anke laufer

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Archiv für die Kategorie “Veranstaltungen”

Die Zukunft des Schreibens II – Die Unzufriedenheit der Autoren

Zum Teil I dieser Artikelserie geht es hier

Wie es eben nunmal ist mit brandneuen Eindrücken: Sie drohen zu verflachen, zu verblassen, sich gar in Rauch aufzulösen, wenn man sich zeitlich und räumlich von ihnen entfernt. Diesmal nicht: Seit meiner Rückkehr von der London Book Fair bin ich sehr ins Grübeln geraten über das Buchgeschäft – über das, was ist, aber vor allem über  das, was uns als Autoren bevorsteht. P1040323

Auch wenn  sich das, was in der Welt der Bücher im englischsprachigen Raum geschieht nicht 1:1 auf unsere Verhältnisse übertragen lässt, so zeichnen sich doch einige Trends ab, an denen wir wohl kaum vorbeikommen werden. Weiterlesen…

Die Zukunft des Schreibens: Die London Book Fair aus Autorensicht

Teil 1: Nur eins ist sicher: Alles wird sich ändern!

In diesem Jahr habe ich mir als Autorin etwas ganz Besonderes geleistet – einen Besuch bei der London Book Fair. Natürlich sind es normalerweise die Frankfurter Buchmesse und Leipzig, die im Terminplan der deutschsprachigen Schriftsteller stehen. Obwohl: Zumindest was Frankfurt angeht kann ich mich seit Jahren des Eindrucks nicht erwehren, dass die Präsenz von Autoren, die nicht ganz oben auf den Bestsellerlisten stehen, von der Fachwelt ungefähr als so überflüssig betrachtet wird wie das farbenfroh ausstaffierte Publikum in der Comic- und Mangaabteilung. Vorab nur so viel: Das ist in London etwas anders. Meine Eindrücke von der Messe ergänzen jedenfalls einige Überlegungen, die sich aus meinen Erfahrungen „mit dem Betrieb“ der letzten Jahre ergeben haben. Daher möchte ich den Lesern meines Blogs in den nächsten Wochen in lockerer Abfolge einige kleine Artikel präsentieren, die sich aus der Perspektive der Schreibenden mit der Zukunft befassen. P1040194 Weiterlesen…

Einladung: Der keb-Literaturpreis

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„Das Zwinkern der Venus“ ausgezeichnet

„Das Zwinkern der Venus“ ist eine Erzählung über einen jugendlichen Außenseiter, der sich vor dem Nachrichtensprecher mehr gruselt als vor Lovecrafts „Flüsterer im Dunkeln“. Er wartet  auf ein Zeichen, das er schließlich im „Zwinkern der Venus“ zu erkennen glaubt – dem flackernden Licht des Planeten am winterlichen Himmel. Was dann geschieht, wird nicht verrraten. Nur so viel: Ein Rentner samt Dackel, eine Meerjungfrau und eine Tafel Schokolade im XXL-Format, Sorte Vollnuss, werden daran beteiligt sein, ihm das Leben zu retten.

England ManchesterBeim Literaturwettbewerb der keb zum Thema „Mensch.Werden.Lernen.“ wurde meiner Erzählung jetzt der 2.Preis zugesprochen. Ich bedanke mich bei der Jury und den Veranstaltern. Die Preisverleihung samt Lesung fand am 19.April 2013 um 17.00 Uhr im Kolpinghaus in Stuttgart, Heusteigstraße 66, statt. Erster Preisträger war mein Kollege Walle Sayer (Mitte), dritte Preisträgerin war Anja Munding aus Köln (zweite von links). Weiterhin zu sehen: Dr. Michael Krämer, Literaturwissenschaftler, Leiter der keb und Initiator des Preises (links) und Gabriele Pennekamp, Vorsitzende der keb (rechts).   Preisverleihung 3. keb Literaturwettbewerb

Claudia Salden vom Schwäbischen Tagblatt schrieb dazu am 25.4.2013: „Anke Laufer war bereits 2011 unter die zehn Finalisten gekommen. `Wenn man ehrlich ist, schaut man bei so einem Wettbewerb immer auch, ob man etwas Passendes in der Schublade hat´, sagte die Schriftstellerin, der die keb-Jury eine `ethnologische Sensibilität für die Jugend´bescheinigt hat. Für die studierte Ethnologin steht eine andere Komponente ihrer Arbeit im Vordergrund: `Ich fabuliere einfach gern und schlüpfe dabei in unterschiedliche Rollen. ´“

Die prämierten Texte sowie eine weitere Auswahl erscheinen demnächst im Rahmen der Stuttgarter Hefte.

Lesung im Weltladen

Am Abend des 19.Oktober 2012 gab es in den schönen Räumen des Weltladen-Buchladen Furtwangen eine Lesung aus meinen Texten – unter anderem gab ich die Titelgeschichte meines Erzählungsbandes sowie Auszüge aus einem Essay zum Besten, der im Rahmen des Literaturaustauschs zwischen Stuttgart und Bogotá entstanden ist. Anschließend kam ich mit dem Publikum ins Gespräch und nach einer Zugabe und Signierstunde fiel es mir wirklich schwer, mich auf die Heimreise zu machen – ein langer und unterhaltsamer Abend für beide Seiten!

Ich danke dem Weltladen-Buchladen, vor allem Erika und Huguette, die mich mit offenen Armen aufgenommen haben und mit denen es hoffentlich bald eine weitere Zusammenarbeit geben wird. Unser Dank auch an den Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg, der die Veranstaltung unterstützt hat.  Außerdem danke ich den beiden anwesenden Pressevertreterinnen, Christa Hajek und Britgitte Frank-Gauckler, die mir freundlicherweise ihre Bilder für diese Seite zur Verfügung gestellt haben. Hier die Links zu ihren Berichten im Südkurier und im Schwarzwälder Boten: http://www.suedkurier.de/region/schwarzwald-baar-heuberg/furtwangen/Anke-Laufer-liest;art372517,5738587  sowie unter http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.furtwangen-versuche-leseerwartungen-zu-durchkreuzen.0a61c335-4814-477d-867d-f1245fb72d22.html

Der Schwarzwälder Bote kündigte die Lesung hier an: http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.furtwangen-autorin-anke-laufer-liest-aus-ihrem-neuen-buch-die-irritation.d4a92a85-c87b-4e37-b45e-e662fd57b839.html  Der Südkurier unter http://www.suedkurier.de/region/schwarzwald-baar-heuberg/furtwangen/Autorin-Laufer-liest-im-Weltladen;art372517,5728886  

Lesung „Literatursommer 2012“

Ganz und gar nicht abergläubisch sind Bernadette Conrad und ich, wenn wir am Freitag, dem 13. Juli 2012 in der Stadtbibliothek Reutlingen im Rahmen der Reihe „Literatursommer 2012“ der Baden-Württemberg Stiftung aus unseren aktuellen Büchern lesen. Osiander wird den Büchertisch bestücken und präsentiert die Bücher der teilnehmenden Autoren in der Niederlassung Reutlingen (siehe Fotos)

Bernadette Conrad studierte Literaturwissenschaft und Sozialpädagogik bevor sie Journalistin wurde. Sie liest aus ihrem Buch „Die vielen Leben der Paula Fox“.

Ich selbst werde natürlich eine Geschichte aus meinem Erzählungsband „Die Irritation“  lesen.

In der Pause ist Jazz zu hören. Dazu gibt es Sandwiches und Bier.

Ort: Erdgeschoss der Reutlinger Stadtbibliothek,  Spendhausstraße 2, 72764 Reutlingen

Eintritt: 8,00 €; ermäßigt 6,00 €
Kartenvorverkauf und -reservierung: Musikbibliothek, Telefon 07121 303-2847

Forum Würth in Arlesheim bei Basel – ein Gespräch zum Würth-Literaturpreis

             

Ein warmer Frühsommerabend in Arlesheim bei Basel – das Forum Würth hatte am 10.5. zu einem Gespräch zwischen Prof. Hans-Ulrich Grunder und mir über den Würth-Literaturpreis geladen. Inmitten der Ausstellung „Liebe auf den ersten Blick“ (mit Werken von Max Liebermann, Max Beckmann, Pablo Picasso, Max Ernst, Paul Klee, Roy Lichtenstein, David Hockney, Gerhard Richter und Anselm Kiefer) berichteten wir beide jeweils aus der Sicht der Jury und der einreichenden Autoren.  Daraus wurde ein abwechslungsreiches, von zahlreichen Anekdoten durchbrochenes Ping-Pong-Spiel, das dem Publikum einen lebendigen Einblick in die Welt der Literaturwettbewerbe gab.

Während ich selbst von den jeweils sehr unterschiedlichen Entstehungsgeschichten meiner vier Würth-Texte berichtete und damit die Frage nach dem „Woher“ der Ideen zu beantworten versuchte, erzählte Hans-Ulrich-Grunder unter anderem von den entscheidenden Treffen der Jury im Tübinger Hölderlinturm und dem schrittweisen Ausscheidungsverfahren, das die Siegertexte nach und nach einkreist. Wir versuchten, den Charakter eines guten Wettbewerbstextes ebenso zu beschreiben wie die letztendlich unberechenbare Vielfalt der Einsendungen, die zu einer bestimmten Themenstellung eingehen. Dabei stimmten wir darin überein, dass eine genaue sprachliche Durcharbeitung mindestens ebenso wichtig ist wie die Originalität einer Geschichte.  Hans-Ulrich Grunder berichtete vom diesjährigen Wettbewerb, an dem sich über 1000 Autoren beteiligt hätten. Das sei so noch nie der Fall gewesen und läge eindeutig an der Themenstellung. Das offene und eher an romantische Gefühle apellierende Thema Brigitte Kronauers „Es gibt eine Zeit der Sehnsucht, wo ihr Gegenstand noch keinen Namen trägt“ habe dazu geführt, dass sehr viele sich inspiriert fühlten. Bei spröden Themenstellungen wie jenem, das Peter Esterhazy seinerzeit mit dem „Kuttelkompromiss“ verkündete, sei die Anzahl der Einsendungen erheblich geringer.  Auch die Qualität der eingereichten Texte variiere daher bei einem offeneren  Thema sehr viel stärker.
           

Die „Stimmigkeit“ der Gesamtgeschichte in Stil und Tonfall, die emotionale Beteiligung des Lesers, Spannungsaufbau und Humor sind weitere Elemente, die zum Erfolg eines Wettbewerbstextes beitragen können. Es gibt hierzu kein Rezept, wohl aber ein paar einfache Tipps, die häufig nicht genug berücksichtigt werden. So sollte man zwar nicht sklavisch am gestellten Thema hängen (ein Literaturwettbewerb ist kein Schulaufsatz), es aber auch nicht einfach ignorieren. Auch ist es besser, sich Zeit zu lassen, um eine ungewöhnliche Interpretation des gestellten Themas zu finden, als die erstbeste und offensichtliche Variante zu wählen. Nach dem ersten Schreiben sollte noch Zeit sein, so viele Überarbeitungsschritte wie nötig einzulegen. Es ist besonders hilreich, den Wettbewerbsbeitrag in einem halbwegs fertigen Zustand mehreren kritischen und erfahrenen Lesern vorzulegen, die noch einmal viele Schwachstellen aufspüren werden. Diese kann der Autor unter Umständen selbst nicht mehr wahrnehmen, weil er den eigenen Text zu oft bearbeitet hat und nun ein wenig „betriebsblind“ geworden ist.            

Der Abend wurde abgerundet durch eine Lesung aus meinem eben erschienenen Buch „Die Irritation“. Ich las die Titelgeschichte sowie „Am Klippenrand“, den Siegertext des Würth-Preises.

Zum Abschluss meines Besuchs in Arlesheim brach ich am nächsten Morgen ganz früh zu einem wunderbaren Spaziergang durch die Ermitage auf – einem bereits 1785 angelegten, wunderbaren Landschaftsgarten. Weiterlesen…

Jetzt mit den genauen Daten!

anke laufer


Wie arbeitet die Jury eines renommierten Literaturwettbewerbs? Welche Auswirkungen hat die Themenstellung auf die Qualität der eingereichten Texte? Welche kreativen Prozesse werden angesichts von festen Vorgaben (wie Thema, Umfang des Textes und Umfeld/Charakter eines Literaturpreises) eigentlich bei den Autoren in Gang gesetzt? Und was passiert, wenn es tatsächlich geklappt hat und der ersehnte Preis gewonnen wurde?

Diesen und anderen Fragen werden Hans-Ulrich Grunder und ich während eines Gesprächs nachgehen. Professor Grunder ist Erziehungswissenschaftler und langjähriges Mitglied der Jury  des Würth-Literaturpreises, ich selbst war Preisträgerin 2011.

Der Würth Literaturpreis, 1996 ins Leben gerufen, wird seither am Ende jeder Tübinger Poetik-Dozentur ausgeschrieben. Das Thema stellt der/die jeweilige Poetikdozent/in in der letzten der Tübinger Vorlesungen.

In den letzten Jahren waren unter den Poetik-Dozenten Daniel Kehlmann, Ilija Trojanow, Jonathan Franzen, Susan Sontag und die Nobelpreisträger Herta Müller und Günter Grass.

Zur Teilnahme aufgerufen sind alle Autorinnen und Autoren, die sich literarisch-produktiv mit dem gestellten…

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Nachlese: Abschlussveranstaltung zum Literaturaustausch Stuttgart-Bogotá 2011

Am 21.März 2012 fand in der Stadtbibliothek Stuttgart am Mailänder Platz die Abschlussveranstaltung zum Literaturaustausch Stuttgart-Bogotá statt. Hier einige Impressionen.

Headset-Anprobe... foto: Manfred Bärlin

Im Sommer 2011 hatten zwei Autoren die einmalige Gelegenheit, einen Literaturaustausch der besonderen Art zu erleben. Julio Paredes besuchte Stuttgart im Juli, ich selbst brach im August zu meinem Gegenbesuch auf  und verbrachte vier Wochen in der acht Millionen Einwohner zählenden Stadt. Das ungewöhnliche Thema „Brachflächen“ regte mich  zu einem Essay an, das der Vielschichtigkeit dieser Stadt und dem besonderen Charme ihrer Bewohner gerecht zu werden versucht.

An diesem Abend wurde auch die zweisprachige Publikation zum Literaturaustausch mit den Essays der Autoren sowie begleitenden Fotografien vorgestellt. Ein Dankeschön an dieser Stelle für die außergewöhnlich schöne grafische Umsetzung an Renate Lahnstein: http://rla-design.de/index.php?id=rla-design-ostfildern 

Die Publikation kann bezogen werden über: KATE – Kontaktstelle für Umwelt und Entwicklung, Blumenstraße 19 D 70182 Stuttgart.  Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass KATE die hohen Herstellungskosten trägt – daher mein Appell an die Besteller, sich mit einer kleinen Spende an den Druckkosten zu beteiligen.

Der Literaturaustausch Stuttgart – Bogotá war ein Projekt von KATE (Kontaktstelle für Umwelt und Entwicklung) in Kooperation mit: Landeshauptstadt Stuttgart, Deutsch-Kolumbianischer Freundeskreis DKF e.V., Stadtbibliothek Stuttgart, Institut für Auslandsbeziehungen Ifa, Literaturhaus Stuttgart, Schriftstellerhaus Stuttgart, Alcaldía de Bogotá, Goethe Institut Bogotá, Ministerio de Cultura de la República de Colombia, Red Nacional de Escritura Creativa. Sponsoren des Projekts waren: Landeshauptstadt StuttgartWichtige Mitstreiter in Sachen Partnerschaft Stuttgart-Bogotá, von links nach rechts: Hermann Kirchholtes, Umweltamt Stuttgart, Dr. Nicolás Leyva, Stadt Stuttgart, Abteilung Mobilität, Henry Javier Arcos Muñoz, Generalkonsul von Kolumbien, Alejandro Palacios, Präsident des Deutsch-Kolumbianischen Freundeskreises, Ute Rössle, Projektmanagement KATE, Stuttgart  , Alcaldía de Bogotá, Europäische Union, Deutsche Lufthansa AG

An diesem Abend waren neben dem interessierten Publikum auch einige wichtige Mitstreiter in Sachen Partnerschaft Bogotá-Stuttgart versammelt.

Für nähere Informationen bitte die Fotos anklicken. (Ich bedanke mich bei Manfred Bärlin, Umweltamt Stuttgart, für die Erlaubnis zur Nutzung seiner Bilder.)

INTERKULTUR Stuttgart über den Literaturaustausch Stuttgart-Bogotá

Bitte zum Vergrößern anklicken!

Ich danke Frau Krutinat und der Redaktion der Zeitschrift Interkultur Stuttgart für die Genehmigung, den Artikel an dieser Stelle wiederzugeben.

Zum Forum der Kulturen und Interkultur Stuttgart mehr unter: http://www.forum-der-kulturen.de/

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