein komplettes Romanmanuskript zu schreiben. Ziel sind 50 000 Wörter, was in etwa 200 Normseiten entspricht.
Man müsste weit ausholen, um den Zauber dieses Schreibgroßereignisses zu beschreiben. Er liegt in der Hauptsache darin, beim Schreiben (wenn auch nur für einen Monat) kein Einzelkämpfer mehr zu sein, und ja: Im Ansporn der Zahlen und Statistiken. Das Schreiben auf „Teufel-komm-raus“ überlistet des inneren Zensor, der alles für unzulänglich befindet, was in einer ersten Version entsteht. Insofern ähnelt Nanowrimo einem großen Lagerfeuer, an dem viele sitzen und ihre Geschichten erzählen. Es gibt kein Abbrechen und Zurückblicken, bevor nicht alles erzählt ist. Schon allein deshalb lohnt sich die Sache, für Schreibende, die einen ersten Versuch wagen, aber ebenso für erfahrene Autoren, die zum endlosen Überarbeiten und zum Perfektionismus neigen. Sicher eignet sich das Konzept nicht für jeden – aber es ist auch dann einen Versuch wert, wenn man es auf den ersten Blick für blödsinnig hält: Der eigentliche Sog des Nanowrimo entwickelt sich erst beim Mitmachen. Wieviel Spaß und Anregung das bringen kann, zeigen für mich auch die lokalen Zwischentreffen der Nano-Besessenen wie das am 10.11.2013 (siehe Bild)
Ach ja, und in diesem Jahr gibt es eine ideale Ergänzung für alle, die tiefer in die Welt des Geschichtenerzählens einsteigen wollen. Die Fachhochschule Potsdam bietet im Rahmen der Iversity einen Kurs, der unter dem Titel „The future of Storytelling“ über neueste und zukünftige Entwicklungen des Geschichtenerzählens in verschiedenen Mediensparten informiert. Der Kurs läuft noch bis zum 20.Dezember 2013, setzt allerdings gute Englischkenntnisse voraus.
Aber jetzt muss ich euch leider verlassen. 1667 Wörter warten noch darauf, heute geschrieben zu werden.

Nachtrag:
29.11.2013 -Es ist geschafft. Nach neunundzwanzig Tagen sind 50 000 Wörter geschrieben. Ein wenig erschöpft, doch zufrieden, arbeite ich derzeit noch an den letzten beiden Szenen, die mein NaNoWriMo – Projekt in diesem Jahr beschließen und die wie ein Fähnchen über das Soll hinausflattern. Tatsächlich ist es mir gelungen, den vollständigen Plot in einer Grobversion herunterzuschreiben mit der ich anschließend gut werde weiterarbeiten können – denn auf den ersten Blick enthält sie keine gravierenden logischen Widersprüche, überflüssige Wiederholungen und allzu peinlich schlechte Szenen. Das ist schon eine ganze Menge, sage ich mir, viel mehr als man eigentlich erwarten kann. Daher gibt es zur Belohnung nicht nur einen frisch aufgebrühten Kaffee, sondern auch noch einen Lebkuchen mit Schokoladenguss.
Das Manuskript wird nun erst einmal zugunsten der Feinarbeit an einem anderen zurückgestellt und darf gut durchziehen, bevor ich mich im Frühjahr an eine erste Überarbeitung wage.

Seminare zum Schreiben und Gestalten 2014/15
HIER die kommenden KURSE 2014 – Rückfragen beantworte ich gerne.
Endlich schreiben! – Der Mutmacher-Kurs (leider bereits ausgebucht – Tipp: auf den Aufbau-Kurs ausweichen! Bei Nachfragen wenden Sie sich an mich unter: ankelaufer@hotmail.com)
Oft sind es Selbstzweifel, die uns daran hindern, kreativ zu werden. Im „geschützten Raum“ dieses Kurses wird unverkrampft ausprobiert, geschrieben und von ersten Erfahrungen berichtet. Schreibanregungen helfen bei der Ideenfindung, Übungen wirken gegen Schreibblockaden. Ziel ist, das regelmäßige Schreiben auch langfristig als kreativen Zufluchtsort im Alltag nutzen zu können.
VHS Reutlingen, Donnerstags, ab 20.3.2014, 19.30-21.00 Uhr, 3 mal
Endlich schreiben! – Der Aufbau-Kurs (noch wenige Plätze frei)
Sie haben erste Schreiberfahrungen und möchten mehr daraus machen? Hier wird das kreative Schreiben auf solide Beine gestellt. Die gegenseitige Unterstützung ermutigt zum Durchhalten und Experimentieren mit neuen Themen und Genres. Der Kurs führt zudem an grundlegende handwerkliche Kenntnisse heran. Voraussetzung: Bereitschaft, sich mit eigenen und fremden Texten konstruktiv auseinanderzusetzen.
VHS Reutlingen, Donnerstags, ab 8.5.2014, 19.30-21.00 Uhr, 3 mal
Endlich schreiben! – Von der Schublade zur Veröffentlichung (leider bereits ausgebucht – bitte Warteliste nutzen)
Angesichts eines zunehmend unübersichtlichen Literaturbetriebs stellen sich viele Fragen: Wie „gut“ müssen Texte sein, mit denen ich an die Öffentlichkeit gehe, wer beurteilt das und wie? „Verlag sucht Autoren“ – was steckt dahinter? Books on Demand, Self-publishing & Co – unendliche Möglichkeiten? Welche seriösen Veröffentlichungsmöglichkeiten gibt es? Welches sind die aktuell interessantesten Autorenplattformen, Dienstleister und Projekte?
VHS Reutlingen, Donnerstags, ab 3.7.2014, 19.30-21.00 Uhr, 2 mal
Das Text und Illustrationslabor, ein Kurs zwischen Text und Bild, der sich besonders an Jugendliche und junge Erwachsene richtet (Mappenvorbereitung), findet in Zusammenarbeit mit der Jugendkunstschule und der DEKART wieder vom 3.-7-März sowie vom 27.-31.10.2014 statt.
Anmeldungen können ab Erscheinen des neuen Programms der VHS Reutlingen erfolgen. Rückblicke auf vergangene Kurse sowie Bilder finden sich hier (2012) und hier (2013)
Wie das Text- und Illustrationslabor, so ist auch das Konzept des folgenden Kurses das Ergebnis meiner Zusammenarbeit mit der Künstlerin Livia Scholz-Breznay: Im Volkshochschulheim Inzighofen findet vom 16.6.-21.6.2014 unser innovatives Wochenseminar
Das Reisetagebuch – Erinnerungen kreativ bewahren. Ein Kurs zwischen Schreiben und Gestalten (Wochenseminar, leider bereits ausgebucht!)
statt. Weitere Informationen zum Kurs und zur Anmeldung finden Sie auf der Website des Volkshochschulheims Inzighofen
Vorankündigungen für die neuen Herbst/Winterkurse 2014/15:
Die Montagsschreiber/Die Mittwochsschreiber – Schreiboasen an der VHS Reutlingen
Zeit und Raum zum regelmäßigen Schreiben: Viele wünschen sich so einen kreativen Zufluchtsort. Mit diesen Kursen schaffen wir uns einen festen Ort und die Muße für unsere eigenen Gedanken und Geschichten. Wer sich wünscht, Schreibprojekte zu entwickeln und unter Anleitung voran zu treiben ist hier genau richtig. Die Besprechung der Texte erfolgt auf Wunsch zusätzlich per Mail.
Seminare mit jeweils fünf Terminen ab dem 22.9.2014 bzw. 5.11.2014
Spannend Schreiben – eine Werkstatt nicht nur für Krimibegeisterte
Endlich wieder da! Die Schreibwerkstatt für alle, die sich an einer mysteriös-spannenden Geschichte versuchen wollen. Leicht anwendbare Übungen schüren unsere Schreibenergie, praktische Tipps der Dozentin und die Komplizenschaft der Teilnehmer helfen dabei, die eigenen Ideen umzusetzen.
3 Termine ab dem 15.1.2015
Die „Strandköniginnen“ in: entwürfe – Zeitschrift für Literatur
Besonders über meine Post gefreut habe ich mich vor ein paar Tagen, als mein Belegexemplar der aktuellen Ausgabe von entwürfe, der renommierten Literaturzeitschrift mit Sitz in Zürich, bei mir eintraf. Meine Story „Strandköniginnen“ wurde für das aktuelle Themenheft ausgewählt – ich bedanke mich dafür noch einmal bei der Redaktion. Damit gibt es die Zwillingsschwestern mit dem finsteren Geheimnis nach kurzer Zeit bereits in einer zweiten Veröffentlichung. Die erste ist zu finden in „Die Letzte macht das Licht aus“ im ViaTerra Verlag (Mai 2013) 
Fluchtanreiz
Aus: Tierbedarf (unveröffentlicht)
Im Auffanglager machte Jojo Späße darüber, wie kurz geraten sie für ihr Alter war und Amrita zwinkerte ihr zu und sagte: „Dich kann man in die Hosentasche stecken und hat immer noch Platz für Lippenstift und Klappmesser.“ Aber die Futterkammer wäre selbst für einen Zwerg zu klein. Die Matratze ragt aus der Türöffnung und auch ihre Beine, wenn sie die ganz ausstreckt. Dennoch schläft sie lieber hier als in dem fensterlosen Raum, den der Mann sein Büro nennt. In der ersten Zeit nur deshalb, weil sie sich in der engen Kammer sicherer fühlte. Der Mann ist dick, also rechnete sie sich aus, dass es schwer für ihn wäre, drinnen an sie heran zu kommen, für den Fall, dass er einen Versuch machen würde. Jetzt ist sie einfach froh, den winzigen Raum für sich allein zu haben, wo sie in einer Holzkiste ein paar Sachen versteckt hält: Den Schlüssel, zu dem es kein Haus mehr gibt, Amritas blauen Kamm, dem fünf Zinken fehlen und den Turnschuh, der ihrem Bruder gehört hat und der ein paar Meter neben dem Boot angespült wurde. Nichts sonst, bloß der Schuh.











