Erinnertes, Erfundenes, Geklautes…

Seit Jahren fange ich an keinem Tag an zu schreiben, ohne vorher nicht mindestens ein paar Seiten zu lesen und mir ein paar Sätze  zu notieren. Manchmal mache ich das, ohne auch nur das Geringste davon zu haben, manchmal fällt mir im Verlauf dieser zwanzig Minuten eine ganze Geschichte ein. Nicht immer sind die Sätze so schön wie diese hier:

„Als Díaz Grey es gleichmütig akzeptierte, dass er allein geblieben war, begann er das Spiel, sich in der einzigen Erinnerung wiederzuerkennen, die ihm bleiben wollte, wechselnd, schon ohne Datum. Er sah die Bilder der Erinnerung und sah sich selbst, wie er sie transportierte und korrigierte, um zu vermeiden, dass sie sterbe; wie er bei jedem Erwachen das Abgenützte reparierte, es mit raschen Erfindungen erhielt (…) Sein Leben und er selber waren schon nicht mehr als jene Erinnerung, die einzige, die es verdiente, heraufbeschworen und korrigiert zu werden, die es verdiente, dass ihr Sinn immer wieder verfälscht wurde.“

Juan Carlos Onetti: Das Haus in den Dünen

a.l.,2009

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„Meine Figuren sind wie Mitbewohner im Kopf“

In der Dezemberausgabe der Freundin Donna ist unter der Titelgeschichte „Jetzt lebe ich mein Talent“ ein Artikel über mich erschienen. Besonders schön: Das Porträt, das der Münchner Fotograf Quirin Leppert von mir gemacht hat.

Mehr zu seinen Arbeiten unter: http://www.quirinleppert.de