anke laufer

wort – bild – storytelling

Reisefieber

Auf nach Bogotá!

Nachdem ich mich Anfang März für den Literaturaustausch zwischen Stuttgart und Bogotá, Kolumbien, beworben hatte, bekam ich Mitte Juni die Zusage der kolumbianischen Jury.

Im Austausch mit dem kolumbianischen Autor Julio Paredes, der sich zwischen dem 4. und dem 31.7. 2011 in Stuttgart aufhielt, werde ich ab Mitte August 2011 vier Wochen in Bogotá verbringen, um dort zu recherchieren und zu schreiben. Diese neue Herausforderung versetzt mich natürlich in helle Aufregung! In dieser Zeit liegt der thematische Schwerpunkt unserer jeweiligen literarischen Arbeit auf dem Thema innerstädtischer Brachflächen und deren Wiederbelebung, von ökologischen Aspekten bis hin zur alten und neuen Nutzung durch die Bevölkerung, von Möglichkeiten, Problemen, Hoffnungen und Träumen.

Mir selbst bietet dies erstmalig die Möglichkeit, meine früheren wissenschaftlichen und stadtethnologischen Erfahrungen mit meiner jetzigen literarischen Arbeit zu verbinden.

Vor dem Aufenthalt in Bogotá gibt es in diesen Tagen zahlreiche Gelegenheiten für mich, die am Projekt Beteiligten in Stuttgart kennen zu lernen, vor allem aber mich mit Julio Paredes über das Thema auszutauschen.

In den vergangenen Tagen konnten wir die Stadt zu erkunden und uns Stuttgarter Brachflächen und interessante Projekte anzusehen, die auf solchen Flächen entstanden sind. Natürlich kamen wir dabei auch um Stuttgart21 nicht herum. Im Umweltamt diskutierten wir mit den Projektverantwortlichen Chancen, Risiken und auch die gelegentlichen Enttäuschungen einer Stadtentwicklung, die auf die Wiederbelebung innerstädtischer Brachflächen setzt, um den Flächenverbrauch in den städtischen Randgebieten zu reduzieren. Selbstverständlich unterscheiden sich diese Prozesse hier wie dort schon allein durch die Einwohnerzahlen der betroffenen Städte – Dimensionen, Dringlichkeiten und auch soziale, wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen lassen sich kaum vergleichen. Es gibt jedoch auch Gemeinsamkeiten: So sind sich alle darüber einig, dass das Vertrauen der Bürger in Politik und Verwaltung nur durch eine direkte Beteiligung der Anwohner bereits in frühen Planungsphasen wiedergewonnen, erhalten und gestärkt werden kann.  Nur so lassen sich Projekte erfolgreich durchführen und werden von der Bevölkerung am Ende mitgetragen.

Im Rahmen seines Aufenthaltes las Julio Paredes aus den in Stuttgart entstandenen Texten am 21.7.2011 im Stuttgarter Literaturhaus. Die Homepage von Julio Paredes finden Sie unter: http://www.julioparedes.com . Dort gibt es eine Fülle von Informationen zum Autor, darunter auch aktuelle Interviews, leider nur in spanischer Sprache. Allerdings liegt eines seiner Bücher bereits in deutscher Übersetzung vor, Informationen über das Buch und den Autor finden Sie auch auf der Homepage der edition8, Zürich: http://www.edition8.ch/autoren/paredes_reise.html

Julio Paredes - Brachflächen - Terrenos en desueso
© Foto: Julio Paredes, privat.
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3 Gedanken zu „Reisefieber

  1. jetzt gerade entdeckt – sehr gut! gutes Gelingen liebe Anke!

  2. Karl-Heinz sagte am :

    Hallo Anke,
    wir wünschen dir einen guten Aufenthalt in Kolumbien und viel Erfolg!
    Es grüssen Dich Deine Nachbarn Karl-Heinz und Petra

    • Hallo Ihr zwei, vielen lieben Dank für die Grüße. Die Kolumbianer tragen mich auf Händen, mir fehlt es an nichts, aber natürlich vermisse ich die Familie und die Nachbarn in Mähringen, es umarmt euch, Anke

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