anke laufer

wort – bild – storytelling

Was bisher geschah…/About

Schreiben macht reich!

Ja, das hätten Sie nicht erwartet, oder? Dennoch: Jeder, der selbst schreibt, wird diese Aussage unterschreiben.

Schreiben macht reich.

Ich rede nicht von Geld.  – Ok, jetzt sind Sie enttäuscht. Aber bevor Sie sich jetzt wegklicken: Seien Sie ehrlich – einen Haken musste die Sache ja haben, oder? Trotzdem: Schreiben ist reichhaltige Lebenszeit, glauben Sie mir. Als Schriftstellerin mäste ich mich schamlos an den Erfahrungen meiner Figuren, an der Atmosphäre der von mir erschaffenen Orte, an der Entfesselung von Fantasie und verrückten Einfällen. Blicke ich zurück, sehe ich die persönlichen Meilensteine meines Autorendaseins: Meisterkurse mit Ilija Trojanow und Burkhard Spinnen, das Drehbuchcamp mit den Hollywood-Drehbuchdoktoren Keith Cunningham und Tom Schlesinger und natürlich die Stipendien für Schreibaufenthalte in Bogotá, Kolumbien und auf Hawthornden Castle in Schottland. Schreiben macht das eigene Leben vielschichtig und schreiend bunt, süß und sättigend wie die Torte eines durchgeknallten Konditors.

Na, interessiert?

Vor Jahren, genauer gesagt 2005, kurz nach meinem Umzug nach Tübingen, erfüllte ich mir mit dem „Jahreslehrgang Schreiben“ einen schon lange heimlich gehegten Wunsch: Es mit dem literarischen Schreiben zu versuchen. Ungeduld ist eine meiner starken Seiten 😉 – also setzte ich mir eine Deadline, bis zu der ich es geschafft haben sollte, einen Text bei einem Wettbewerb zu platzieren. Glücklicherweise klappte das schnell, sonst hätte ich das literarische Schreiben sicher wie ein unpassendes Kleidungsstück an den sprichwörtlichen Haken gehängt. In den darauffolgenden Jahren wuchs meine Veröffentlichungsliste, doch aus wirtschaftlicher Sicht waren es allzu häufig Kurzgeschichten und Erzählungen: Jeder deutsche Verlag kann ein Lied davon singen, wie sich Kurzgeschichtenbände hierzulande verkaufen. Irgendwann musste ich einsehen: Eine Bestsellerautorin würde ich so nicht werden. Sollte ich mich von den Kurzformen verabschieden? Sollte ich nicht besser zur Viel- und Schnellschreiberin mutieren und weniger Zeit in die einzelne Seite, den einzelnen Satz, in die Suche nach dem genau richtigen Wort investieren?

Ich entschied mich dagegen, denn ich liebe Kurzgeschichten und Erzählungen. Sie sind wie Fenster, die man weit aufstößt und hinter denen ein fest umrissener Ausschnitt einer ganz eigenen Welt liegt. Schreibe ich an einer Kurzgeschichte bilde ich genau diesen Ausblick ab, arrangiere Figuren und Schauplätze, Atmosphäre und Spannung an meinem Schreibtisch mit Blick aus diesem fiktionalen Fenster. Dann, wenige Seiten später, räume ich den Tisch ab und decke ihn neu, stoße ein neues Fenster auf und experimentiere mit neuen Werkzeugen: einer anderen Sprachebene, neuen Perspektiven und Stilmitteln. Hatte ich meine Ungeduld bereits erwähnt?

Nein, ich werde es wohl nie dazu bringen, mit schöner Regelmäßigkeit backsteindicke Manuskripte abzuliefern. Denn neben dem Schreiben treibe ich mich seit jeher in anderen, heiß geliebten Arbeitsfeldern herum, in die ich viel Herzblut investiere:

Die Wissenschaft brachte mir bei, methodisch vorzugehen und genau hinzusehen – sie bewahrt mich noch heute vor vorschnellen Schlüssen.

Als Redakteurin und Journalistin habe ich das ultimative Heilmittel, das zugleich bei Neugier und Schüchternheit wirkt: Ich kann spannenden Stories nachgehen und habe einen Vorwand, um jedem auf die Nerven zu gehen, der mich interessiert – ist das nicht fantastisch?

Als Ghostwriter und Bewerbungsberaterin schlüpfe ich in die Haut meiner Kund*innen wie in die meiner Figuren und stelle mich in den Dienst ihrer Bedürfnisse, Hoffnungen und Pläne.

Als Dozentin für kreatives und berufliches Schreiben helfe ich meinen Teilnehmer*innen, das Schreiben als Abenteuer neu zu entdecken.

Im Vorstudium der DEKART unterstütze ich angehende Kunst- und Designstudent*innen dabei, ihrer Vision und ganz eigenen künstlerischen Stimme auf die Spur zu kommen.

Und dann ist da noch meine Familie, ohne die gar nichts ginge, ein Haus von 1893 mit hohem Wartungsaufwand, ein Garten mit alten Bäumen, der zum Verwildern neigt, zwei gierige Katzen, zwei redselige Papageien, zwei halsstarrige Schildkröten und die sich wie von selbst vermehrenden Bienenvölker meines Mannes…

Ein Blick zurück:

Ethnologie- und Politikstudium in Freiburg i. Brsg. Mehrere Langzeit-Feldforschungen in den sogenannten „barriadas“ von Lima, Peru. Magisterarbeit zum Thema: „Reziprozität und Klientelismus in den Stadtrandsiedlungen von Lima, Peru“ (unveröffentlicht). Promotion 1998 zum Thema: „Rassismus, ethnische Stereotype und nationale Identität in Peru“ (LitVerlag, Hamburg, 2000).

Frühe Jobs als freie Korrektorin, Redakteurin und Projektkoordinatorin im Verlagswesen und Multi-Media Publishing, u.a. beim Druck- und Verlagshaus Frankfurter Societät sowie der Michael Konrad GmbH, beide Frankfurt a.M. Seit 2007 Tätigkeit als Dozentin im Bereich kreatives und berufliches Schreiben in der Erwachsenenbildung, u.a. Hochschule Biberach, Universität Tübingen, Design+Kommunikations-Akademie Reutlingen, verschiedene Volkshochschulen, Jugendkunstschule Reutlingen. Umfangreiche Erfahrungen im Bereich Bewerbungsberatung und PR, Ghostwriting für verschiedene Unternehmen. Freie Journalistin und Redakteurin u.a. für das TOP-Magazin Reutlingen-Tübingen und das Magazin SCHÖNER SÜDWESTEN.

Literarische Preise und Auszeichungen:

Erste Preise:

Schwäbischer Literaturpreis 2007,

Deutscher Kurzkrimipreis 2009,

Literaturpreis der Buchmesse im Ried 2010,

Würth-Literaturpreis 2011

Zweiter Platz:

Literaturpreis der keb 2013

Dritte Plätze beim

Nordhessischen Autorenpreis 2009,

Schwäbischen Literaturpreis 2009

„Irseer Pegasus“ 2010

Literaturwettbewerb der Bonner Buchmesse Migration (Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland)  Kategorie: Erzählungen, 2015

Nominierung für den Friedrich-Glauser-Preis, Sparte Kurzgeschichte 2011,

Nominierung für den Agatha-Christie-Preis 2014

Nominierung für den Vincent Preis 2016 für die Storysammlung „Nachtprotokolle“

 

Stipendien:

Aufenthaltsstipendium in der Künstlerkolonie Stiwdio Maelor, North Wales, gefördert vom Arts Council of Wales, Juni 2016  

Aufenthaltsstipendium „Hawthornden Castle Fellowship“ Hawthornden Castle, International Retreat for Writers, Schottland 2015

Arbeitsstipendium der „Mörderischen Schwestern“ für die Arbeit am Erzählungsband „Nachtseiten“, 2014

Arbeitsstipendien des Förderkreises Deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg 2007/2008, 2011 sowie 2013.

Stipendiatin der Stadt Bogotá 2011 im Rahmen des Literaturaustauschs zwischen Stuttgart und Bogotá, Kolumbien (August/September 2011). Neben den beteiligten Städten waren Förderer des Projekts u.a. das Kulturministerium Kolumbien, das Literaturhaus Stuttgart, das Schriftstellerhaus Stuttgart, das Goethe-Institut Kolumbien, der Deutsch-Kolumbianische Freundeskreis e.V., und Lufthansa. Verantwortlich für die Organisation zeichnete die Kontaktstelle für Umwelt und Entwicklung, KATE, Stuttgart.

Stipendium der MFG Filmförderung Baden-Württemberg 2009 für das Drehbuchcamp, Wiesbaden.

 

Lesungen Schriftstellerhaus Stuttgart, Tübinger Kulturnacht, Literarisches Forum Oberschwaben, Tübinger Bücherfest, neue Stadtbibliothek Stuttgart, Literatursommer Baden-Württemberg, Literaturcafé Tübingen, Vorstadttheater Tübingen, Hörgang München etc.

Eigene Schreibseminare und Seminare zwischen Schreiben und Gestalten für Erwachsene und Jugendliche an verschiedenen Volkshochschulen im Südwesten, an der Jugendkunstschule Reutlingen, an der Design+Kommunikations-Akademie Reutlingen (DEKART), an der Hochschule Biberach und der Universität Tübingen (Internationale Sommerakademie)

Mitgliedschaften: Gründungsmitglied der Tübinger Autorengruppe LiteRatten und der Autorinnenvereinigung Dreiländereck. Mitglied im Verband Deutscher Schriftsteller und  im Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg.

Anke Laufer nació en Villingen, Selva Negra en 1965. Estudió etnología y política en la Universidad de Freiburg im Breisgau. En diferentes oportunidades ha realizado extensos estudios de campo en Lima, Perú. Trabajo de maestría: „Reciprocidad y clientelismo en los asentamientos periféricos de Lima, Perú“. Tema de doctorado: „Racismo, estereotipos étnicos e identidad nacional en Perú“ (editorial LitVerlag, Hamburgo, 2000). Trabajó como editora independiente y coordinadora de proyectos en editoriales y Multi-Media Publishing. En 2006 se publican sus primeras obras literarias. Por sus textos recibió becas y varias distinciones, entre ellas el Premio de Literatura Suaba 2007 (Schwäbischer Literaturpreis), el Premio alemán de novela policiaca corta 2009 (Deutscher Kurzkrimipreis) y el Premio Würth de Literatura 2011. La autora vive hoy con su familia cerca de Tübingen.

 

 

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